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Ein gutes Jahr für Höft & Wessel: Turnaround geschafft

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9. April 2008 
Höft & Wessel hat im Geschäftsjahr 2007 zu alter Stärke zurück gefunden und den Turnaround geschafft. Alle wesentlichen Geschäftsindikatoren entwickelten sich überplanmäßig und wuchsen im zweistelligen Prozentbereich.

Der Umsatz ist um 35 Prozent auf 99,7 (Vj. 74,0) Millionen Euro gestiegen. Auch das Ergebnis fiel zufriedenstellend aus: Der Vorsteuergewinn (EBT) betrug 4,7 Millionen Euro nach minus 1,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 6,2 Millionen Euro nach minus 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 3,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 11,3 Millionen Euro und beläuft sich damit auf erfreuliche 11,3 Prozent vom Umsatz.

Sprunghafter Anstieg bei Auftragseingang und Auftragsbestand
Auftragseingang (AE) und Auftragsbestand (AB) entwickelten sich ebenfalls dynamisch nach oben und stellen zugleich die Weichen für künftiges Wachstum. Der Auftragseingang wuchs um 64,5 Prozent auf 155,6 (nach 94,6) Millionen Euro, der Auftragsbestand verzeichnete einen großen Sprung von 60,0 Millionen Euro auf 115,9 Millionen Euro - und hat sich gegenüber dem Vorjahr annähernd verdoppelt (plus 93,2 Prozent). Hier wirkte sich vor allem der größte Auftrag der Firmengeschichte von der Deutschen Bahn AG für 3 200 Ticketautomaten aus, ebenso wie der Großauftrag der Hannoverschen Verkehrsbetriebe üstra, die einen 8,2 Millionen Euro Auftrag zur Modernisierung ihrer Haltestellen an Höft & Wessel vergeben haben.

Diese Entwicklung beflügelte auch den Kurs der Aktie, der im Berichtszeitraum von 3,32 Euro (Jahrestiefstkurs) um 45 Prozent auf 4,81 Euro (Jahresschlusskurs) zunahm. Der Gewinn je Aktie betrug 0,52 Euro nach minus 0,29 Euro im Vorjahr.

Alle drei Geschäftsbereiche sind gewachsen
Zu den Erfolgen haben alle drei Geschäftsbereiche, Skeye, Almex und die englische Konzerntochter Metric, beigetragen.

Skeye, der Anbieter von Systemen zur mobilen Datenverarbeitung für Handel und Logistik, konnte seine Marktposition weiter ausbauen. Mit 40,4 (Vj. 27,4) Millionen Euro wurden die Umsatzziele deutlich übertroffen und ein EBIT von 5,4 (Vj. 2,5) Millionen Euro erzielt.

In Deutschland ist Skeye Systempartner namhafter Handelshäuser und mit Geräten zur mobilen Datenerfassung fester Bestandteil von deren Wertschöpfungskette. Beispielsweise bei den Cash & Carry Märkten der Metro, die nahezu flächendeckend mit den neuen Bezahlterminals skeye.quickpay ausgestattet sind. Oder als Mitglied der "Future Store Initiative" der Metro Group, in der praxistaugliche Gesamtlösungen mit RFID-Technik entwickelt werden. Skeye liefert die Hochleistungsgeräte skeye.integral 2 UHF zum Lesen der Funketiketten, mit denen das Verkaufspersonal der Herrenmodeabteilung in der Essener Filiale der Galeria Kaufhof arbeitet. Mit skeye.allegro LS Geräten arbeiten auch Karstadt, die Hammer Heimtex Filialen und Woolworth, um Bestellungen und Inventuren durchzuführen.

Im Ausland konnte Skeye mit dem Royal Automobile Club einen bedeutenden Neukunden in Großbritannien gewinnen. Dessen Fahrzeugflotte wird mit skeye.pad XSL im Wert von mehr als zwei Millionen Euro ausgerüstet, um Pannendienste und Fahrertraining zu verbessern. Dasselbe Gerät versieht seinen Dienst bei dem Nationalen Institut für Statistik und Volkswirtschaft in Frankreich, wo es zur Erhebung des Warenkorbs und Berechnung der Inflation eingesetzt wird. Um den Handelsmarkt in Italien zu erschließen, wurde eine Vertriebsniederlassung in Mailand gegründet. Auf der wichtigsten Handelsmesse der USA, der NRF, wurde die Zusammenarbeit mit DBK Concepts, einem führenden Anbieter von mobilen Datenerfassungsgeräten in den USA, bekanntgegeben. Vertriebspartner Nu-Communitek, New York, setzt Geräte vom Typ skeye.pad XSL zur Echtzeiterfassung von Kundendaten ein.

Almex, der Lösungsanbieter für Ticketing und Transport, hat mit einem Umsatz von 31,9 (Vj. 23,9) Millionen Euro seine Jahresziele erreicht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt mit 1,9 Millionen Euro signifikant über dem Vorjahresverlust von 1,5 Millionen Euro.

Neben den erwähnten Großaufträgen von der Bahn und der üstra wurde Almex von langjährigen Kunden wie der Hamburger Hochbahn, aber auch Neukunden wie den Stadtwerken Augsburg und den Stuttgarter Straßenbahnen mit der Lieferung von Fahrscheindruckern beauftragt. Im öffentlichen Personenverkehr setzt sich zunehmend der Verbundgedanke mit den entsprechenden Kommunikationsstandards durch. Als einer der ersten Anbieter gemäß des deutschen VDV-KA-Standards hat Almex den Verkehrsverbund Ostalbkreis mit einem einheitlichen kontaktlosen Chipkartensystem für den Fahrscheinverkauf ausgerüstet. Einmalig in Deutschland: Der Fahrgast benutzt ein einziges Ticket, egal ob für Bus oder Bahn, mit Umsteigen oder ohne.

Im Ausland konnte Almex als erstes Unternehmen weltweit die Vollzertifizierung nach dem ITSO-Standard entgegen nehmen. Dieser regelt die Softwareschnittstellen im Ticketingbereich und ist ab diesem Jahr Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen im Vereinigten Königreich. Dem schweizer S-POS-Standard genügten die Almex Fahrscheinautomaten im Wert von 2,5 Millionen Euro für die Rhätische Bahn.

Dem neuen Parkautomaten Aura hat ein Großauftrag der Stadt Cardiff zum Durchbruch verholfen. Viel Interesse weckte der Aura auf englischen Fachmessen, was eine Pilotinstallation für den Chipkartenanbieter Visa in London nach sich zog. Hier kommt das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte, genannt "wave and pay", zum Einsatz, bei dem quasi im Vorbeigehen die Parkgebühr entrichtet und vom Konto abgebucht wird.

In den USA wurde ein Spitzenfachmann für das Parkinggeschäft für die Leitung der Metric-Niederlassung in New Jersey gewonnen. Allein acht Fachmessen hat Metric mit dem Aura in den USA besucht, wo das "pay-by-space" Parksystem auf lebhaftes Interesse stieß. Dabei werden die Parkgebühren an einem zentralen Parkautomaten bezahlt, ohne dass ein Parkschein im Fahrzeug hinterlegt werden muss. Mittlerweile konnten auch die Herstellkosten für den Aura weiter gesenkt werden, so dass sich die Marge des Gerätes verbessern wird.

Auslandsanteil gestiegen
Die internationale Geschäftsstrategie beginnt zu greifen. Das hat sich im Auslandsanteil niedergeschlagen, der auf 41,1 Prozent gestiegen ist. Im Vorjahr hatte er noch bei 26,1 Prozent gelegen. Die Hauptmärkte der Höft & Wessel-Gruppe sind in Deutschland mit einem Umsatzanteil von 44,3 Prozent (Vorjahr 53,3 Prozent) und Großbritannien mit 27,8 Prozent nach 29,4 Prozent im Vorjahr. Die verbleibenden 27,9 Prozent (Vorjahr 17,3 Prozent) entfallen auf die übrigen Märkte.

Eigenkapitalquote verbessert

Der gute Geschäftsverlauf mit deutlich gestiegenen Umsätzen und Ergebnissen hat sich zum einen in einer verbesserten Eigenkapitalquote von 46,5 Prozent gegenüber 43,2 Prozent im Vorjahr niedergeschlagen. Zum anderen wurde der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit günstig beeinflusst. Er stieg von 4,6 Millionen Euro auf 12,2 Millionen Euro und wurde im Wesentlichen für neue Investitionen und zur Rückführung von Krediten verwendet.

Ausblick auf 2008

Obwohl sich das Wirtschaftswachstum nach den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute etwas abschwächen wird, will Höft & Wessel das für B2B-Firmen immer noch günstige Umfeld nutzen, um Marktpositionen zu festigen.

Aus heutiger Sicht erwartet Höft & Wessel für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 108 Millionen Euro und ein weiter verbessertes Ergebnis.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Höft & Wessel AGHöft & Wessel AG
Tel. (+49) 511-6102 512
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.hoeft-wessel.com
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