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Das Vertrauen des Endkunden steht im Vordergrund

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Hochsicherheitsprodukte für die Identifikation und den Zahlungsverkehr

ImageIn der Produktion von RFID-Inlays für Personal eID- und ePayment-Anwendungen, stehen die Schlagworte Zuverlässigkeit und hohe Sicherheit im Vordergrund. Wichtig ist, die Sicherheitsbedenken der Endanwender zu erfüllen. Zusätzlich fordern Kreditkartenunternehmen hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards, die vom Technologieanbieter erfüllt werden müssen.

Von Manfred Rietzler, Smartrac Technology Group

Veröffentlicht: Dezemberausgabe 2008 "RFID im Blick"

Das Unternehmen Smartrac hat für das Hochsicherheits-Segment eine patentierte Drahtverlegetechnik entwickelt. Dieses gewährleistet, dass die Inlays auch bei starker Belastung über die gesamte Lebensdauer des Endproduktes einwandfrei funktionieren. In den meisten Hochsicherheitsanwendungen kommen die sogenannten Prelams zum Einsatz. Prelam steht für pre-laminated, also vorlaminierte Inlays. Die besondere Herausforderung bei der Produktion von einem Prelam besteht darin, Mikrochip und Antenne auf eine Weise in das Material einzubringen, dass ihre Funktionalität durch den weiteren Bearbeitungsprozess wie etwa das Bedrucken der Kreditkarte nicht beeinträchtigt wird.

Verschmolzene Einheit

Ein Prelam besteht aus mehreren dünnen Lagen, meist wird PVC für kontaktlose Karten verwendet oder aber komplexere Materialien für anspruchsvollere Anwendungen wie elektronische Reisepässe. Nachdem diese verschiedenen Lagen inklusive aller elektronischen Bestandteile zusammengebracht worden sind, wird das Ganze fixiert und anschließend laminiert. Während des Laminiervorgangs verschmelzen die einzelnen Schichten unter Druck und hohen Temperaturen in einer speziellen Maschine zu einer Einheit. Das Ergebnis ist ein homogener Bogen, in dessen Zentrum die empfindlichen elektronischen Bauteile Mikrochip und Antenne sicher eingebettet sind. Die Inlays können ebenfalls mit Materialien wie Polycarbonat, PETG, Polyester oder Verbundwerkstoffen hergestellt werden.

Schnittstellen und Zertifizierung

Elektronische Pässe müssen sowohl die Vorgaben des ICAO-Standard erfüllen als auch die international gültigen ISO-Standards, die für verschiedenste Bereiche anwendbar sind. Es sind nicht nur die Produkte selbst, die Standards und Sicherheitskriterien erfüllen müssen, sondern auch die Produktionsumgebung. Daher sind drei der insgesamt zehn Fabriken des Unternehmens Hochsicherheitsproduktionsstätten, die sehr strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Zu diesen Hochsicherheitsfabriken zählt eine der vier Produktionsstätten in Thailand, die Produktion in Regensburg und die Fertigung in den USA. Im ePayment-Bereich arbeitet Smartrac außerdem eng mit den führenden Kreditkartenunternehmen zusammen. Diese setzen ebenfalls sehr hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards voraus, sodass die Inlayproduktion sowohl von Visa als auch von MasterCard zertifiziert ist.

Freie Wahl für den Kunden

Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen sehr eng mit den führenden Chipherstellern zusammen. So ist Smartrac in der Lage, die neuesten Entwicklungen und aktuellsten Chipgenerationen für die Herstellung der Inlays zu verwenden. Trotzdem ist das Unternehmen nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden, was den Kunden die Freiheit gibt, aus den am Markt verfügbaren Speicherchips das Modell auszuwählen, das aus ihrer Perspektive und für das jeweilige Einsatzgebiet die besten Eigenschaften besitzt.

Produkt eCover

Smartrac einen Umschlag für elektronische Reisepässe entwickelt, der eine Chip Activation Protection (CAP) Funktion besitzt. Das Smartrac eCover mit CAP-Funktion stellt sicher, dass persönliche Informationen, die auf dem Chip des Reisepasses gespeichert sind, nur von autorisierten Beteiligten gelesen werden können, indem es verhindert, dass die Antenne Daten übermittelt, so lange der Reisepass geschlossen ist.


Die Konzentration liegt weiterhin auf der Volumenherstellung von Transpondern

Manfred Rietzler, CTO von Smartrac im Interview mit „RFID im Blick“

„Ich habe meinen Anteil an Smartrac erhöht, weil ich an den Erfolg des Unternehmens glaube und auch selbst weiterhin am Wachstum des Unternehmens mitwirken werde“, äußerte sich Manfred Rietzler, CTO von Smartrac, selbstbewusst und zielsicher gegenüber dem Fachmagazin RFID im Blick. Wachstumsfelder sieht der Manager des fast 3000 Mitarbeiter zählenden Unternehmen, in den international agierenden Branchen Industrie, Government und Logistik. Diese Marktsegmente seien bereits in einem hohen Maße professionalisiert. Die Hintergründe und die Zielsetzungen für die neuen Business Units gab er aktuell bekannt.

Herr Rietzler, was erwarten Sie von dem Wandel von den Segmenten High Security und Standard in die Business Unit Struktur?

Zum 1. Januar 2009 wird Smartrac seine Geschäftsfelder von einem funktionalen Ansatz in eine Business Unit Struktur überführen. Jedoch wird Smartrac hierdurch das Geschäftsmodell nicht verändern. Smartrac wird sich weiterhin auf die Volumenherstellung von Transpondern (Inlays und Tags) konzentrieren. Zukünftig wird es die Business Units eID, Cards, Industry & Logistics und Tickets & Labels geben. Die Business Unit (BU) eID umfasst alle unsere Inlay-Produkte im Bereich Dokumente zur Personenidentifi kation wie ePassports, elektronische Personalausweise, Führerscheine und Visa. Die Business Unit Cards deckt unsere Inlays für RFID-Karten im Bereich Transport, Zutrittskontrolle, ePayment und auch die Linie der Aktivkarten ab. Hauptzielgruppe dieser BU sind Kartenhersteller.

Welche Bereiche decken die Business Units ab?

In der Business Unit Industry&Logistics bündeln wir unsere bisherigen Geschäftstätigkeiten im Marktsegment animal ID, Logistik und RFID-Komponenten für Industrieanwendungen. Dreh- und Angelpunkt dieser BU ist aber das Unternehmen Sokymat Automotive mit ihrer Expertise, Technologie und Fertigungsstätte in Reichshof-Wehnrath. Als solches wird Markus Spreng, Geschäftsführer von Sokymat Automotive, auch die Funktion des Leiters dieser BU übernehmen. Die BU deckt damit RFID-Tags für Anwendungen in den Bereichen Automobil, Tieridentifi kation, Logistik, Industrie, Wäschereien und im medizinischen Bereich ab. Sie wird auf der Produktebene außerdem ISO-Tags, weiße Karten und kundenspezifi sche Tags beinhalten. Die BU Tickets& Labels schließlich umfasst unser Tickets- und Labels-Geschäft mit der Hauptzielgruppe der Ticket- und Labelkonverter. Einsatzfelder für diese Produkte sind etwa Etiketten und Label für den Kartenverkauf oder auch für die Gepäckbeförderung von Fluglinien. Mit dieser strategischen Strukturierung wollen wir uns noch besser auf unterschiedliche Kundenanforderungen ausrichten und eine noch bessere Marktbearbeitung erzielen. Außerdem erwarten wir uns von der neuen Struktur auch Effizienzsteigerungen und eine Optimierung von Ressourcen.

Welche Entwicklung sehen Sie für das Unternehmen Smartrac durch die Erhöhung Ihrer Anteile auf 16,96 %? Sie sind der größte Anteilsinhaber. Wie werden Sie persönlich auf die strategische Entwicklung des Unternehmens Einfluss nehmen?

Ich habe meinen Anteil an Smartrac erhöht, weil ich an den Erfolg des Unternehmens glaube und auch selbst weiterhin am Wachstum des Unternehmens mitwirken werde. Als Firmengründer bin ich vom derzeitigen Stand unseres Aktienkurses enttäuscht. Meiner Meinung nach spiegelt er in keiner Weise die reale Situation von Smartrac und die Marktpotenziale des Unternehmens wider. Vor diesem Hintergrund haben ja auch weitere Mitglieder des Managements ihre Anteile am Unternehmen aufgestockt. Durch einen hohen Anteil an Aktien innerhalb der eigenen Führungsriege wird auch ein Gleichlauf der Interessen zwischen Gesellschafter und Management sichergestellt.

Was ändert sich durch die Veräußerung Ihres Anteils an der Sokymat Automotive GmbH an Smartrac für das Unternehmen Sokymat Automotive selbst?

Für Sokymat Automotive und vor allem für die Mitarbeiter in Reichshof-Wehnrath wird sich durch den Verkauf meines 25 Prozent-Anteils des Unternehmens an Smartrac nichts ändern. Sokymat Automotive nimmt eine wichtige Stellung innerhalb der Smartrac Technology Group ein und ergänzt unser bisheriges Produktportfolio ideal. Außerdem wird das Unternehmen eine führende Rolle bei der Erschließung neuer Marktsegmente spielen.

In welchen Geschäftsbereichen unterstützt Sokymat Automotive das Unternehmen Smartrac, beziehungsweise inwiefern profitiert Smartrac von dieser Entwicklung?

Sokymat Automotive ist führender Hersteller und Anbieter von RFID-Komponenten im Automobilbereich. Die Akquisition eröffnet uns zum einen ein Marktsegment, in welchem Smartrac bislang nicht vertreten war. Zum anderen ist es uns gemeinsam möglich, unsere Kundenbasis im Industrie- und Logistikmarkt stärker auszubauen. Außerdem können wir Synergien aus gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und auch bei der Produktion und im Vertrieb realisieren. Darüber hinaus erweitert Sokymat Automotive die Bandbreite unseres Produktspektrums und auch unsere technologische Bandbreite. Insgesamt profitieren also beide Unternehmen von einer gemeinsamen Zukunft. Die Kombination der Stärken von Smartrac und Sokymat Automotive eröffnet uns das Potenzial, um in einem dynamischen Markt insgesamt stärker zu wachsen als dies für jedes der Unternehmen alleine möglich wäre und unsere Marktstellung weiter auszubauen.


Dipl.-Ing. Manfred Rietzler Dipl.-Ing. Manfred Rietzler ist Member of the Management Board der Smartrac N.V. und hat seit Juli 2007 die neu geschaffene Position des Chief Technical Officer (CTO) inne.
www.smartrac-group.com

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Smartrac Technology GroupSmartrac Technology Group
Tanja Moehler
Tel. (+49) 711-656 926 10
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.smartrac-group.com
Über Smartrac: Pressefach

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Dienstag, den 07. Juni 2011 um 14:42 Uhr
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In der Fördertechnik und Fertigungstechnik werden Arbeitsschritte und Förderweg oft zentral gesteuert.

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