Robuste RFID-Datenträger in der Automobilfertigung
Was wäre, wenn die Modedesigner einen Ganzjahresmantel entwerfen
würden? Einen Mantel, den ich Sommer und Winter gleichermaßen tragen
kann, ohne jemals zu schwitzen oder zu frieren. Was in der Modewelt
utopisch erscheint, ist in der Automobilbranche schon Realität.
RFID-Tags, die am Kraftfahrzeugträger angebracht sind, stecken in einem
Mantel, der sie vor Kälte und Hitze schützt. So halten die Tags
problemlos bis zu minus 40 Grad Celsius und plus 210 Grad Celsius aus.
Dies ist entscheidend, denn im Brennofen, in dem der Autolack fixiert
wird, herrschen Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius.
Im Consumer-Umfeld sind berührungslose Identifikationstechnologien wie
RFID längst salonfähig geworden, doch in der Industrie scheint man sich
heute noch immer mit Barcode- oder Data-Matrix-Lösungen zufrieden zu
geben. Dabei gibt es im industriellen Einsatz zahlreiche
Anwendungsfälle, in denen RFID deutliche Vorteile bietet oder eine
Identifikation überhaupt erst ermöglicht – beispielsweise in der
Kraftfahrzeugproduktion.
Von Walter Hein, Hans Turck GmbH & Co. KG, Industrielle Automation
Ein Mantel für alle Fälle
