You are here: Praxisberichte Effektive Walzenlogistik mit RFID bei ThyssenKrupp Nirosta

Effektive Walzenlogistik mit RFID bei ThyssenKrupp Nirosta

Drucken

Euro I.D. Identifikationssysteme entwickelte Hardware zur Identifizierung von Arbeitswalzen

Euro I.D. Identifikationssysteme entwickelte Hardware zur Identifizierung von Arbeitswalzen Im Edelstahlkaltwalzwerk von ThyssenKrupp Nirosta in Dillenburg werden Arbeitswalzen mit Glas- und die Lagerplätze mittels passiver UHF-Tags identifiziert, die Lagerplatzverwaltung erfolgt via automatischer Platz- und Kassettenerfassung. Die Konzeption der RFID-Hardware unterlag dem Unternehmen Euro ID Identifikationssysteme, das auch eine spezielle Hardware zur Identifizierung der Arbeitswalzen in den Transport- und Lagerbehältern (Kassetten) entwickelte.

Von Björn Lambertz, Euro I.D. Identifikationssysteme

Veröffentlicht: Märzausgabe 2009 "RFID im Blick"

In dem Edelstahlkaltwalzwerk Dillenburg werden Edelstahlbleche gewalzt. Um den Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, müssen die Arbeitswalzen entsprechend dem zu walzenden Blech ausgewählt werden. Mithilfe der RFID-Technik lassen sich die betreffenden Arbeitswalzen schneller und effektiver lokal finden. Fehler verursachende Walzen können zudem schnell identifiziert und aussortiert werden.

Mobile Walzenidentifikation

In einem ersten Projektschritt wurden 250 Arbeitswalzen, die an einem der drei Walzgerüste zum Einsatz kommen, mit 125-kHz-Glastags ausgestattet. Diese ermöglichen es, jede einzelne Walze zu identifizieren und somit Schleifergebnisse und Einsatzzeiten der Walzen eindeutig zuzuordnen. Informationen über Abmessungen, Bearbeitungen und die Einsatzdauer jeder Arbeitswalze sind in einer Datenbank gespeichert, die im Hintergrund agiert. Eine Java-basierte Webanwendung stellt sicher, dass die Mitarbeiter jederzeit mithilfe eines Handheld-Computers über eine WLAN-Anbindung
online auf diese Informationen zugreifen können. Auf Anforderung des Mitarbeiters kann die Software diesem empfehlen, welche Arbeitswalze sich für welchen Anwendungsfall eignet. Die Entscheidung liegt aber weiterhin bei den Mitarbeitern. Für die Umsetzung der Software zeichnete BEA Elektrotechnik und Automation verantwortlich. Die Konzeption der RFID-Hardware unterlag dem Unternehmen Euro I.D. Identifikationssysteme, das auch eine spezielle Hardware zur Identifizierung der Arbeitswalzen in den Transport- und Lagerbehältern (Kassetten) entwickelte.

UHF-Tags steuern Walzenlogistik

Die Arbeitswalzen werden in Kassetten von den Schleifmaschinen zu den Walzanlagen per Stapler transportiert. Die Zwischenlagerung erfolgt in Regalen, auf Vorratstischen und Bodenstellplätzen. Diese wurden ebenfalls mit 125-kHz-Glastags ausgerüstet und in einem separaten Lagersystem eingepflegt. Um die Transportbewegung der Walzen per Stapler zu automatisieren, wurden die Kassetten und Regale und alle Lagerplätze – im ersten Prototypen circa 100 Plätze – zusätzlich mit passiven UHF-Transpondern ausgestattet.

Automatische Staplerbuchung

Alle Transponder wurden mit einer eindeutigen Kennung, welche den RFID-Tag direkt mit einem der Lagerplätze oder einer der Kassetten in Verbindung bringt, beschrieben.

Kassette mit Walzen auf einem Stapler mit RFID-Antenne.
Kassette mit Walzen auf einem Stapler mit RFID-Antenne.

Dies erlaubt es, auch ohne Onlinezugang zur Datenbank die Identifizierung durchzuführen. Auf den Staplern wurde je ein RFID-UHF-Reader fest installiert, der die gelesenen Daten an eine Auswerte-, Anzeige- und Übertragungseinheit liefert. Jeder Stapler kommuniziert über das werkseigene WLAN mit einem zwischengeschalteten Logistikserver. Dieser stellt die gesammelten Daten sortiert und geordnet dem zentralen Datenbanksystem zur Verfügung und verarbeitet die Daten chronologisch, auch wenn diese während des Betriebes kurzfristig den Funkbereich verlassen haben.

„Ausgeklügelte“ Technik

Die technischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung, bedingt durch den hohen Metallisierungsgrad der Umgebung, forderten bei diesem Projektschritt das gesamte Know-how der Ingenieure heraus. So wurden sowohl die Positionen der Transponder auf den Kassetten und den Lagerplätzen optimiert, um bestmögliche Leseergebnisse zu erzielen, als auch spezielle Antennen entwickelt. Eine Software erkennt durch „ausgeklügelte“ Algorithmen automatisch, ob eine Kassette gerade eingelagert oder ausgelagert wird, und gibt dem Staplerfahrer einen entsprechenden visuellen Hinweis auf den im Fahrerraum installierten Monitor. Die Buchung der Transportbewegung wird vollkommen automatisch bis in die Datenbanksysteme geleitet. Das System der automatischen Staplerbuchung wurde nach den Vorgaben von ThyssenKrupp Nirosta von Euro ID Identifikationssysteme konzipiert, das die benötigte Software für die Anwendung selbst erstellte. Auch die erforderliche Spezialhardware wurde angefertigt und deren Installation vor Ort begleitet.

Erreichte Ziele und Erweiterung

Laut Herbert Schneider, Abteilungsleiter Informationsmanagement und Organisation im Werk Dillenburg sowie als Projektleiter verantwortlich für das Projekt „Walzenmanagement mit RFID“, werde durch das eingeführte Gesamtsystem die Möglichkeit geschaffen, fehlerkritische Walzen schnell zu identifizieren und einer Spezialbehandlung zuzuführen. „Hierdurch steigt die Fertigungssicherheit unserer Produkte mit höchster Anforderung an makellose Oberflächen deutlich“, so das positive Fazit des Projektleiters. In den folgenden Projektabschnitten werde das System auf weitere Walzanlagen von ThyssenKrupp Stainless übertragen.


Von Björn Lambertz, Projekt Assistent, Euro I.D. Identifikationssysteme
Bilder: ThyssenKrupp Nirosta

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

EURO I.D. Identifikationssysteme GmbH & Co. KGEURO I.D. Identifikationssysteme GmbH & Co. KG
Tel. (+49) 2254-9409 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.euroid.com
Über EURO I.D.: Pressefach

RFID-Lagerlösung der all in one GmbH: Staplerfahrer erfassen funkende Juterollen

Montag, den 02. Januar 2012 um 08:00 Uhr
RFID-Lagerlösung der all in one GmbH: Staplerfahrer erfassen funkende Juterollen

Jute ist einer der natürlichen Stoffe, aus denen bei Armstrong DLW in Delmenhorst seit 130 Jahren Linoleum hergestellt wird. Jute ist der Trägerstoff auf der Unterseite des Fußbodenbelags und wird in Rollen geliefert, gelagert und der Produktion zur Verfügung gestellt. Ein Projekt zur Bestandsmanagement Einführung einer RFID-basierten Lösung hatte folgende Ziele: besseres Lagermanagement, bessere Übersicht über die einzelnen Jute-Chargen in den Rohstofflägern und an den Produktionslagerorten und ein sicheres Bestandsmanagement.

Zutrittskontrolle am Flughafen mit Assion Electronic

Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
Zutrittskontrolle am Flughafen mit Assion Electronic

Am Flughafen einer Großstadt in Südafrika setzt das Unternehmen Assion Electronic ein RFID-System zur Zutrittskontrolle ein. Das 2007 in der südafrikanischen Großstadt gestartete Projekt sorgt heute für Transparenz und Sicherheit. Seitdem sind Kriminaldelikte im Sicherheitsbereich deutlich zurückgegangen. Die Zufahrtskontrolle und die Personenidentifikation erfolgen seither in geordneten Bahnen. Das System bietet Funktionalitäten, die eine Ausdehnung auch auf andere Einsatzbereiche erlaubt. „RFID im Blick“ sprach mit Ewald Assion, Geschäftsführer von Assion Electronic.

UPM RFID unterstützt Kampf gegen Cholera

Dienstag, den 27. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
UPM RFID unterstützt Kampf gegen Cholera

Nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010 in Haiti hat sich die Non-Profit-Organisation Deep Springs International mit Technologiepartnern zusammengeschlossen, um die Verbreitung von Cholera durch schmutziges Trinkwasser einzudämmen. Neben dem Nokia Research Center (NRC) unterstützte auch UPM RFID das Projekt.

Leuze electronic: Turbo Gepäck-Logistik unter Zeitdruck

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 15:11 Uhr
Leuze electronic: Turbo Gepäck-Logistik unter Zeitdruck

Die Gepäcklogistik für das Check-in- und Transfer-Gepäck am Frankfurter Flughafen ist eine komplexe, flughafenüberspannende Anlage. Ein Sensoriksystem trägt dazu bei, dass das Gepäck der Passagiere schnell das Ziel erreicht.

IdentPro GmbH: Transportmanagement bei Just-in-Time-Produktion

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 14:49 Uhr
IdentPro GmbH: Transportmanagement bei Just-in-Time-Produktion

Für das Monitoring seines von externen Speditionen durchgeführten Werkverkehrs setzt ein großer Möbelhersteller aus Baden-Württemberg aktive RFID-Technologie ein. Ziel ist eine verbesserte Transparenz und Optimierung der Prozesse. Produktionsprozesse, die auf der Just-in-Time-Strategie aufsetzen, sparen zwar Überfährt ein Lkw mit aktivem Transponder die Induktionsschleife, sendet der Transponder ID und Zeitstempel an das System. Lagerhaltungskosten, sind dafür jedoch auf eine absolut zuverlässige Logistik angewiesen – fehlt der Nachschub, steht die Produktion. Da sich das Lager quasi auf der Straße befindet, sind exakte Planung und eine permanente Kontrolle erforderlich, um auf Störungen schnellstmöglich reagieren zu können.

Pulverabsackung mit RFID-Paletten

Donnerstag, den 10. November 2011 um 08:39 Uhr
Pulverabsackung mit RFID-Paletten

Um die internen Logistikprozesse sowie das Paletten- und Produkthandling zu optimieren, rüstete Sachsenmilch den Bereich Pulverabsackung mit RFID-Paletten und Lebensmittellogistik mit UHF-Readern aus. Das Resultat: erhöhte Flexibilität, Ausschluss von Lesefehlern und lückenlose Chargenverfolgung.

Geschwindigkeitstest auf dem Nürburgring

Montag, den 25. Juli 2011 um 13:32 Uhr
Geschwindigkeitstest auf dem Nürburgring

High Speed RFID von Identec Solutions identifiziert Fahrzeuge bei Renngeschwindigkeit

Schon seit 1995 gehört der Umweltschutz zu den festen Unternehmensgrundsätzen des Nürburgrings und im Jahre 1998 wurde die „Grüne Hölle“ erstmals nach der EU-Öko-Audit- Verordnung zertifiziert und dieses Zertifikat im Jahre 2010 erneut für drei Jahre verlängert. Dies ist für eine Rennstrecke bis heute weltweit einzigartig.

B&M Tricon: 1A WLAN-Qualität für 1A Full-Service-Logistik bei der Geis Gruppe

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 15:16 Uhr
B&M Tricon: 1A WLAN-Qualität für 1A Full-Service-Logistik bei der Geis Gruppe

Die Geis Gruppe verfügt über flächendeckende Logstiknetzwerke in Deutschland und ganz Europa. Die Leistungen der Geis-Gruppe gliedern sich in die drei Geschäftsbereiche Road Services, Logistic Services und Air+Sea Services. Von 84 Standorten aus werden pro Jahr gut vier Millionen Transportaufträge abwickelt. Mit der Einführung eines auf zentralen WLAN-Controllern basierenden Datenfunknetzwerkes von B&M TRICON wurde die IT-Administration vereinfacht und die Funkversorgung noch weiter verbessert.

ICS International steigert Produktivität bei Adam Hall um 30 Prozent

Mittwoch, den 23. März 2011 um 14:42 Uhr
ICS International steigert Produktivität bei Adam Hall um 30 Prozent

Optimierte interne Logistikprozesse durch mobilen Datenfunk

Um die erwartete Umsatzverdopplung in den kommenden Jahren mit gleichem Personal bewältigen zu können, lagert und kommissioniert das Handelsunternehmen Adam Hall in seinem neuen Logistikzentrum am Standort Neu-Anspach seit Herbst 2009 mithilfe einer mobilen Datenfunklösung des Unternehmens ICS International. Diese umfasst die komplette Datenfunkausleuchtung im Logistikzentrum über WLAN sowie den Einsatz der entsprechenden Hardware – und zwar sowohl in der Lager- als auch der Büroumgebung. „Durch diese Maßnahmen haben wir die Produktivität im Gesamtsystem in den ersten Monaten bereits um 30 Prozent gesteigert“, berichtet Sven Wagner, kaufmännischer Leiter bei Adam Hall.

RFID-Handhelds von Psion vereinfachen Auftragsmanagement beim Zementproduzenten Holcim

Montag, den 21. März 2011 um 13:04 Uhr
RFID-Handhelds von Psion vereinfachen Auftragsmanagement beim Zementproduzenten Holcim

Optimale Prozesse sind nie in Beton gegossen!

Um das Auftragsmanagement effektiver zu gestalten, die Disposition der eingesetzten Lkw und Bahnwagen zu optimieren sowie die Prozessfehler signifikant zu reduzieren, setzt der Zementproduzent Holcim Schweiz seit Sommer 2009 auf die Web-basierte Logistik-Lösung Logon. Dies geschieht in Kombination mit 287 Handheld-Computern Workabout Pro G2 von Psion, welche die Hardwarebasis für das mobile Telematiksystem Transpo-Drive Logon des Unternehmens Nufatron bilden. Dieses dient dazu, das Auftragsmanagement effektiver zu gestalten, die Disposition der eingesetzten Lkw und Bahnwagen zu optimieren sowie die Prozessfehler signifikant zu reduzieren. Zudem sind innovative Technologie-Lösungen aus dem Bereichen RFID, GPS sowie Mobile Computing Bestandteil des Projekts.

More: