Im Auftrag des mit 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz größten unabhängigen Transportunternehmens Südamerikas, der brasilianischen Americana Latina Logistica (ALL), rattern fast 12 000 schwer beladene Waggons, gezogen von 450 Lokomotiven, unermüdlich unter extremen klimatischen Bedingungen durch die Weiten Südamerikas. Von Kap Hoorn im Süden, über die Anden im Westen, durch die vom mächtigen Amazonas durchzogenen Tiefländer bis zu den Bergländern im Osten, erstreckt sich das gigantische Schienennetz der ALL in Brasilien und Argentinien über eine Länge von 16 397 Kilometern. Mehr als 2 200 Mitarbeiter sorgen für einen möglichst reibungslosen Waggon- und Warenfluss. Neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen müssen verschiedene Rohstoffe, Chemikalien und diverse industrielle Produkte, beispielsweise für die Automobilindustrie, zuverlässig durch die häufig entlegenen, fast menschenleeren Gebiete transportiert werden. Es wird deutlich, was für eine immense logistische Herausforderung die ALL zu bewältigen hat. Die für eine solche Aufgabe notwendige Transparenz, jederzeit über Standort und Ladung eines jeden Waggons informiert zu sein, war bisher nur durch großen Aufwand an Personal und Zeit sicherzustellen und zudem teuer und fehleranfällig. Eine Verbesserung für diese Logistikleistung entwickelte das deutsche RFID-Unternehmen Elatec.
Von Stefan Haertel, Elatec GmbH
RFID im BLick | 03/2006
Transpondereinsatz bei südamerikanischer Bahnflotte ALL stellt die Weichen für eine gute Fahrt
