Das Informationsangebot und der Bedarf in der heutigen Gesellschaft steigen ununterbrochen. Wir wollen die Information nicht nur zu Hause oder im Büro, sondern auch mobil ortsunabhängig und individuell abrufen. Die leistungsfähigsten Computersysteme sind nutzlos, wenn die Informationen nicht vernetzt weitergeleitet werden. Die Huber+Suhner-Gruppe, internationaler Hersteller von Komponenten und Systemen der elektrischen und optischen Verbindungstechnik, kombiniert technologische Kompetenzen in den drei Kerngebieten, Hochfrequenztechnik, Fiberoptik sowie Niederfrequenztechnik. Ihre Hauptmärkte sind Kommunikation, Transport und Industrie.
Die Produktpalette von Huber+Suhner beinhaltet unter anderem Kupfer- und Fiberoptikkabel ohne, oder mit Stecker als Assembly. Der gezielte Einsatz von automatischen Identifikationssystemen entlang der Supply-Chain von Huber+Suhner erschließt Potenzialfelder in verschiedenen Bereichen.
Vor der Einführung einer Barcode-unterstützten Identifikation der einzelnen Kabelrollen/Paletten wurden sämtliche Ein-/Aus- und Umlagerungsdaten manuell aufgenommen und anschließend im ERP erfasst. Im Sommer 2005 wurde in der Logistik ein Barcodesystem eingeführt. Dieses System ermöglicht neben einer eindeutigen Objektidentifikation durch den aufgedruckten Barcode auf der Produktetikette auch eine Lagerplatzverwaltung. Grundidee ist eine eindeutige Objektidentifikation (Personalisierung) der im Einsatz stehenden Lastenträger. (Kabelrollen/Paletten).
Die Einlagerungsdaten werden von dem Baan-ERP-System online nachgetragen. Die Bedienerführung erfolgt auf dem Gabelstapler über das Fahrzeugterminal, oder bei der manuellen Einlagerung über den ICS-MC9090 mobiles Datenerfassungsgerät mit Funkübertragung. Mit dem Barcodescanner wird der tatsächliche Lagerplatz bestätigt. Analog dazu erfolgt die Kommissionierung mit Vorgaben der Picking-Liste aus dem ERP-System auf dem Bildschirm und die Quittierung über den Scanner. Mit der Barcode-unterstützten Identifikation konnte neben einer markanten Erhöhung der Datenqualität auch eine verzugslose Datenerfassung im ERP erreicht werden. Im Jahr 2003 wurden 300 Tonnen Kupfer pro Monat verarbeitet. Durch den Einsatz von automatischen Identifikationssystemen, Prozessoptimierungen und Kapazitätserhöhungen werden heute 500 Tonnen Kupfer pro Monat zu qualitativ hochstehenden Kabeln und Assemblies verarbeitet.
Mit der Optimierung der Prozesse und der Einführung der automatischen Identifikation, konnte eine markante Steigerung der Effektivität um 160 Prozent innerhalb von fünf Jahren erreicht werden.
Identifikation von Kabelrollen bei Huber+Suhner durch ICS Identcode
