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Sprachbasierte Kommissionierung auf dem Vormarsch

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Beleglose Kommissionierung mittels Pick-by-Voice.
Beleglose Kommissionierung mittels Pick-by-Voice.

Pick-by-Voice-Systeme für Real-Time-Kontrolle in der Lagerlogistik

Nicht immer ist es vorteilhaft, wenn man wichtige Informationen schwarz auf weiß vor sich hat: Die in der Lagerhaltung vielfach noch verbreiteten, ausgedruckten Kommissionierlisten erweisen sich selbst bei peinlich genau gepflegten Datenbeständen oft als „Knackpunkt“, der letztlich zu ärgerlichen Falschlieferungen führt. Denn auch dann, wenn die Liste alles vollkommen richtig wiedergibt, entstehen durch den „Faktor Mensch“ immer wieder Fehler. So kann es geschehen, dass der Kommissionierer einen falschen Artikel oder eine falsche Menge entnimmt oder sogar eine Position übersieht. Kundenreklamationen sind auf jeden Fall die Folge – fatal etwa, wenn aufgrund solcher Irrtümer falsche Medikamente zum Patienten gelangen oder beim Kunden die Produktion zum Erliegen kommt, weil ein wichtiges Bauteil fehlt.

Die beleglose Kommissionierung mittels Pick-by-Voice ermöglicht es, die Zusammenstellung einer Lieferung über Sprache zu realisieren. Die Einführung einer solchen Lösung amortisiert sich oft in weniger als einem Jahr, da Qualität und Arbeitseffizienz deutlich gesteigert und Kosten gesenkt werden können. Das Unternehmen Opal, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich AutoID, setzt sprachbasierte Lösungen beispielsweise in der Lebensmittel- und Pharmabranche ein.

Beleglose Kommissionierung

Bei einer umfangreichen, kleinteiligen Artikelzahl im Lager wird in Ablaufanalysen oft deutlich, dass die Steuerung über Papier eine Ursache für Fehler und Ineffizienz ist. Bereits die unproduktive Herausgabe und Rückgabe der Kommissionierscheine und das nachträgliche manuelle Einpflegen von Mindermengen am Schichtende verlangsamen den Arbeitsprozess. Als Möglichkeit zur Abhilfe erweist sich vielfach die Umstellung auf eine beleglose Kommissionierung mittels Pick-by-Voice. Anstatt ausgedruckter Kommissionierlisten oder Datenfunkterminals arbeitet der Kommissionierer mit einem Headset, das für den Einsatz meist an speziell für den Logistikeinsatz konzipierte Mobil-PC angeschlossen wird. Die einzige zentrale Voraussetzung ist die Bereitstellung eines WLAN-Netzes nach Standard-Datenfunk IEEE 802.11b mit 11 Mbit/sec, was vielerorts längst realisiert ist.

Mobile Voice-Picking- Lösung

Anwender von Voice-Picking- Lösungen wie beispielsweise Speditionen, Außendienstmitarbeiter und die Lagerlogistik setzen den Mobile Computer Intermec CK3 ein. Das Gerät ist ein Pocket-PC mit WLAN-, USB und Bluetooth-Schnittstelle für raue Arbeitsumgebungen. Das Gerät verfügt über einen transflektiven TFT-Display und einen integrierten ultraflachen Hochleistungsakku. Ausgestattet ist der Mobilrechner mit topSPEECH-Lydia von topsystem, dem zur Zeit einzigen Hardware-unabhängigen Pick-by-Voice-System weltweit. Diese Kombination lässt sich in eine bestehende SAP-Umgebung integrieren sowie über bestehende Datenbank- oder Dateischnittstellen an andere, bestehende Lagerverwaltungs- oder Warenwirtschaftssysteme.

Der mobile Computer Intermec CK3 von OPAL wird von Außendienstmitarbeitern und in der Lagerlogistik eingesetzt.
Der mobile Computer Intermec CK3 von OPAL wird von Außendienstmitarbeitern und in der Lagerlogistik eingesetzt.

Integrierte Spracherkennung

Die Aufträge werden vom Lagerverwaltungssystem meist über das WLAN an den Kommissionierer gesendet. Die erste Sprachinformation nennt dem Mitarbeiter das Regal und den Lagerplatz, von dem Waren entnommen werden sollen. Ist der Kommissionierer dort angelangt, spricht er eine am Lagerplatz angebrachte Prüfziffer ein - dies erlaubt dem System eine sofortige Überprüfung. Wird die richtige Ziffer genannt, erhält die Arbeitskraft die Information, wie viele Einheiten entnommen werden sollen. Nach der Entnahme quittiert der Kommissionierer diesen Vorgang mit einer kurzen Bestätigung wie „3 okay“. Der Mitarbeiter wird durch das System nicht überflüssig, kann sich aber besser auf seine Aufgabe konzentrieren, da das Hantieren mit Papierlisten entfällt. Die Sprachanwendung erkennt jeden Akzent oder Dialekt. Somit sind auch Aushilfen und Saisonkräfte in kürzester Zeit einsatzbereit.

Effiziente Praxiseinsätze

Durch Praxiseinsätze bestätigten diverse Unternehmen, dass oft schon eine Woche nach der Inbetriebnahme die alten Leistungsdaten überschritten wurden. So konnte ein hessischer Lebensmittelproduzent bereits nach einer kurzen Übergangszeit die Leistung pro Mitarbeiter um mehr als 15 Prozent steigern. Die früher stichprobenartig durchgeführte Qualitätsprüfung ist seitdem vollständig entfallen, gleichzeitig sanken die Kundenreklamationen massiv. Eine ähnliche Verbesserung erzielte ein Berliner Pharmahersteller, der seinen Lagerstandort komplett umrüstete und ein neues Prämienmodell einrichtete. Ein norddeutscher Teehändler kann seit der Einführung des neuen Systems nicht nur seine Lieferzeiten verkürzen und jetzt mit einem nahezu fehlerfreien Versand aufwarten. Das Unternehmen konnte auch die gesetzlich geforderte Rückverfolgbarkeit der Ware bis zum Erzeuger im Zuge der Neueinführung erfüllen. Laut dem AutoID-Anbieter Opal ist die Entwicklung sprachgeführter Kommissioniersysteme der logische Schritt hin zur Optimierung von Kommissionieranwendungen. Nach Einschätzung des Unternehmens ist die Voice-Picking-Technologie für zahlreiche Anwender ein Ansatz, die Kommissionierung effektiver und produktiver durchzuführen.

Vorteile der Kommissionierung mit „Pick by Voice“
  • Das Ausdrucken und Verteilen von Papierlisten entfällt
  • Jede Artikelentnahme wird sofort bestätigt und geprüft
  • Real-Time-Kontrolle über den aktuellen Lagerbestand
  • Der Mitarbeiter hat stets Hände und Augen frei
  • Kein Sprachtraining mehr notwendig
  • Schnittstellen für alle gängigen ERP- und Lagerverwaltungssysteme
  • 100 Prozent Online-Anbindung an SAP ohne Middleware
  • Return on Investment (ROI) oft in unter zwölf Monaten

Sick: Staplerbetrieb – aber sicher mit RFID

Freitag, den 30. Dezember 2011 um 07:00 Uhr
Sick: Staplerbetrieb – aber sicher mit RFID

Staplergerechte RFID-Systeme sind wesentliche Bausteine effizienter Lagersteuerungs- und Warenwirtschaftssysteme und steigern die Betriebssicherheit. Mit der Schreib-/Leseeinheit Interrogator RFH620/630 und standardisierten Transpondern in verschiedenen Bauformen bietet das Unternehmen Sick eine RFID-Systemlösung im Frequenzbereich 13,56 MHz für den rauen Staplerbetrieb an. Diese sorgt als Fahrer-Assistenzsystem für mehr Sicherheit in Schmalgängen und auf den Fahrwegen.

Frank Münch von Zetes über mobile AutoID-Lösungen und globale Herausforderungen

Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 13:19 Uhr
Frank Münch von Zetes über mobile AutoID-Lösungen und globale Herausforderungen

Frank Münch ist ein Geschäftsführer und Ingenieur, der sich am wohlsten außerhalb des Tellerrandes fühlt. Mutig offenbart er Meinungen zu globalen Zusammenhängen, ruft Mitarbeiter zum kreativen Teamwork auf und ist gleichzeitig dankbar für den Halt, den er in seiner Familie genießt. Ein moderner Manager ohne Allüren, der sich nicht scheut auch Persönliches Preis zu geben und Offenheit als hohes Gut ansieht.

B&M Tricon: Von Paketversand bis Fahrverkauf

Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 10:39 Uhr
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Höhere Produktivität mit Datakey-Lösungen

Die AutoID- und MDE-Software Datakey ist das Herz der vielfältigen mobilen AutoID-Lösungen von B&M Tricon. In Anpassung an die Kundenwünsche werden laufend neue Datakey-Module entwickelt und gemeinsam mit den Kunden im Praxiseinsatz optimiert.

Bayer CropScience testet neue Wirkstoffe mit RFID-Unterstützung von Turck

Montag, den 14. Februar 2011 um 10:45 Uhr
Bayer CropScience testet neue Wirkstoffe mit RFID-Unterstützung von Turck

Funkende Pflanzensets im Forschungslabor

Wissenschaftler des Unternehmens Bayer CropScience testen in Monheim neue Wirkstoffe auf ihre Eignung als Pflanzenschutzmittel, indem sie diese nach einem definierten Verfahren vollautomatisiert auf Pflanzen sprühen. Für Transparenz und die eindeutige Identifizierung jeder Pflanze sorgt dabei das RFID-System BL ident von Turck.

IDpro von Sick: Einheitlich und proaktiv

Montag, den 03. Januar 2011 um 10:08 Uhr
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Technologieunabhängige Plattformen ermöglichen optimierte Waren- und Materialflüsse

Viele der zum Teil revolutionären Prozessverbesserungen im Waren- und Materialfluss innerhalb eines Unternehmens wären ohne den Einsatz innovativer AutoID-Techniken unmöglich gewesen. Logistikplaner und Manager werden aber auch die zukünftigen Anforderungen an eine reibungslose und transparente Intralogistik nur dann profitabel umsetzen können, wenn für jeden Schritt in der Prozesskette auch die am besten geeignete AutoID-Technologie eingesetzt wird.

RFID-Systeme von Balluff unterstützen Hängewaren-Distribution im Multi-Channel-Warehouse von Hugo Boss

Mittwoch, den 10. November 2010 um 09:39 Uhr
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„Kleidersortierung per Funk“

Der Modekonzern Hugo Boss beliefert seine Händler mit Damen- und Herrenbekleidung aus vier Modelinien. Dreh- und Angelpunkt seiner Logistik ist das Hängewaren-Distributionszentrum in Metzingen. Dort lagern 1,35 Millionen Kleidungsstücke. 100 000 davon werden jeden Tag kommissioniert und für den weltweiten Versand aufbereitet. RFID-Systeme beschleunigen die Ein- und Auslagerprozesse.

Sensorik und Prüftechnik mit RFID-Etiketten und -Transpondern von Dynamic Systems

Dienstag, den 31. August 2010 um 08:21 Uhr
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Vom Identifizieren zum Diagnostizieren

Die individuelle Kennzeichnung von Produkten mit eindeutigen Seriennummern durch (2D-)Barcode oder RFID gehört heute bei hochwertigen Industrieprodukten zum Standard. Dieser Beitrag konzentriert sich auf „high-end“ Qualitätssicherungs-Aufgaben, die über die eindeutige Kennzeichnung eines Produktes hinausgehen. Es geht um Lösungen, die zusätzlich zur Identifikation eine Anzeige von physikalischen Messdaten erlauben. Diese bauen entweder auf Basis spezieller Etiketten, passiver, semi-aktiver oder aktiver Transponder auf.

Identec Solutions installiert RFID-Echtzeitortungssystem bei Continental

Dienstag, den 03. August 2010 um 09:38 Uhr
Identec Solutions installiert RFID-Echtzeitortungssystem bei Continental

Intelligentes Auffinden von Karkassenwagen

Das Continental Werk in Aachen ist Pkw-Reifen-Zulieferer für namhafte Automobilkonzerne wie Volkswagen und Daimler. Das für die Pkw-Reifen tragende Gerüst, die Karkasse, wird in der Produktion auf entsprechenden Wägen gelagert. Auf den Gestellen war allerdings bisher nur die Karkassenart vermerkt, sodass ein Transporteur den Wagen suchen musste, um diesen der Reifenbaumaschine zuzuführen. Um diese Suchprozesse zu optimieren und die Karkassen nach dem FIFO-Prinzip weiterzuverarbeiten, hat Identec Solutions im Dezember 2009 im Werk Aachen ein Echtzeitortungssystem installiert, welches im Januar 2010 in den Live-Betrieb überführt wurde. „Von nun an werden dem Transporteur vom Karkassenverwaltungssystem eindeutige Karkassenfahrzeuge mit deren Positionen vorgegeben, sodass sich die Suchzeiten und Wartezeiten der Maschinen stark verkürzen, erklärt Herbert Hohmann, VP Sales Automotive, gegenüber „RFID im Blick“.

AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

Freitag, den 30. Juli 2010 um 08:21 Uhr
AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

Initiative für einheitliche Standards

Den Begriff AIDA kennen wir aus vielen Zusammenhängen, von der berühmten Verdi Oper bis zum Kreuzfahrtschiff. In diesem Fall ist aber die Automatisierungs-Initiative der deutschen Automobilhersteller gemeint. Die bekannten Marken Audi, BMW, Daimler und Volkswagen sind in einer entsprechenden Arbeitsgruppe überein gekommen, im Bereich der Geräteschnittstellen einen gemeinsamen Weg zu gehen. In diesem Sinne wird nun der Protokollstandard Profinet mit integrierter Personensicherheit eingesetzt, sofern im jeweiligen Einsatzfall die technischen Vorteile und der betriebswirtschaftliche Nutzen gegeben sind. Die Protokollspezifikationen sind verfügbar und können über die Profibus-Nutzerorganisation (PNO) bezogen werden.

Von Wolfgang Weber, Global Industry Manager für Verpackung, Geschäftsbereich Fabrikautomation, beim Unternehmen Pepperl+Fuchs.

Automatisierungslösungen in Verbund mit RFID-Systemen von UCS Industrieelektronik

Freitag, den 23. Juli 2010 um 12:30 Uhr
Automatisierungslösungen in Verbund mit RFID-Systemen von UCS Industrieelektronik

„Integration ist das A und O“

Bei der Integration von RFID in Prozesse ist das Konzept entscheidend. Dieses beginnt nicht „von oben“, sondern fängt bereits auf der „unteren“ Steuerungsebene an. Nicht nur die Wahl der richtigen Transponder oder der Hardware ist dabei ausschlaggebend, sondern vor allem verlässliche Partner, die mit dem Prozess vertraut sind. Nur wer die Prozesse kennt, kann sie beherrschen und den richtigen Nutzen aus der RFID-Lösung ziehen.

Von Peter Schaffhausen

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