Auf dem 8. RFID-Erfahrungsaustausch der Metro Group am 11. Juni 2008 hat das European EPC Competence Center (EECC) die Neuauflage der Studie „UHF Tag Performance Survey“ (UTPS) vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger sind in das 61-Seiten-Werk einige Neuerungen eingeflossen.
Veröffentlicht: Juliausgabe 2008 "RFID im Blick"
Die Studie hat die Leistungsfähigkeit von 20 passiven UHF-Transpondern gemäß ISO 1800-6C und EPCglobal Class1 Gen2-Protokoll im Frequenzband von 800 bis 1000 MHz untersucht. Diese soll Unternehmen als Grundlage dienen, die für ihre spezifischen Anforderungen am besten geeigneten Transpondertypen zu ermitteln.
Was ist neu?
Neu ist, dass der UTPS erstmals die Performance von Transpondern auf beliebigen, frei wählbaren Untergründen untersucht hat. Mittels acht neuer Referenzmaterialien mit eindeutigen physikalischen Kenngrößen wurden Modelle für alle Transponder erstellt, in dem die untergrundabhängige Lesereichweite einer Vielzahl am Markt verfügbaren Tags dargestellt ist. Für die hohe Zahl an Messungen hat das EECC eigens in schnellere Rechner investiert, welche die Messschritte automatisieren. „Anders wäre das gar nicht zu schaffen gewesen“, sagt Volker Werne, der verantwortliche Messingenieur des EECC. „Eine weitere Hürde war die Umstellung auf das neue Codierschema Miller 4.“ Auch diese neuen Regularien für den 4-Kanal-Plan wurden in der Studie berücksichtigt.
Europa, Asien und USA im Vergleich
Ebenfalls wurde die Liste der untersuchten Transponder auf den neuesten Stand gebracht und um neue Modelle erweitert. Diese beinhaltet Tags auf Basis von vier verschiedenen ICs, darunter beispielsweise der neue G2X-Chip, der Nachfolger des UCODE-Chip von NXP. Insgesamt wurden 20 Tags von Alien Technology, Avery Dennison, KSW Microtec, Omron, RSI ID Technologies und UPM Raflatac einzeln bewertet. Entsprechend der Parameter eines beliebigen Untergrundmaterials lassen sich so für alle Transponder die Lesereichweite in den offiziellen Frequenzen von Europa (866 MHz), Japan (953 MHz) und USA (910 MHz und 922MHz) ableiten. Wie in der Vorgängerversion wurden die Transponder auch bezüglich der Orientierung zum Lesegerät getestet und bewertet.
Ziel der Studie ist es, dass Anwender für beliebige Produkte ihre Kosten und Performance optimieren können: „Viele Unternehmer suchen meist einen Transponder, welcher sich für viele Produkte und Güter eignet, um ihre Bestellvolumina zu bündeln“, erklärt Conrad von Bonin, Leiter des EECC. „Erstmals ist es nun möglich, die Reichweite der dargestellten Tags bei allen Untergründen und Frequenzen abzuschätzen. Die materialabhängige Reichweite durch Dämpfungs- und Detuning-Effekte sowie die Frequenzabhängigkeiten werden durch die Studie transparent gemacht.“
Die neue „UHF Tag Performance Survey“, die von Intel unterstützt wurde, ist in englischer Sprache bestellbar auf der Homepage des EECC und als Einzelversion oder als 5-Jahres-Abbonement erhältlich. www.eecc.info
EECC veröffentlicht Neuauflage des UHF Tag Performance Survey



