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Intelligent Kombinieren und Integrieren

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Anbindung von AutoID an Softwaresysteme

Messschieber werden häufig bei Qualitätskontrollen eingesetzt. AutoID-Technik bietet in integrierten Unternehmensprozessen ein Potenzial, das weit über die reine Identifikation hinausgeht. So profitieren beispielsweise Fertigung und Transport zusätzlich von Informationen über die hergestellten beziehungsweise transportierten Objekte. Neue oder bereits im Prozess eingesetzte Geräte müssen dafür in die Softwarelandschaft der Unternehmen integriert werden.

Von Dr. Mario Neugebauer, ubigrate GmbH

Veröffentlicht: Märzausgabe 2009 "RFID im Blick"

Prozesse in Unternehmen werden häufig durch Geräte unterstützt, welche über die ID hinaus Informationen zu den Gütern liefern. Gerade in der hochautomatisierten Fertigungs- oder Prozessindustrie sind viele Daten über die Produkte bereits in den Anlagen verfügbar. Doch auch in Unternehmen mit geringerem Automatisierungsgrad sind zusätzliche Informationen notwendig. Heute werden häufig die Daten manuell in die Unternehmenssoftware übertragen. Inzwischen sind neue Techniken verfügbar, um diese Daten einfach und präzise zu erfassen.

Intelligente Geräte mit Zusatznutzen

Funkende Temperaturlogger

Gesetzliche Vorschriften für den Umgang mit Lebensmitteln oder Arzneien (beispielsweise EG 854/2004) fordern die Temperaturüberwachung in Kühlketten. KSW Microtec bietet dafür bereits eine Lösung an, die eine Identifikation über ISO 15693 mit dem Temperaturlogging verbindet. Der Spezialtransponder VarioSens besitzt die Größe einer Scheckkarte und kann Temperaturen in Intervallen oder bei vordefinierten Grenzwertüberschreitungen aufzeichnen. Die Transponder können in Kühlketten direkt an der kritischen Ware befestigt werden. Die Kühlkette wird damit lückenlos überwacht und dokumentiert.

Lokalisierung zur Objektverfolgung

Mit passiven Transpondern lassen sich Objekte bisher nur im Nahbereich lokalisieren. Die Objekte sind dadurch nur der jeweils letzten passierten Lesestation zugeordnet. Im Gegensatz dazu können aktive Transponder ihre Position auch über größere Entfernungen mitteilen. Einerseits gibt es Transponder für räumlich begrenzte Lokalisierung über Basisstationen, andererseits räumlich quasi unbegrenzt arbeitende Transponder, die GPS-Signale empfangen und über Mobilfunk kommunizieren. Durch die Technik ergeben sich neue Herausforderungen: Bezugssysteme überlagern sich (Lagerplatz versus Geokoordinaten) und Ungenauigkeiten treten auf (metallische Umgebungen).

Waagen für Kommissionierung

Beim Kommissionieren müssen Lieferungen korrekt zusammengestellt werden. Zur Fehlervermeidung und Kontrolle werden unter anderem Waagen eingesetzt. Mit ihnen kann die Anzahl der abzupackenden Teile überprüft werden. Bei heterogenen Waagenlandschaften kann die Softwareintegration jedoch schwierig werden. In gewachsenen Infrastrukturen sind beispielsweise unterschiedliche Waagentypen und -hersteller im Einsatz. Die Software muss dennoch herstellerunabhängig sein.

Messmittel zur Qualitätsprüfung

Für das Qualitätsmanagement müssen Produkte nicht nur durch IDs zurückverfolgbar sein, sondern auch mit den qualitätsrelevanten Eigenschaften dokumentiert werden. Messmittel (beispielsweise Messschieber) werden häufig bei Qualitätskontrollen eingesetzt. Beim Messen muss die Einheit als Bestandteil des Messwertes korrekt verknüpft und während der gesamten Verarbeitung und Verwaltung mitgeführt werden.

Leistungsfähige IT-Integration

Anhand der beschriebenen Integrationsszenarien wird klar, dass Systemintegratoren im AutoID-Umfeld vor ganz verschiedenartige Herausforderungen gestellt werden. Schließlich soll nicht nur korrekt identifiziert, sondern auch zugeordnet, umgewandelt, lokalisiert und konfiguriert werden. Bei Integrationsaufgaben sind daher verschiedenartige Probleme zu bewältigen.

Die IT-Integration in Unternehmen läuft über verschiedene Softwareschichten.

Vielfalt der Peripheriegeräte

Viele verschiedene Hersteller bieten Messmittel, Wägetechnik, Sensorik und andere Geräte an. Die Protokolle für die Kommunikation mit den Geräten sind jeweils herstellerabhängig. Der Kern der Software muss die Integrationsaufgabe aber herstellerneutral lösen. Die Messdaten müssen beispielsweise immer mit einem Zeitstempel, einer ID des liefernden Messmittels und dem Messwert, inklusive der Maßeinheit, versehen sein.

Einheiten verwalten

Die in den Messdaten enthaltenen Einheiten können Präfixe (Milli, Kilo, Mega und andere) enthalten. Zum einen müssen diese bei der Messdatenerfassung richtig interpretiert werden, zum anderen sind diese Einheiten für die nachfolgende Berechnung und Verarbeitung mitzuführen und umzuwandeln. So werden mehrere Leistungsmessungen in Energiebilanzen oder Positionsdaten in Wegmessungen umgewandelt.

Bezugssysteme transformieren

Funkgestützte Lokalisierungstechnik, mit passiven oder aktiven Transpondern, liefert Positionsinformationen, die sich an unterschiedlichen Bezugssystemen orientieren. Die Position passiver Transponder lässt sich jedoch nur auf eine Nominalskala abbilden. Das heißt, es sind zum Beispiel nur Lagerplätze oder Positionen innerhalb einer Fertigungsstraße zu erkennen. Lokalisierungssysteme mit aktiven Transpondern können hingegen Positionen mit kartesischen oder WGS84-Koordinaten liefern, also einen globalen Bezug herstellen.

Konfiguration und Management

Werden in einer AutoID-Lösung die beschriebenen zusätzlichen Geräte eingesetzt, müssen sie vorab konfiguriert und während des Betriebs einheitlich verwaltet werden. Dem steht die große Vielfalt möglicher Peripheriegeräte entgegen. Der Betreiber wiederum muss den Konfigurations- und Managementaufwand im Sinne des kostengünstigen Betriebs minimieren. Daher muss durch die IT-Integration eine abstrahierte, nutzerfreundliche Bedienerschnittstelle verfügbar sein, hinter der die Heterogenität der Gerätelandschaft verborgen bleibt.

Neben diesen eher anwendungsbezogenen Diensten muss Software für die IT-Integration auch anwendungsunabhängige Basisdienste bereitstellen. Diese müssen unter anderem die folgenden Softwareeigenschaften realisieren helfen:

  • Hochskalierbarkeit: Je nach Einsatzszenario muss die Integrationssoftware die auftretenden Anfragelasten bewältigen.
  • Benutzerverwaltung: Für die Konfiguration und das Management der Software zur IT-Integration sind verschiedene Benutzerrollen erforderlich.
  • Prozessüberwachung: Die gesamte Prozessstruktur innerhalb der Integrationssoftware muss kontinuierlich überwacht und bei Störfällen neu gestartet werden.

Zusammenfassung

AutoID-Systemintegration ist mehr als nur das Melden von aufgetretenen IDs. Dieser Beitrag soll helfen, den Blick für weiterreichende IT-Integration zu schärfen. Insbesondere im Bereich heterogener Geräteintegration im Umfeld der AutoID-Technik treten neue und spannende Herausforderungen auf. Nur mit geeigneter Integrationssoftware lassen sich diese vielschichtigen Aufgaben lösen und damit entsprechende wirtschaftliche Vorteile beim Kunden schaffen.


Dr. Mario Neugebauer ist Leiter Projektentwicklung bei dem Unternehmen ubigrate.
mario.neugebauer(at)ubigrate.com
www.ubigrate.com

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

SMARTRAC TECHNOLOGY Dresden GmbHSMARTRAC TECHNOLOGY Dresden GmbH
Tel. (+49) 351-88960 10
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.smartrac-group.com
Über KSW Microtec: Pressefach

GS1 Germany-Standards identifizieren Komponenten und Bauteile

Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
GS1 Germany-Standards identifizieren Komponenten und Bauteile

Bislang ist GS1 Germany bekannt durch seine Standards für die Konsumgüterwirtschaft. Kassensysteme, die ohne Barcode und GTIN funktionieren, sind hier nur noch schwer zu finden. Ab sofort erweitert GS1 den Einsatz der weltweit gültigen Standards auf weitere Branchen. Industrien wie der Maschinen- und Anlagenbau, Automotive oder auch der Schienenverkehr rücken in den Fokus von GS1.

High-Temperature-Tag von Harting für die Lackierstraße

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 12:27 Uhr
High-Temperature-Tag von Harting für die Lackierstraße

Die Fahrzeugproduktion gestaltet sich zunehmend individualisierter. Jeder Kunde stellt andere Ansprüche an sein neues Auto, von der Farbauswahl über die Innenausstattung bis zur technischen Ausstattung. Das Unternehmen Harting hat nun eine RFID-Lösung vorgestellt, welche auf den Erfahrungen aus der Luftfahrtindustrie basiert und sich auch für die schwierigen Umgebungen in der Lackierstraße eignet.

GS1-System: Kompatibilität über Systemgrenzen hinweg

Freitag, den 22. Juli 2011 um 11:32 Uhr

Derzeit befinden sich verschiedene webfähige Plattformen im Aufbau, die sogenannten „Internet der ...“-Lösungen, seien dies Dinge, Dienste oder Energie. Um ein möglichst hohes Maß an Flexibilität sicherzustellen, ist es für die entwicklungsbegleitende Standardisierung wichtig, gerade im frühen Entwicklungsstadium zur Interoperabilität verschiedener Ansätze beizutragen. Hierbei zeigt sich laut GS1 Germany einmal mehr der Wert eineindeutiger Identnummern zur Adressierung der zu identifizierenden Elemente, wie sie das GS1-System bietet.

GS1 Germany: Automobilindustrie arbeitet an einheitlichen Standards zur Teile-Identifikation

Montag, den 20. Juni 2011 um 16:54 Uhr
GS1 Germany: Automobilindustrie arbeitet an einheitlichen Standards zur Teile-Identifikation

Das richtige Bauteil zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen – in der Automobilbranche stellt das eine besondere Herausforderung dar. Bislang bestimmen Insellösungen das Bild der Teile-Identifikation; Hersteller und Zulieferer kennzeichnen ihre Produkte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Codes. Das bedeutet einen enormen Aufwand und bringt den Materialfluss nicht selten ins Stocken. Für mehr Tempo und Transparenz soll jetzt erstmals ein gemeinsamer globaler Standard sorgen. Im Auftrag des RFID based Automotive Network RAN treibt GS1 Germany die Entwicklung eines entsprechenden Identifikations-Schlüssels voran.

Pepperl+Fuchs: RFID bietet der geführten Fördertechnik neue Horizonte

Dienstag, den 07. Juni 2011 um 15:42 Uhr
Pepperl+Fuchs: RFID bietet der geführten Fördertechnik neue Horizonte

Der intelligente Förderbehälter mit integriertem RFID-Transponder kann sich selbst dezentral steuern

Anwendung:

In der Fördertechnik und Fertigungstechnik werden Arbeitsschritte und Förderweg oft zentral gesteuert.

Ziel:

In der Fördertechnik sollen Staustrecken vermieden und die Kommunikation auf höherer Ebene minimiert werden. Entscheidungen fallen dezentral.

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