
Wie sicher sind RFID-basierte ID-Kartenanwendungen? Der vereitelte Attentatsversuch am Flughafen in Detroit vom 25. Dezember 2009 löste eine weltweite Sicherheitsdebatte aus. In den USA sind die Kontrollen für Fluggäste deutlich verschärft worden und auch Deutschland erwägt den Einsatz von sogenannten Körperscannern. Aber dass auch Scanner für eine erhöhte Sicherheit nicht ausreichen, demonstrierte Ende 2009 der Chaos Computer Club (CCC) im ARD-Magazin „Kontraste“. Die IT-Spezialisten knackten das an einigen deutschen Flughäfen genutzte Zugangssicherungssystem.
Reportage: Sicherheit
In der Reportage zum Thema 'Sicherheit' in der Februarausgabe von „RFID im Blick“ geben Experten und Forscher ihre Einschätzung zu aktuellen Sicherheitsanforderungen und erläutern technologische Hintergründe. Ein weiteres Thema, das aktuell im Mittelpunkt der Diskussion steht, ist der neue Personalausweis (nPA), der künftig die sichere Identifizierung bei Online-Diensten mittels eines geschützten eID-Verfahrens ermöglichen soll. Hubert Geml, verantwortlich für Sicherheitslösungen im Public Sector bei Siemens IT Solutions and Services, erläutert wie kryptografische RFID-Chips den Schutz der Daten in dem neuen Ausweis sicherstellen. Andreas Reisen, Leiter im Referat für Pass- und Ausweiswesen des Bundesministerium des Inneren (BMI), spricht zudem über die geplante Einführung und die technologischen Eigenschaften des neuen Personalausweises (nPA).
RFID-gestütztes Motorladungsträgermanagement
Die Daimler AG hat im Werk Berlin ein RFID-gestütztes Motorladungsträger-Managementsystem realisiert und Ende 2009 erfolgreich in Betrieb genommen. Durch die implementierte Lösung werden mit passiven UHF-Tags ausgestattete, leere Motorladungsträger beim Rücktransport automatisch über ein RFID-Gate in den Werksbestand gebucht. Durch die erfolgreiche Umsetzung des Projekts kann das Mercedes Benz Werk Berlin nicht nur seine Motorladungsträger effizienter managen, sondern hat auch wichtige Erfahrungen im Umgang mit der RFID-Technik gesammelt, welche den weiteren Einsatz von RFID im Werk und auch Konzern erleichtern soll. Neben den Erfahrungen aus der Konzeptionsphase, die ausführlich in der Dezemberausgabe von „RFID im Blick“ beschrieben wurde, erläutern die Autoren Emanuel Ihm und Stefan Vogeler nun, wie wichtig Konfigurations-, Integrations-, Abnahmetests, Mitarbeiterschulungen sowie eine umfassende Anlaufplanung für die Realisierung und somit für den Erfolg des Projektes sind.
Reportage: Die textile Wertschöpfungskette und RFID
Die schnelle Verfügbarkeit der Waren auf der Verkaufsfläche wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für den Handel. Voraussetzung sind transparente Prozesse von der Produktion bis zum Geschäft. Kam das Thema „offene Logistikkette“ bisher eher schleppend voran, rückt die gläserne Supply-Chain mit der RFID-basierten Warenverfolgung auf Artikelebene in der Textilbranche nach Einschätzung von Experten nun in greifbare Nähe. Aktuell strebt das Bekleidungsunternehmen Gerry Weber noch in diesem Jahr an, jedes Kleidungsstück ab Produktion mit textilen RFID-Etiketten zu versehen. Auch Modehäuser der vor allem mittelständisch geprägten Branche entdecken das Thema zunehmend für sich, wie die Beiträge dieser Reportage belegen. Beispiele für Pilotprojekte sind das Modehaus Jakob Jost oder das Bekleidungsunternehmen K&L. Die 16-seitige Reportage liefert eine vielschichtige Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen in der Textilbranche. Betrachtet wurden Prozesse, Anforderungen und zukünftige Perspektiven aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sowohl große als auch mittelständische Textilhändler geben Einblick in aktuelle Projekte. Technologieexperten sprechen über spezifische Aspekte von Source-Tagging, über Anforderungen an mobile Geräte, bis hin zu der Frage, wie die Integration von RFID auf Filialseite gelingen kann. Die Rolle des Logistikdienstleisters als Bindeglied in der Kette, Herausforderung hinsichtlich durchgehender Standards, aber auch Forschungsansätze für neue Geschäftsmodelle wurden in Interviews beleuchtet.
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