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Neuer ISO-Standard für die Nutztieridentifikation

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Ein neuer ISO-Standard für die Nutztieridentifikation ist auf dem Weg. Dieser erweitert die bisherigen Standardfunktionen um einen Schreib-/Lese-Speicher sowie die Antikollisionsfunktion zur Pulkerfassung von Nutz- und Haustieren.

Von Reiner Wagner, Geschäftsführer, AEG Identifikationssysteme GmbH

Veröffentlicht: Juliausgabe 2009 "RFID im Blick"

Die Tierkennzeichnung erfordert zunehmend höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von RFID-Systemen
Die Tierkennzeichnung erfordert zunehmend höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von RFID-Systemen

Haustiere, und noch viel mehr Nutztiere, werden immer häufiger zwischen verschiedenen Orten transportiert und tragen dabei unterschiedlichste RFID-Transponder vieler verschiedener Hersteller. Ein Kalb beispielsweise, das in einer Landwirtschaft aufwächst, wird mit einem Transponder in der Ohrmarke gekennzeichnet und anschließend an einen Milch produzierenden Betrieb verkauft. Der Melkautomat muss das Tier unter Verwendung desselben Transponders wieder identifizieren können. Hier ist die Leistung (Lesereichweite zwischen Lesegerät und Transponder) wesentlich. Um die Lesbarkeit zu gewährleisten, wird die Kommunikation der Transponder und der Lesegeräte zu den Standards im Labor mittels eines Testverfahrens, welches in der ISO 24631 spezifiziert wird, sichergestellt. Jedoch wird ein solches Verfahren unpraktisch, wenn die Zahl von neuen Lesestationen steigt.

Prüfung der Kommunikation

Die beste Lösung ist es, einen Parameter zu messen, der direkt mit dem Leseabstand zusammenhängt. Einer dieser Paramter ist die magnetische Ansprech-Feldstärke. Dieser Wert hängt in hohem Grad von der Größe der Antenne des Transponders ab. Ein zweiter Parameter ist die Stärke des Rücksendesignals, das sogenannte „Dipol-Moment“. Die anwendbaren Testverfahren und die Schwellenwerte für die verschiedenen Anwendungen sind momentan in Entwicklung durch die „Technical Working Group“ (TWG) der ISO SC 19 WG 3 Gruppe „Tieridentifikation. Ähnliche Anorderungen gelten für die Anwendung des elektronischen Passes, der ebenfalls weltweit gelesen werden muss.

Die nächste Generation: ISO-14223

Um für zukünftige Tierkennzeichnungsanforderungen vorbereitet zu sein, ist ein neuer Transponderstandard ISO-14223 entwickelt worden. Eines der Hauptmerkmale dieser Transponder ist der Schreib/Lese-Speicher. Daten, die auf diesen Transpondern gespeichert werden können, umfassen beispielsweise Geburtsdatum, Namen der Datenbank, von der weitere Informationen abgerufen werden können, Telefonnummer des Inhabers, Schutzimpfungen, Allergien und Sensor-Daten. Eine andere Eigenschaft des Transponders ist seine Antikollisionsfähigkeit, die es beispielsweise ermöglicht alle Tiere in einem Laborkäfig in einem Lesevorgang zu identifizieren. Zusätzlich verhält sich dieser Transponder in seiner Standardfunktion wie ein herkömmliche Transponder nach dem aktuellen Standard ISO-11785, sodass die Tieridentifikationsnummer des neuen Standards durch jeden ISO 11785-kompatibelen Leser im Feld erfasst werden kann. Aktuell ist die Entwicklung des Siliziums für den Transponder der nächsten Generation in Arbeit. Sobald die Nachfrage der Anwender eine angemessene Quantität erreicht, ist die Industrie bereit, die neuen Transponder ISO-14223 zur Verfügung zu stellen. AEG Identifikationssysteme gehört zweifellos zu den Ersten, die dies tun werden.

Halbpalette von Paul Craemer mit integrierten RFID-Tags für nachhaltige Logistik

Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 15:57 Uhr
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ECOmax als Alternative zur „Düsseldorfer“ Halbpalette aus Holz

Auf der LogiMat in Stuttgart feierte die neue Kunststoff-Halbpalette mit integrierten RFID-Tags Premiere. Paul Craemer will mit dem „ECOmax“ genannten Halbpalettenkonzept eine Alternative zur „Düsseldorfer“ Halbpalette aus Holz bieten, die laut Frank Bücker, Vertriebsleiter bei Craemer, in den Paletten-Tauschpools von Industrie und Handel nicht immer den hohen Praxisanforderungen entspreche und zusätzliche Kosten verursache.

RFID-Implantat von Microsensys ersetzt Katheter

Montag, den 26. Juli 2010 um 14:27 Uhr
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Ein passives RFID-System macht kontaktlose Hirndruck-Messung möglich

In der Notfallmedizin kann der Hirndruck eine Größe sein, die über Leben und Tod entscheidet. Will der Arzt ihn überwachen, muss er eine Operation am Schädel des Patienten vornehmen und eine kabelgebundene Sonde einführen. Eine neue Entwicklung soll nun eine kontaktlose Ermittlung des Hirndrucks ermöglichen. Die Lösung liegt im Trend: Passive RFID plus Sensorik.

GS1 Germany: Standardisierungsarbeit zur RFID-Flachpalette von morgen

Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 11:50 Uhr

Auf globaler Ebene hat GS1 die klassischen GS1-Sparten und EPCglobal in eine Organisation zusammengeführt, um noch effizienter auf die Anforderungen der Anwender eingehen zu können.

Von Mike Henn

Keimfreie Lebensmittel durch Automations-Software von Avery Dennison

Montag, den 19. Juli 2010 um 14:29 Uhr
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Lückenlose Rückverfolgbarkeit über Software-Module

Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat die Handelskette Lidl zwei Produkte des österreichischen Herstellers Prolactal aus dem Sortiment komplett zurückgezogen. Der aktuelle Fall zeigt, dass Lebensmittelkontrollen in speziellen Fällen offensichtlich einer Optimierung bedürfen. Im Jahre 2002 wurde im Lebensmittelgesetz durch Artikel 178/2000 eine ordentliche Rückverfolgbarkeit aller Lebensmittel über Software oder Papier dokumentiert. Effektiv ist dieser Vorgang ab 1. Januar 2005 einzuhalten. „Um eine effiziente Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln gewährleisten zu können, sollte die eingesetzte Software entsprechend der HACCP-Methode aufgebaut sein. Da jedes Unternehmen individuelle Schritte in der Fertigung hat, sollte die Software so aufgebaut sein, dass es möglich ist aus den verschiedenen Modul-Bausteinen eine individuelle automatisierte Software für die Rückverfolgbarkeit der Produkte zu erstellen - je nach den kundenspezifischen Anforderungen“, erläutert Pascal Wopperer, Marketsegment Manager Food & Pharma von Avery Dennison Printer Systems Division EMEA, im Gespräch mit „RFID im Blick“.

Productivity Engineering: RFID-Transponder im Bauwesen

Freitag, den 02. Juli 2010 um 10:30 Uhr
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Mit semiaktiven Sensorik-RFID-Chips lassen sich verschiedenste Umweltdaten erfassen und speichern. Diese können beispielsweise im Bauwesen die Schimmelbildung im Wohnbereich aufnehmen und bei den möglichen späteren Streitigkeiten bezüglich der Kosten für die Beseitigung den Verantwortlichen heranführen. Die sogenannten Datenlogger erlauben es, über einen langen Zeitraum Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten und zusätzlich auch Erschütterung aufzuzeichnen.

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