Im Jahr 2009 wurde der Eisvogel, das „fliegende Juwel“, wie schon 1973, zum „Vogel des Jahres in Deutschland“ ernannt. Um sein Verhalten weiter zu erforschen hat der „Eisvogelmann“ Horst Boedler zirka 200 Exemplare mit einem Glastransponder gechippt.
Die Wahl zum Vogel des Jahres ist immer ein Zeichen dafür, dass es um die Art nicht zum Besten steht. Zur Verbesserung der Population hat nicht zuletzt der „Eisvogelmann“, Horst Boedler aus Flensburg, beigetragen. Er kümmert sich seit fast 20 Jahren um den Fortbestand des Eisvogels.
Vor zehn Jahren entwickelte und baute er erstmals patentierte Brutcontainer, die den Eisvogel auch in Gebieten ohne Steilufer ansiedeln. Aus dem Gewöllegranulat (Ausscheidungen und Rückstände) in den Containern, das zum großen Teil aus Gräten besteht, lassen sich die Güte und der Artenbesatz der Gewässer ablesen, die der Eisvogel befischt.
Um nun den genauen Standort der Entnahme festzuhalten, werden die Vögel mit Tieridentifikation trovan-Transpondern ID 100 und die Ansitzplätze der Eisvögel sowie die Einflugöffnungen der Brutcontainer mit Lesegeräten ausgestattet.
In der Gemeinde Süderbrarup, die als Modellregion ausgewählt wurde, kommen das Lesesystem LID 650 mit der ANTC100 zum Einsatz. Die Antenne kann, mit Schutzart IP68, problemlos in der nassen Umgebung verbaut werden. Der Leser wird von Euro I.D. Identifikationssysteme in ein IP65-Gehäuse integriert, wobei alle Anschlüsse mit Steckverbindern (IP 68) ausgeführt werden.
Die Systeme verfügen über einen batteriegepufferten Speicher mit Echtzeituhr. Es lassen sich bis zu 12 800 Lesungen mit Datum und Uhrzeit ablegen. Dadurch können die Daten über längere Zeit, ohne eine Online-Verbindung zu einem Rechner, gesammelt werden. Da die Systeme nur wenig Strom benötigen (<100 mA), kann eine Autobatterie als Spannungsquelle dienen, die sich bei Bedarf auch per Photovoltaik aufladen lässt.
Transponder für den Vogel des Jahres 2009
