Veröffentlicht: Juniausgabe 2009 "RFID im Blick"
Jedes Fahrzeug besitzt eine eigene 17-stellige Fahrzeugidentnummer (FIN), die auf das jeweilige Fahrgestell aufgebracht ist. Ein Ortungssystem des Unternehmens ESG ermöglicht es nun, die insgesamt rund 2 500 Trailer mittels Industrie-Handhelds der Serie Workabout Pro von Psion Teklogix zu registrieren. Zeitgleich werden die GPS-Koordinaten der Trailer ermittelt. Die zur Verfügung stehenden Geoinformationen transferiert die GPRS-Datenübertragung an das internetbasierte ESG-Portal SuCES-Telematics, eine Software-Telematiklösung zur Steuerung, Überwachung und Verwaltung logistischer Prozesse.
Probleme der Platzverwaltung
In der Vergangenheit gab es zwei Hauptursachen, die ein platzverwaltetes Lager von Kögel ausgeschlossen haben. Zum Ersten kam es vor, dass auf einem Stellplatz nicht nur ein Fahrzeug stand, sondern zwei verschiedene hintereinander oder mehrere Trailergestelle ohne Aufbauten übereinander. Darüber hinaus war aufgrund der Dimensionen auch kein zentimetergenaues Abstellen der Fahrzeuge auf definierte Plätze möglich. Zum Zweiten erfolgt die Ausschleusung halbfertiger Fahrzeuge beziehungsweise Unterfahrgestelle zum Teil aus dem Produktionsprozess aus und führt diese zu einem späteren Zeitpunkt einem anderen Produktionsband wieder zu.
Weitere Standorte in System integrierbar
Reduzierte Suchzeiten und eine optimierte Ressourcenauslastung bei der Auslieferung sind die primären Vorteile, die Kögel mit der Einführung des Ortungssystems realisiert hat. Mithilfe der Softwarelösung ist eine Anpassung und Erweiterung des Konzeptes auf andere Standorte im In- und Ausland jederzeit möglich. Hierzu sind außer zusätzlicher Lesegeräte lediglich die geocodierten Karten der einzelnen Werke sowie der externen Stellflächen nötig. Kögel plant nach der Umsetzung der Lösung an mehreren Standorten rund um die Unternehmenszentrale in Burtenbach in einem nächsten Schritt die Ausdehnung des eingesetzten Ortungssystems auf Standorte in Polen und Tschechien sowie gegebenenfalls auch in Russland.
Kombination von Barcode- und GPS-Technik
Das Scannen des Barcodes, der die nötigen Fahrzeuginformationen enthält, erfolgt aus der Zugmaschine heraus mit einer Lesereichweite von bis zu fünf Metern. Durch den Einsatz der Handheldgeräte ist der Fahrer nicht mehr dazu gezwungen das Führerhaus zu verlassen Dies erwirkt einen deutlichen Zeitgewinn. Zeitgleich zu dem Barcodescanvorgang erfolgt die Ermittlung der GPS-Daten der Trailer. Die zur Verfügung stehenden Geoinformationen übermittelt die GPRS-Datenübertragung an das internetbasierte Portal.
Sofware zur Visualisierung und Auftragsbearbeitung
ESG: Fahrzeugortung schafft reduzierte Suchzeiten

