Die im TecDAX gelistete SMARTRAC N.V. hat heute die Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 veröffentlicht. Die außergewöhnliche Tragweite der Wirtschaftskrise stellte eine schwierige Herausforderung für das Geschäftsmodell von SMARTRAC, die Strategie des Unternehmens und seine Organisation dar. Rückblickend auf die strategischen Entscheidungen, die Geschäftsentwicklung und die finanzielle Bonität am Ende des Jahres 2009, stellt der Vorstand fest, dass der SMARTRAC Konzern diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert hat. SMARTRAC ist auch 2009 gewachsen und konnte in der zweiten Jahreshälfte die Profitabilität verbessern. Das Unternehmen ist solide finanziert und konnte seine Eigenkapitalbasis 2009 weiter stärken. Die Strategie als spezialisiertes RFID-Unternehmen hat sich auch 2009 bewährt.
In Anbetracht der Wirtschaftskrise konnte SMARTRAC ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen. Neben der operativen und finanziellen Entwicklung ist die größere Stabilität und Flexibilität des Unternehmens hervorzuheben. Kernpunkte der Entwicklung des Geschäftsjahres 2009 sind:
- Begegnung und Bewältigung der tiefen Wirtschaftskrise Die Unsicherheit des wirtschaftlichen Umfelds war zu Beginn des Jahres in allen Geschäftsfeldern von SMARTRAC spürbar. Die Unternehmen der RFID-Wertschöpfungskette verhielten sich zunächst zurückhaltend und waren in ihrem Bestellverhalten spürbar kurzfristig orientiert. Dieses Bestellverhalten sorgte für eine erhebliche Volatilität und Schwankung in der Auslastung des weltweiten Produktionsnetzwerkes von SMARTRAC, einhergehend mit deutlichen Auswirkungen auf die Effizienz und Profitabilität. Alle vier Quartale 2009 waren von einem zurückhaltenden Beginn im ersten Monat des Quartals und einem starken Ergebnis im letzten Monat des Quartals gekennzeichnet.
Neben diesen grundsätzlichen Effekten galt es 2009, spezifische Herausforderungen des wirtschaftlichen Umfelds in einzelnen Industriezweigen und Anwendungen zu begegnen. Als Beispiel seien die Automobilindustrie sowie der Markt für kontaktlose Kreditkarten (e-Payment) genannt. Der Automobilkrise begegnete SMARTRAC auf zweierlei Weise: einerseits durch Kurzarbeit am Produktionsstandort in Deutschland und andererseits durch die verstärkte Entwicklung der anderen Geschäftsfelder. Im Bereich der kontaktlosen Kreditkarten (e-Payment) konnte das Volumen des Vorjahres in 2009 gehalten werden, allerdings verzeichnete das Geschäft aufgrund der Wirtschaftskrise kein weiteres Wachstum.
Dennoch erzielte der SMARTRAC-Konzern ein Umsatzwachstum von 14 Prozent auf EUR 127,9 Millionen und konnte die gesteckten Ziele erreichen.
- SMARTRAC mit höchsten Sicherheitsstandards Im Geschäftsjahr 2009 konnte SMARTRAC seine Position als führender Hochsicherheits-Entwickler und Zulieferer in der weltweiten RFID-Industrie weiter stärken. Die Fähigkeit, höchsten Sicherheitsstandards, höchsten Qualitäts- und Vertraulichkeitsansprüchen gerecht zu werden, ist ein Wettbewerbsvorteil zum Erhalt und Ausbau der führenden Position des Unternehmens. SMARTRAC hat für seine RFID-Transponderproduktionsstätte in Thailand das EAL5+ Sicherheitszertifikat vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten. SMARTRAC ist der erste Inlay-Hersteller weltweit, der eine Sicherheitszertifizierung für die Fertigungsumgebung, die Prozesse zur Herstellung von Produkten zur elektronischen Personenidentifizierung (eID) und die Initialisierungsumgebung von eID-Produkte erhalten hat. Im Rahmen der Strategie, die Kunden mit einem weltweiten Verbund an hochsicheren Inlayproduktionsstätten zu unterstützen, hat das Management im November 2009 entschieden, den bestehenden deutschen Standort in Reichshof-Wehnrath zu erweitern und zu einem europäischen Kompetenzzentrum auszubauen. SMARTRAC hat in Reichshof-Wehnrath bereits eine Transponderproduktion für die Marktsegmente Industrie und Logistik in Betrieb. Diese wird nun um eine Produktionsumgebung für die Herstellung hochsicherer RFID Inlays für Dokumente zur elektronischen Personenidentifizierung (eID) wie Pässe und Personalausweise erweitert.
- Sicherstellung finanzieller Flexibilität und Stärkung der Bilanz Im Jahr 2009 konnte SMARTRAC erfolgreich Transaktionen im Fremd- wie Eigenkapitalmarkt durchführen. Im Juli 2009 wurde die erste Transaktion am syndizierten Kreditmarkt abgeschlossen. Trotz der Finanzkrise und ihrer Auswirkung auf das Bankensystem, war SMARTRAC in der Lage, einen syndizierten Kreditvertrag mit marktüblichen Bedingungen über eine Kreditlinie mit Mehrwährungsoption in Höhe von EUR 65 Millionen und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2012 zu unterzeichnen. SMARTRAC konnte damit die einjährige Zwischenfinanzierung in eine mittelfristige Finanzierung überführen. SMARTRAC erhöhte im November 2009 das Grundkapital und platzierte erfolgreich 1.349.999 auf den Inhaber lautende Aktien bei qualifizierten Anlegern in Deutschland und Europa. SMARTRAC erhöhte damit das Grundkapital von EUR 6 750 000 (13.500.000 Inhaberaktien) auf EUR 7.424.999,50 (14.849.999 Inhaberaktien). Dem Unternehmen floss ein Bruttoemissionserlös in Höhe von EUR 20,9 Millionen zu. Die beiden Transaktionen haben die finanzielle Basis gestärkt, die finanzielle Flexibilität erhöht und die Eigenkapitalposition verbessert. Sie unterstützen so die strategische Wachstumsausrichtung von SMARTRAC.
Geschäftsjahr 2009

Konzern-Umsatz
Der SMARTRAC-Konzern erwirtschaftete im Jahr 2009 Umsatzerlöse von EUR 127,9 Millionen. Der Umsatz stieg um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 112,3 Millionen. Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme der Business Unit eID trugen zum Wachstum bei. Das Geschäft der Business Unit eID wurde durch die überproportionale Verminderung bei der Lieferung von Inlays für das U.S. Passprojekt beeinflusst und diese konnte nicht vollständig durch neue weltweite Passprojekte kompensiert werden. Die erstmals im gesamten Geschäftsjahr konsolidierte SMARTRAC TECHNOLOGY GERMANY GmbH (ehemals Sokymat Automotive GmbH) steuerte EUR 19,0 Millionen zum Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2009 bei. Im Vorjahr wurde die Sokymat Automotive GmbH ab dem 26. September 2008 konsolidiert und der Anteil am Konzernumsatz lag bei EUR 5,5 Millionen.
Im Security-Segment blieb der Umsatz von EUR 95,5 Millionen leicht unter dem Umsatz von EUR 96,3 Millionen im Vergleichszeitraum 2008. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf das U.S. Passprojekt zurückzuführen, wogegen andere Pass- und Ausweisprojekte sowie die Business Unit Cards ein erfreuliches Wachstum berichteten.
Der Umsatz im Industry-Segment lag im Jahr 2009 bei EUR 30,7 Millionen. Das Segment konnte gegenüber einem Umsatz von EUR 14,9 Millionen im Vorjahr um 107 Prozent zulegen. Das Wachstum ist zu einem großen Teil auf die Vollkonsolidierung der SMARTRAC TECHNOLOGY GERMANY GmbH (ehemals Sokymat Automotive GmbH) zurückzuführen. Den deutlich spürbaren Auswirkungen der Automobilkrise begegnete die Tochtergesellschaft mit Kurzarbeit und der erfolgreichen Entwicklung weiterer Geschäftsbereiche. Der Beginn der Volumenproduktion der Business Unit Tickets & Labels in Malaysia trug ebenfalls zum Wachstum des Segments bei.
Konzern-EBITDA
Das Konzern-EBITDA von EUR 15,9 Millionen im Geschäftsjahr 2009 lag um 24 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von EUR 21,0 Millionen. Alle vier Quartale des Jahres 2009 waren geprägt von einer erhebliche Volatilität und Schwankung in der Auslastung des weltweiten Produktionsnetzwerkes und den einhergehenden Auswirkungen auf die Effizienz und Profitabilität. Der Effekt auf das Konzern-EBITDA durch die Ergebnisse der Produktionsstätten in Malaysia und den USA sowie die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen beläuft sich auf insgesamt EUR 3,9 Millionen oder rund 3 Prozentpunkte. Die Konzern EBITDA-Marge betrug
13 Prozent im Vergleich zu 19 Prozent in 2008. Allerding konnte das Unternehmen bei quartalsweiser Betrachtung die Profitabilität im dritten Quartal (13 Prozent) wieder verbessern und setzte diese Entwicklung auch im vierten Quartal (14 Prozent) fort.
Das EBITDA im Security-Segment lag 2009 bei EUR 16,9 Millionen. Im Vergleich zu EUR 24,1 Millionen im Vorjahr lag das Segment 30 Prozent unter dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge von 18 Prozent (2008: 25 Prozent) ist hauptsächlich auf die geringe Auslastung der Produktion in den USA zurückzuführen und durch einen höheren Anteil an Mikrochipumsätzen beeinflusst.
Das EBITDA im Industry-Segment lag im Jahr 2009 bei EUR 1,0 Millionen und konnte gegenüber dem Vorjahr (EUR 0,8 Millionen) mehr als verdreifacht werden. Die EBITDA-Marge von 3 Prozent (2008: 2 Prozent) ist weiterhin durch den Aufbau der Produktion in Malaysia sowie Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Ausproduktion in Deutschland und dem Technologietransfer nach Malaysia belastet.
Konzern-Jahresüberschuss
Der Konzern-Jahresüberschuss von EUR 5,1 Millionen bedeutet einen Rückgang von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 13,6 Millionen. Das geringere operative Ergebnis sowie höherer Aufwendungen durch die syndizierte Kreditlinie im Finanzergebnis bedingen den überproportionalen Rückgang.
Finanzposition
Die Konzern-Bilanz zum 31.12.2009 weist eine Bilanzsumme von EUR 208,3 Millionen aus. Im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 177,4 Millionen bedeutet dies einen Anstieg von 17 Prozent. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung im Jahr 2009 und den Anstieg des Working Capital zurückzuführen.
Das Eigenkapital der Konzern-Bilanz stieg 2009 um 27 Prozent und beträgt EUR 124,6 Millionen. Der Anstieg ist weitestgehend die Folge der Kapitalerhöhung und des Jahresüberschusses von EUR 5,1 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg von 55 Prozent in 2008 auf 60 Prozent am Bilanzstichtag 2009 und stellt eine gute finanzielle Basis für das weitere Wachstum der Gesellschaft dar.
Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit betrug 2009 EUR 6,1 Million im Vergleich zu EUR 19,3 Millionen im Vorjahr. Der Konzern-Jahresüberschuss von EUR 5,1 Millionen (2008: EUR 13,6 Millionen) und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Konzentration der Umsatzerlöse zum Quartalsende waren die maßgeblichen Faktoren dieser Entwicklung.
Zum Stichtag 31. Dezember 2009 beschäftigte SMARTRAC 2.734 Mitarbeiter im Vergleich zu 2 786 Mitarbeitern am Jahresende 2008.
Ausblick
Die Talsohle der weltweiten Rezession scheint durchschritten zu sein und eine weitere, wenn auch langsame Erholung wird für das Jahr 2010 erwartet. Allerdings hat sich das wirtschaftliche Umfeld von SMARTRAC verändert und die gegenwärtige Situation hält unverändert Herausforderungen bereit. SMARTRAC wird diesen Herausforderungen auch weiterhin entschlossen und verantwortungsvoll begegnen.
Der Vorstand ist überzeugt, im Geschäftsjahr 2010 weiter zu wachsen und die Profitabilität zu verbessern, trotz der Unsicherheiten des wirtschaftlichen Umfelds und interner Aufgaben wie die Erreichung der Gewinnschwelle in Malaysia.
SMARTRAC geht davon aus, im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 10 Prozent zu wachsen. Der Konzern-Umsatz wird in einem Bereich von EUR 140 Millionen bis EUR 150 Millionen im Vergleich zu EUR 127,9 in 2009 prognostiziert. SMARTRAC beabsichtigt die Profitabilität im Gesamtjahr 2010 weiter zu verbessern. Der Vorstand ist überzeugt, eine EBITDA-Marge zu erreichen, die die Konzern-Profitabilität des Vorjahres übertrifft.
“Wir schauen entschlossen und mit Selbstvertrauen in das Geschäftsjahr 2010. Wir haben eine erstklassige Basis für die Zukunft geschaffen und verfügen über eine starke und stabile finanzielle Ausstattung”, erläutert Dr. Christian Fischer. “Daher verfügen wir über alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jahr 2010. Die Auswahl von SMARTRAC als Lieferant für eCover Produkte durch De La Rue Identity Systems ist ein erster Meilenstein. Wir sind zuversichtlich auf dem Weg profitablen Wachstums weiter voranzuschreiten. ”
Der SMARTRAC Geschäftsbericht für das Jahr 2009 wurde heute veröffentlicht und kann im Internet unter www.smartrac-group.com heruntergeladen werden. Der Jahresabschluss 2009 wird der Hauptversammlung am 12. Mai 2010 in Amsterdam zur Verabschiedung vorgelegt. KPMG ACCOUNTANTS N.V. haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Konzern-Abschluss 2009 erteilt.
SMARTRAC veröffentlicht Jahresergebnis 2009

PAV reagiert auf die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Kartenprodukten mit klimaneutralen Produktionsprozessen nach den Vorgaben der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände. Das Familienunternehmen aus Lütjensee ist damit einer der wenigen ökologischen Kartenhersteller in Deutschland. Zwar werden die benötigten Folien auch künftig nicht ganz ohne CO2 bedruckt, was jedoch an anderer Stelle ausgeglichen wird. Dies erfolgt insbesondere durch den Kauf von Emissionszertifikaten, deren Erlöse direkt in ein Umweltprojekt fließen, welches einen nicht unerheblichen Anteil zur Reduktion des Treibhausgases beiträgt. Darüber hinaus fließen unternehmens- und mitarbeiterbezogene Umweltindizes in die Berechnungen ein.
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HID Global, international führender Anbieter von Zugangs- und ID-Management-Lösungen zur sicheren Identitätsprüfung, hat das weltweit erste Pilotprojekt abgeschlossen, bei dem NFC-Smartphones mit digitalen Schlüsseln an einer Universität eingesetzt wurden. Bei diesem Projekt kam die SIO-Technologie des Unternehmens zum Einsatz, die ein wesentlicher Bestandteil der preisgekrönten Credential- und Reader-Plattform iCLASS® SIO-Enabled (iCLASS SE™) ist. Diese Plattform ist die Grundlage für die sichere Bereitstellung und Verwaltung digitaler Identitäten und realisiert neue Maßstäbe für die Sicherheit, Portabilität und Zukunftsfähigkeit von Lösungen rund um die Zugriffskontrolle.
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