Bleibt RFID auf Metall eine Herausforderung?
Das Problem bei dem Einsatz von RFID-Technologie auf metallischen Flächen sind unkontrollierte, energetische Schwingungen, die durch die vom Leser aufgenommene Energie entstehen, sowie unkontrollierte Gegenfrequenzen des Trägermaterials. Die Folge ist, dass gewollte auf nicht gewollte Energie trifft und einander gegen null kompensiert.
Veröffentlicht: Juniausgabe 2009 "RFID im Blick"
Der Negativeffekt aus gegenseitig kompensierenden Wellen ist stärker erkennbar, wenn durch die Frequenz und Entfernung zum Objekt häufiger eine positive auf eine negative Ladung trifft. Hieraus erklärt sich auch, warum LF- und HF-Transponder in der Regel weniger Schwierigkeiten in metallischer Umgebung bereiten, als UHF-Transponder. Bei LF- und HF-Antennen kommt es in der Regel zu einer Resonanzverschiebung, die sich durch eine Fehler-/Antifehler-Kompensation beheben lässt. Im UHF-Bereich ist die Wirkung ungleich höher, da hier durch den Dipol auf einem unipolarem Untergrund nahezu jede unerwünschte Resonanz zu einer Kompensation führt. Techniken zur Umgehung dieses Problems sind:
- Gegenkompensation: Hierbei wird dem Transponder bewusst eine falsche Frequenz gegeben, die sich durch den Fehler des Trägers wieder gegen null kompensiert.
- Dämmung: Durch spezielle Materialien wird die Resonanz des Trägers energetisch gedämmt und geglättet. Hierdurch entsteht eine Energiedifferenz zwischen gewollter und ungewollter Resonanz, die das Leseergebnis verbessert.
- Integration: Das Problem der zwei oder mehr Resonanzen wird umgangen, indem man Teile des Trägers als Antenne nutzt. Dieses Verfahren ist allerdings derzeit nur für Sonderkonstruktionen praktikabel.
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