8. Juni 2009
Das EECC hat einen umfangreichen Test an UHF-RFID-Handheld-Readern durchgeführt. Sieben Geräte von sechs Herstellern durchliefen die Tests. Diese umfassten sowohl die unterschiedliche Ausstattung der Geräte wie beispielsweise Barcode-Scanner, Bluetooth, WLAN, USB und anderes, als auch die Charakterisierung der Geräte nach messtechnischen Eigenschaften wie Sendeleistung oder Empfangsempfindlichkeit.
Die Messungen zeigten gewaltige Unterschiede bei der tatsächlichen Sendeleistung der Geräte. Die meisten Geräte schöpften die gesetzlich vorgeschriebene Grenze von 500 Milliwatt bei Weitem nicht aus. Diese Größe bestimmt im Wesentlichen die erzielbare Lesereichweite. Noch größere Unterschiede ergaben sich auch bei der Messung der Empfindlichkeit der Geräte. Eine hohe Empfindlichkeit wird immer dann benötigt, wenn der verwendete Transponder nur ein schwaches Antwortsignal liefert, wie es beispielsweise bei Proximity-Anwendungen (viele Tags nah beieinander) häufig der Fall ist. Dann bestimmt nicht mehr die Sendeleistung die erzielbare Reichweite, sondern die Empfangs-Empfindlichkeit. Außerdem wurden die Geräte auf ihre praktische Anwendbarkeit untersucht. Dazu gehörten Kriterien wie Gewicht und Größe oder auch die Möglichkeit, den Akku zu wechseln. Abgerundet wurden die Tests durch einen Feldversuch mit getaggten Produkten. Diese Produkte sollen später mit den Readern gelesen werden. Ausgehend von den gesammelten Daten wird das EECC nun ein neues Prüfprogramm entwickeln und Mindestanforderungen definieren, mit dem Ziel Geräte mit guter Performance analog zu den Starter-Kits zu zertifizieren.