Verkleinert ohne Leistungsverlust
Die Anforderungen der Industrie an RFID-Datenträger ähneln sich stets hinsichtlich der auftretenden Belastungen. So geht es in nahezu jeder Anwendung um besondere Charakteristika aufgrund spezieller Temperaturverläufe, aggressiver Chemikalien oder auftretender mechanischer Belastungen.
Um jedoch sukzessive weitere Einsatzgebiete zu erschließen, tritt hierzu in Kombination vermehrt die Forderung nach immer kleineren Bauformen, ganz gleich für welches Frequenzband. Zum einen sind es immer kleiner werdende Objekte, die es zu kennzeichnen gilt, um so ein allumfassendes System zu erzielen, in dem sämtliche Prozesse gleich ablaufen und keine Medienbrüche verbleiben. Zum anderen bieten nicht alle Objekte, egal welcher Größe, beliebig viel Platz für eine mögliche Kennzeichnung.
Veröffentlicht: Septemberausgabe 2009 "RFID im Blick"
Die Herausforderungen sind groß, die Forderung nach einem kleinen RFID-Datenträger steht im grundsätzlichen Widerspruch zu akzeptablen Erfassungsraten, da die Lesereichweite im besonderen Maße durch die Größe des Datenträgers beeinflusst wird. Ferner bleibt immer weniger Platz für eine schützende Umverpackung, beispielsweise durch Polyurethane oder Epoxydharze.
Ein großes Anwendungsfeld liegt in der Kennzeichnung von Werkstückträgern in der Automatisierungstechnik. Hier kommen PU-gekapselte, selbstklebende RFID-Datenträger mit sehr kleinen Abmaßen zum Einsatz, rund mit einem Durchmesser von 12 Millimeter oder rechteckig in der Minimalgröße von nur 18 mal 8 mal 7 Millimeter beziehungsweise 15 mal 8 mal 5 Millimeter. Zudem gewähren diese RFID-Datenträger eine Temperaturbeständigkeit von bis zu 180 Grad Celsius.
Massenanwendungen sind im Bereich Echtheitsnachweis von Objekten zu finden. So erfolgt die Kennzeichnung von Rohmaterialien wie Keramikrohlingen in der Medizintechnik mit Smart Labels, um die Originalität vor der Weiterverarbeitung zu gewährleisten. Hier kommen sehr kleine Formate zum Einsatz (rechteckig: 8 mal 60 Millimeter beziehungsweise rund mit einem Durchmesser kleiner 10 Millimeter). Zudem spielt die Sicherheit eine große Rolle bei Anwendungen in der Medizintechnik. Im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie sind Sterilgüter mit RFID-Datenträgern ausgestattet, um die Anzahl der Verwendungen zu erfassen sowie die Sterilisation nach jedem Einsatz sicherzustellen. So werden zu diesem Zweck bereits SMA-Stecker aus Kunststoff mit teilweise mehrfach sterilisierbaren, kleinen Datenträgern mit einem Durchmesser von 13 Millimeter ausgestattet. Im Hotelgewerbe sind in die Formwäsche (unter anderem Bademäntel und Handtücher) sehr schmale RFID-Datenträger mit integrierter UHF-Technologie eingenäht, die den Waschprozessen gewachsen sind und durch eine große Lesereichweite auch eine zuverlässige Pulkerfassung gewährleisten.
Miniaturisierung


PAV reagiert auf die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Kartenprodukten mit klimaneutralen Produktionsprozessen nach den Vorgaben der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände. Das Famili...