You are here: Produktionsprozesse von RFID-Tags

Produktionsprozesse von RFID-Tags

Drucken
Kontinuierliche Qualitätskontrolle über den gesamten Produktionsprozess
Kontinuierliche Qualitätskontrolle über den gesamten Produktionsprozess

Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Logistik

Von Tanja Möhler

Die RFID-Technologie besitzt großes Potenzial, um Prozesse in Industrie- und Logistikanwendungen zu beschleunigen und zu optimieren. Dies ist inzwischen durch zahlreiche Machbarkeitsstudien, Untersuchungen und Pilotprojekte nachgewiesen. So verwundert es nicht, dass die Zahl der Implementierungen steigt und nach und nach immer mehr Unternehmen von den klassischen AutoID-Anwendungen auf RFID wechseln.

Auch rechtliche Regelungen tragen zur weiteren Verbreitung der RFID-Technologie bei. Die Forderung nach lückenloser Rückverfolgbarkeit von Waren und Gütern, wie sie seit 2005 durch die EG 178/2002-Verordnung europaweit geregelt ist, fuhrt dazu, dass Unternehmen auf Anfrage offen legen müssen, wo Waren und Guter herkommen, welche Transportrouten genutzt wurden und welche Unternehmen an ihrer Herstellung beteiligt waren. Die Dokumentation solcher Prozesse mittels RFID ist wesentlich komfortabler und einfacher als eine Dokumentation mit Papier oder anderen Technologien, lassen sich Transponder doch bequem aus der Distanz und im Pulk auslesen. Passieren mehrere tausend Behälter, Paletten und Ladungsträger täglich den Logistikstützpunkt, steht mit RFID eine zuverlässige Technologie zur Verfügung, die in Sekundenbruchteilen relevante Informationen zur Verfügung stellt.

Transponder als Herzstück des Prozesses

Zentraler Erfolgsfaktor für RFID-Projekte ist der Transponder. Zwar spielen auch Lesegeräte beziehungsweise Gates und die IT-Anbindung eine essenzielle Rolle, Herzstuck ist und bleibt allerdings der Tag. Funktioniert dieser nicht korrekt, weil störende Einflüsse das Auslesen der Daten beeinträchtigen, sind Prozesse und Anwendungen schlimmstenfalls zum Stillstand verurteilt. Umso wichtiger ist es, bei der Fertigung der Transponder höchste Qualität und Präzision einzusetzen. Besonders im Industrie- und Logistikumfeld sind Transponder harten Umgebungsanforderungen ausgesetzt, die sich negativ auf die Performance auswirken können. Die Zuverlässigkeit der Tags und damit die Kundenzufriedenheit hängen deshalb in hohem Maße von Produktionskonzept und -technologie des jeweiligen Herstellers ab.

Optimierte Transponderproduktion

Zwar scheint die Herstellung eines Transponders ein simpler Prozess zu sein, bei dem eine Antenne auf oder in ein Trägermaterial eingebracht und mit einem Mikrochip verbunden wird. Die Zahl der Produkte, die den strikten Anforderungen und Qualitätstests nicht standhalten, beweist allerdings das Gegenteil. Ein wesentlicher Aspekt ist die umfassende Prozess-, Technologie- und Maschinenbaukompetenz des Herstellers.

Vollautomatisierte Produktion für gleichbleibend hohe Qualität
Vollautomatisierte Produktion für gleichbleibend hohe Qualität

Technologien zur Herstellung von Transpondern

Mit der Drahtverlegetechnik, der Drahtwickeltechnik und der Ätztechnologie vereint Smartrac drei wesentliche Technologien zur Herstellung von Antennen unter einem Dach. So kann für das jeweilige Einsatzgebiet des Transponders die am besten geeignete Technologie ausgewählt und für den Produktionsprozess herangezogen werden. Das Unternehmen halt über 200 Patente und Patentanmeldungen für Technologien, Ausrüstung und Herstellungsprozesse von RFID-Transpondern und zugehöriger Prozesse. Zusätzlich zu den Antennentechnologien besitzt das Unternehmen auch patentierte Verfahren für die Verbindung von Mikrochip und Antenne.

Hohe Qualitätsanforderungen

Bei einer Produktionsmenge von bis zu 30 Millionen Stuck pro Monat sorgen vollautomatisierte Produktionslinien für eine gleich bleibend hohe Qualität, die auch sehr strengen Sicherheitsanforderungen gerecht wird. Die Tags können an spezielle Kundenanforderungen angepasst werden, was Transpondergröße, Trägermaterial, Antennenform, Frequenz und Produktionstechnologie anbelangt.

Lösungen für die industrielle Automation

Speziell auf den Bereich Industrie und Logistik ist eine Business Unit ausgerichtet. Die Business Unit produziert unter anderem RFID-Losungen für die Bereiche industrielle Automation, Produktionssteuerung und –überwachung, Logistikanwendungen, Abfallwirtschaft und Müllabrechnung, Zutrittskontrolle, Prozessplanung, robuste Industrieanwendungen, textile Reinigungsprozesse, Behältermanagement und Warenflusssteuerung. Viele der Tags sind in spezielle Gehäuse verpackt, damit Antenne und Chip vor Staub, Schmutz und Wasser geschützt sind. Sie halten mechanischen Beanspruchung, hohen Temperaturen und sogar Chemikalien stand und entsprechen in vielen Fallen den gängigen ISO-Standards.

Je nach Anwendung sind die Tags in spezielle Gehäuse verpackt.
Je nach Anwendung sind die Tags in spezielle Gehäuse verpackt.

Verbauung in die Ladungsträger

Gerade für den Industrie- und Logistikbereich ist auch die Möglichkeit interessant, die RFID-Transponder direkt in die Ladungsträger zu verbauen und damit eine langfristig nutzbare Technologie zu schaffen. Mit der Mehrfachverwendung kann einerseits ein kostenoptimierter Prozess erreicht werden. Andererseits sind auf diese Weise nicht nur die Waren selbst, sondern auch Paletten, Behälter und Umverpackungen jederzeit zu orten, Verluste und Ausfalle bei den Ladungsträgern lassen sich schneller nachvollziehen. Dank der Möglichkeit, die Daten auf dem RFID-Transponder sehr oft zu überschreiben oder bei Bedarf bestimmte Informationen durch Passwortschutz und Verschlüsselung zu schützen, ist die RFID-Technologie für den langfristigen Einsatz geeignet. Mit intelligenten RFID-Transpondern lasst sich aber nicht nur das Warenmanagement, sondern auch das Transportmanagement selbst optimieren. Kombiniert mit weiteren Technologien wie GPS und Sensoren kann ein wahres Datenpaket erzeugt und ausgewertet werden. Diese Vielfalt an Daten kann anschließend ausgewertet und dazu genutzt werden, um etwa Transportrouten zu optimieren oder auch Mangel in der Lieferkette aufzudecken und zu schließen.

„Den Einsatzmöglichkeiten sind damit kaum Schranken gesetzt und die Verbreitung der RFID-Technologie wird sich auch in Zukunft rasant fortsetzen."
Tanja Möhler, SMARTRAC TECHNOLOGY GROUP
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Smartrac Technology GroupSmartrac Technology Group
Tanja Moehler
Tel. (+49) 711-656 926 10
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.smartrac-group.com
Über Smartrac: Pressefach

Sick: Staplerbetrieb – aber sicher mit RFID

Freitag, den 30. Dezember 2011 um 07:00 Uhr
Sick: Staplerbetrieb – aber sicher mit RFID

Staplergerechte RFID-Systeme sind wesentliche Bausteine effizienter Lagersteuerungs- und Warenwirtschaftssysteme und steigern die Betriebssicherheit. Mit der Schreib-/Leseeinheit Interrogator RFH620/630 und standardisierten Transpondern in verschiedenen Bauformen bietet das Unternehmen Sick eine RFID-Systemlösung im Frequenzbereich 13,56 MHz für den rauen Staplerbetrieb an. Diese sorgt als Fahrer-Assistenzsystem für mehr Sicherheit in Schmalgängen und auf den Fahrwegen.

Frank Münch von Zetes über mobile AutoID-Lösungen und globale Herausforderungen

Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 13:19 Uhr
Frank Münch von Zetes über mobile AutoID-Lösungen und globale Herausforderungen

Frank Münch ist ein Geschäftsführer und Ingenieur, der sich am wohlsten außerhalb des Tellerrandes fühlt. Mutig offenbart er Meinungen zu globalen Zusammenhängen, ruft Mitarbeiter zum kreativen Teamwork auf und ist gleichzeitig dankbar für den Halt, den er in seiner Familie genießt. Ein moderner Manager ohne Allüren, der sich nicht scheut auch Persönliches Preis zu geben und Offenheit als hohes Gut ansieht.

B&M Tricon: Von Paketversand bis Fahrverkauf

Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 10:39 Uhr
B&M Tricon: Von Paketversand bis Fahrverkauf

Höhere Produktivität mit Datakey-Lösungen

Die AutoID- und MDE-Software Datakey ist das Herz der vielfältigen mobilen AutoID-Lösungen von B&M Tricon. In Anpassung an die Kundenwünsche werden laufend neue Datakey-Module entwickelt und gemeinsam mit den Kunden im Praxiseinsatz optimiert.

Bayer CropScience testet neue Wirkstoffe mit RFID-Unterstützung von Turck

Montag, den 14. Februar 2011 um 10:45 Uhr
Bayer CropScience testet neue Wirkstoffe mit RFID-Unterstützung von Turck

Funkende Pflanzensets im Forschungslabor

Wissenschaftler des Unternehmens Bayer CropScience testen in Monheim neue Wirkstoffe auf ihre Eignung als Pflanzenschutzmittel, indem sie diese nach einem definierten Verfahren vollautomatisiert auf Pflanzen sprühen. Für Transparenz und die eindeutige Identifizierung jeder Pflanze sorgt dabei das RFID-System BL ident von Turck.

IDpro von Sick: Einheitlich und proaktiv

Montag, den 03. Januar 2011 um 10:08 Uhr
IDpro von Sick: Einheitlich und proaktiv

Technologieunabhängige Plattformen ermöglichen optimierte Waren- und Materialflüsse

Viele der zum Teil revolutionären Prozessverbesserungen im Waren- und Materialfluss innerhalb eines Unternehmens wären ohne den Einsatz innovativer AutoID-Techniken unmöglich gewesen. Logistikplaner und Manager werden aber auch die zukünftigen Anforderungen an eine reibungslose und transparente Intralogistik nur dann profitabel umsetzen können, wenn für jeden Schritt in der Prozesskette auch die am besten geeignete AutoID-Technologie eingesetzt wird.

RFID-Systeme von Balluff unterstützen Hängewaren-Distribution im Multi-Channel-Warehouse von Hugo Boss

Mittwoch, den 10. November 2010 um 09:39 Uhr
RFID-Systeme von Balluff unterstützen Hängewaren-Distribution im Multi-Channel-Warehouse von Hugo Boss

„Kleidersortierung per Funk“

Der Modekonzern Hugo Boss beliefert seine Händler mit Damen- und Herrenbekleidung aus vier Modelinien. Dreh- und Angelpunkt seiner Logistik ist das Hängewaren-Distributionszentrum in Metzingen. Dort lagern 1,35 Millionen Kleidungsstücke. 100 000 davon werden jeden Tag kommissioniert und für den weltweiten Versand aufbereitet. RFID-Systeme beschleunigen die Ein- und Auslagerprozesse.

Sensorik und Prüftechnik mit RFID-Etiketten und -Transpondern von Dynamic Systems

Dienstag, den 31. August 2010 um 08:21 Uhr
Sensorik und Prüftechnik mit RFID-Etiketten und -Transpondern von Dynamic Systems

Vom Identifizieren zum Diagnostizieren

Die individuelle Kennzeichnung von Produkten mit eindeutigen Seriennummern durch (2D-)Barcode oder RFID gehört heute bei hochwertigen Industrieprodukten zum Standard. Dieser Beitrag konzentriert sich auf „high-end“ Qualitätssicherungs-Aufgaben, die über die eindeutige Kennzeichnung eines Produktes hinausgehen. Es geht um Lösungen, die zusätzlich zur Identifikation eine Anzeige von physikalischen Messdaten erlauben. Diese bauen entweder auf Basis spezieller Etiketten, passiver, semi-aktiver oder aktiver Transponder auf.

Identec Solutions installiert RFID-Echtzeitortungssystem bei Continental

Dienstag, den 03. August 2010 um 09:38 Uhr
Identec Solutions installiert RFID-Echtzeitortungssystem bei Continental

Intelligentes Auffinden von Karkassenwagen

Das Continental Werk in Aachen ist Pkw-Reifen-Zulieferer für namhafte Automobilkonzerne wie Volkswagen und Daimler. Das für die Pkw-Reifen tragende Gerüst, die Karkasse, wird in der Produktion auf entsprechenden Wägen gelagert. Auf den Gestellen war allerdings bisher nur die Karkassenart vermerkt, sodass ein Transporteur den Wagen suchen musste, um diesen der Reifenbaumaschine zuzuführen. Um diese Suchprozesse zu optimieren und die Karkassen nach dem FIFO-Prinzip weiterzuverarbeiten, hat Identec Solutions im Dezember 2009 im Werk Aachen ein Echtzeitortungssystem installiert, welches im Januar 2010 in den Live-Betrieb überführt wurde. „Von nun an werden dem Transporteur vom Karkassenverwaltungssystem eindeutige Karkassenfahrzeuge mit deren Positionen vorgegeben, sodass sich die Suchzeiten und Wartezeiten der Maschinen stark verkürzen, erklärt Herbert Hohmann, VP Sales Automotive, gegenüber „RFID im Blick“.

AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

Freitag, den 30. Juli 2010 um 08:21 Uhr
AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

Initiative für einheitliche Standards

Den Begriff AIDA kennen wir aus vielen Zusammenhängen, von der berühmten Verdi Oper bis zum Kreuzfahrtschiff. In diesem Fall ist aber die Automatisierungs-Initiative der deutschen Automobilhersteller gemeint. Die bekannten Marken Audi, BMW, Daimler und Volkswagen sind in einer entsprechenden Arbeitsgruppe überein gekommen, im Bereich der Geräteschnittstellen einen gemeinsamen Weg zu gehen. In diesem Sinne wird nun der Protokollstandard Profinet mit integrierter Personensicherheit eingesetzt, sofern im jeweiligen Einsatzfall die technischen Vorteile und der betriebswirtschaftliche Nutzen gegeben sind. Die Protokollspezifikationen sind verfügbar und können über die Profibus-Nutzerorganisation (PNO) bezogen werden.

Von Wolfgang Weber, Global Industry Manager für Verpackung, Geschäftsbereich Fabrikautomation, beim Unternehmen Pepperl+Fuchs.

Automatisierungslösungen in Verbund mit RFID-Systemen von UCS Industrieelektronik

Freitag, den 23. Juli 2010 um 12:30 Uhr
Automatisierungslösungen in Verbund mit RFID-Systemen von UCS Industrieelektronik

„Integration ist das A und O“

Bei der Integration von RFID in Prozesse ist das Konzept entscheidend. Dieses beginnt nicht „von oben“, sondern fängt bereits auf der „unteren“ Steuerungsebene an. Nicht nur die Wahl der richtigen Transponder oder der Hardware ist dabei ausschlaggebend, sondern vor allem verlässliche Partner, die mit dem Prozess vertraut sind. Nur wer die Prozesse kennt, kann sie beherrschen und den richtigen Nutzen aus der RFID-Lösung ziehen.

Von Peter Schaffhausen

More: