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UHF-Technik von deister electronic für die Oberflächenveredelung

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18. Mai 2009
Dem Kundenwunsch nach lokaler Intelligenz im Lesegerät, Flexibilität im Datenmanagement sowie erweiterter Anschlussmöglichkeiten folgend stellt deister electronic den Industrie-Leser UDL150 dePXA vor. Dieses UHF-Lesegerät verfügt über ein integriertes Prozessormodul mit einem 520 MHz PXA270 Prozessor und ermöglicht es, kundenspezifische Applikationen und "Middle Ware" -Funktionalitäten direkt vor Ort im Lesegerät zu betreiben. Reader, PC und Antenne befinden sich in einem Gehäuse ("3-in-1"). Dies ermöglicht eine einfache Installation und schützt die Antenne vor rauen Betriebsbedingungen wie Funkenflug, Feuchtigkeit und hohen Temperaturen. Das ist weltweit einmalig.

Das Thema RFID (Radio Frequency Identification) ist inzwischen in allen Medien omnipräsent und als allgemeine Identtechnologie ist die berührungslose Datenübertragung auch nicht mehr zu stoppen. Vor allem in der technisch-produzierenden Industrie wird RFID innerhalb der Automatisierung bereits fest etabliert. Wie so häufig hat auch hier die Automobilbranche eine Vorreiterrolle übernommen. Die RFID-Datenträger werden beispielsweise in oder an Werkstücksträgern integriert oder fest im Fahrzeug verbaut und dienen in der Regel der Produktionssteuerung. Jüngste Ansätze gehen auch in den Bereich der Produktionslogistik, wo mittels e-KanBan der Nachschub sichergestellt wird oder vom Zulieferer bereits "getaggte" Komponenten am Verbauort mittels RFID verifiziert werden. deister electronic entwickelt und produziert sowohl stationäre als auch mobile Schreib-/Lesegeräte, die für die Warenflusskontrolle und Teile-Identifikation in der Logistik, im Handel und in der industriellen Automation zum Einsatz kommen.

Bei Volvo in Gent stand nach der Abkündigung des alten Identsystems in der Veredelungsindustrie die gesamte Produktionskette vom Rohbau bis zur Endmontage im Fokus. Oberstes Ziel war die Einführung einer zukunftsweisenden, durchgängig einsetzbaren Identifikationstechnologie. Statt für den 2D-Barcode entschied sich Volvo für passive UHF-RFID-Technologie. Aufgrund der Reichweite und der Flexibilität bezüglich weiterer Einsatzbereiche hat der Automobilbauer hier klare Vorteile gesehen. Rohbau, Oberflächenveredelung und Endmontage stellen aufgrund ihrer unterschiedlichen Umgebungs- und Arbeitsbedingungen spezielle Anforderungen an Konstruktionsmerkmale wie die Antennenkonstruktion, die Reichweite oder das Gehäusematerial des Gerätes.

Gemeinsam mit Volvo hat deister electronic einen speziellen UHF-Reader zur Produktionssteuerung entwickelt. Um eine einfache Installation der Geräte zu bieten und das Risiko von Ausfällen durch Geräte- oder Kabelbeschädigungen zu reduzieren, hat deister electronic die Antennen und die Leseeinheit in einem Gehäuse integriert. Damit der Reader auch bei rauhen Einflüssen wie Schweißfunken, Stößen und kurzzeitig hohen Temperaturen zuverlässig funktioniert, wurde das Polyestergehäuse fiberglasverstärkt.

Weitere Konstruktionsmerkmale wie beispielsweise die Positionierung von Kontrollleuchten wurden speziell an die Verhältnisse der Produktionsanlagen in der Automobilindustrie angepasst.

Als besondere Innovation werden bei Volvo so genannte "One-Way-Label" als Transponder verwendet. Jede Karosse erhält zu Beginn der Produktion "ihren" individuellen Smartlabel-Transponder, welcher diese anhand einer Referenznummer durch die Produktion steuert. Damit entfallen die bisher hohen Kreislaufkosten aufgrund von Reinigungsarbeiten der Datenträger nach Abschluss des Produktionsprozesses und der Rücktransfer zur Wiedermontage. Die stetige Neubeschaffung der preisgünstigen Labels stellt außerdem die technische Aktualität sicher. Mittelfristig sollen die Transponder permanent am Fahrzeug bleiben, um die logistischen Prozesse und die Distribution der Fahrzeuge zu optimieren.

Das RFID-Projekt in Gent besitzt für Volvo einen weltweiten Pilotcharakter. Aktuell werden im Rohbau täglich mit 85 Lesegeräten circa 85.000 Readevents generiert, welche nach Angaben des Unternehmens mit einer Performance von deutlich über 99,99 Prozent erfasst werden. Die endgültige Ablösung des alten Systems auch in der Oberfächenveredelung ist bis Mitte 2009 vorgesehen. Im weiteren Verlauf sollen weltweit Produktionsanlagen mit dem passiven UHF-RFID-System von deister electronic ausgerüstet werden.

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