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RFID-Tickets im Aufwind

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"In schienen- und straßengebundenen Verkehrssystemen zahlreicher Metropolen lösen flexible RFID-Tickets zunehmend Magnetstreifen-Fahrausweise ab", äußert sich Dipl.-Kfm. Philipp Halbach, Geschäftsführer Fleischhauer Datenträger GmbH, im Interview mit „RFID im Blick“. Aufgrund des höheren Problemdrucks vollziehe sich die Einführung des RFID-Ticketing momentan verstärkt im Ausland. Der deutsche Markt für Fahrausweise sei hingegen noch durch sehr etablierte Anwendungen mit Thermopapier-Fahrscheinrollen geprägt.

Interview von "RFID im Blick" mit Philipp Halbach, Fleischhauer Datenträger GmbH

Herr Halbach, seit 50 Jahren ist das Unternehmen Fleischhauer im Bereich Tickets, Etiketten und Kartenanwendungen tätig. Wie ist Ihre Markterwartung in Deutschland für den Sektor RFID-Ticketing?

Fleischhauer Datenträger ist seit vielen Jahrzehnten auf Anwendungen im Bereich Ticketing spezialisiert. Bei Fleischhauer wurden Ende der 1960er Jahre die ersten maschinenlesbaren Magnetstreifen-Tickets für eine Nahverkehrsanwendung produziert. Aus dieser Historie heraus ist eine unserer wichtigen Zielgruppen für flexible RFID-Tickets der Öffentliche Personenverkehr. In schienen- und straßengebundenen Verkehrssystemen zahlreicher Metropolen lösen flexible RFID-Tickets zunehmend Magnetstreifen-Fahrausweise ab. Aufgrund des höheren Problemdrucks erleben wir die Einführung von RFID-Ticketing momentan verstärkt im Ausland. Der deutsche Markt für Fahrausweise ist hingegen durch sehr etablierte Anwendungen mit Thermopapier- Fahrscheinrollen geprägt. Ein Brückenschlag zur RFID-Technologie erfolgt demnächst durch die Umsetzung der VDV-Kernapplikation auf Basis von kontaktlosen Chipkarten.

Welche Branchen für RFID-Anwendungen fokussieren Sie verstärkt?

Wir orientieren uns bei unserem technischen Leistungsspektrum an den Anforderungen, die unsere Kunden heute und in Zukunft durch den Umstieg auf kontaktlose Systeme an uns stellen. Das bedeutet, dass unsere Fertigungsprozesse die Flexibilität ermöglichen, um die individuellen Problemstellungen zu realisieren. Diesen Ansatz verbinden wir mit dem Begriff „myRFID“. Durch verschiedene Produktionsverfahren können wir gleichermaßen hohe Auflagen mit Standard-Inlays wie auch individuelle Transponder mit spezifischer Antennengeometrie fertigen. So vielfältig wie die Produkte – Tickets, Etiketten, kontaktlose Chipkarten – sind auch die Anwendungen. Wir produzieren seit 15 Jahren RFID-Karten für die Bereiche Identifikation und Zutrittskontrolle. Ein typisches Produkt sind Mitarbeiterausweise, die für Zutritt, Zeiterfassung und als Abrechnungsmedium in der Betriebskantine eingesetzt werden können.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel sind Skipässe, die sich aufgrund des hohen Nutzungskomforts in den Liftanlagen der Wintersportregionen durchgesetzt haben. Aber natürlich bedienen wir mit RFID-Etiketten auch die Industrie – ein wichtiger Sektor ist beispielsweise die Automobilbranche und deren Zulieferer. Hier werden Barcode-Etiketten zunehmend durch RFID-Lösungen verdrängt. Durch unser Schwesterunternehmen Diagramm Halbach besteht zudem eine starke Affinität zum Healthcare-Sektor. Krankenhäuser und Pharmakonzerne unternehmen ja verschiedenste Anstrengungen, um RFID wertschöpfend für ihre Prozesse einzusetzen, beispielsweise durch das Labeling von Blutkonserven oder medizintechnischer Geräte.

Stichwort Fälschungssicherheit: Sehen Sie in diesem Bereich einen Business-Case für die RFID-Technologie?

Im Bereich Ticketing spielt stets auch der Aspekt der Fälschungssicherheit eine Rolle. Bei Eintrittskarten für Fußballstadien oder Events betrachten Veranstalter RFID durchaus als einen Baustein in einem Portfolio von Sicherheitsmerkmalen. Das sehr viel größere Thema ist wohl die Produktpiraterie, die alle großen Markenartikler auf den Plan ruft und dringend einen wirksamen Schutz vor Fälschungen erfordert. Der Handlungsdruck ist in diesem Bereich angesichts der Plagiate, die in einem gigantischen Ausmaß weltweit auf den Markt geworfen werden, sicher immens. Ein weiteres Thema ist der Originalitätsnachweis von Ersatzteilen mit Hilfe von RFID-Labels. Wir sind gespannt, welche neuen Anwendungsfelder und Projekte sich im Bereich RFID-Technologie in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Herr Halbach, vielen Dank für das Gespräch.

Bild: Fleischhauer Datenträger GmbH

GS1 Germany-Standards identifizieren Komponenten und Bauteile

Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
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Bislang ist GS1 Germany bekannt durch seine Standards für die Konsumgüterwirtschaft. Kassensysteme, die ohne Barcode und GTIN funktionieren, sind hier nur noch schwer zu finden. Ab sofort erweitert GS1 den Einsatz der weltweit gültigen Standards auf weitere Branchen. Industrien wie der Maschinen- und Anlagenbau, Automotive oder auch der Schienenverkehr rücken in den Fokus von GS1.

High-Temperature-Tag von Harting für die Lackierstraße

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 12:27 Uhr
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Die Fahrzeugproduktion gestaltet sich zunehmend individualisierter. Jeder Kunde stellt andere Ansprüche an sein neues Auto, von der Farbauswahl über die Innenausstattung bis zur technischen Ausstattung. Das Unternehmen Harting hat nun eine RFID-Lösung vorgestellt, welche auf den Erfahrungen aus der Luftfahrtindustrie basiert und sich auch für die schwierigen Umgebungen in der Lackierstraße eignet.

GS1-System: Kompatibilität über Systemgrenzen hinweg

Freitag, den 22. Juli 2011 um 11:32 Uhr

Derzeit befinden sich verschiedene webfähige Plattformen im Aufbau, die sogenannten „Internet der ...“-Lösungen, seien dies Dinge, Dienste oder Energie. Um ein möglichst hohes Maß an Flexibilität sicherzustellen, ist es für die entwicklungsbegleitende Standardisierung wichtig, gerade im frühen Entwicklungsstadium zur Interoperabilität verschiedener Ansätze beizutragen. Hierbei zeigt sich laut GS1 Germany einmal mehr der Wert eineindeutiger Identnummern zur Adressierung der zu identifizierenden Elemente, wie sie das GS1-System bietet.

GS1 Germany: Automobilindustrie arbeitet an einheitlichen Standards zur Teile-Identifikation

Montag, den 20. Juni 2011 um 16:54 Uhr
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Das richtige Bauteil zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen – in der Automobilbranche stellt das eine besondere Herausforderung dar. Bislang bestimmen Insellösungen das Bild der Teile-Identifikation; Hersteller und Zulieferer kennzeichnen ihre Produkte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Codes. Das bedeutet einen enormen Aufwand und bringt den Materialfluss nicht selten ins Stocken. Für mehr Tempo und Transparenz soll jetzt erstmals ein gemeinsamer globaler Standard sorgen. Im Auftrag des RFID based Automotive Network RAN treibt GS1 Germany die Entwicklung eines entsprechenden Identifikations-Schlüssels voran.

Pepperl+Fuchs: RFID bietet der geführten Fördertechnik neue Horizonte

Dienstag, den 07. Juni 2011 um 15:42 Uhr
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Der intelligente Förderbehälter mit integriertem RFID-Transponder kann sich selbst dezentral steuern

Anwendung:

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