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Der Automatisierungsgrad bestimmt das Kennzeichnungssystem

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Intelligenter Warenverkehr

Ob in der Automobilindustrie, Lagerlogistik oder im Handel - mit Kennzeichnung der einzelnen Komponenten können lückenlose Rückverfolgbarkeit und Qualitätsstandards sichergestellt werden. Dennoch setzen viele Lagerbetreiber im Bereich der Intralogistik auf manuelle Prozesse und verzichten auf moderne Technologien. In welchen Anwendungen die RFID-Etikettierung bereits eingesetzt wird und sinnvoll ist, darüber sprach „RFID im Blick“ mit Dennis Prahl, Produktmanager des Unternehmens Bluhm Systeme.

Herr Prahl, in welchen intralogistischen Prozessschritten kommen RFID-Etikettierverfahren zum Einsatz?

In der Intralogistik eignen sich RFID-Etikettiersysteme beispielsweise in der Produktion und Lagerwirtschaft, da dort Rationalisierungen und Effizienzsteigerungen gefordert sind. Der Einsatz reicht von der Integration eines Tags in ein Produkt oder in die Verpackung über die Standard-Etikettierung eines Kartons oder einer Palette sowie vom Tracking+Tracing bis hin zur vollautomatischen Produktionssteuerung. Ein aktuelles Thema ist die Etikettierung von Mehrweg-Transportbehältern.

Dass RFID und Barcode als Kennzeichnungstechnologien weiter koexistieren werden, ist unbestritten. Hinzu kommen Codierverfahren per Laser. Wie sind moderne Kennzeichnungssysteme auf die unterschiedlichen Anforderungen speziell in Lagerprozessen ausgelegt?

Die eingesetzten Technologien haben für mich alle eine Daseinsberechtigung und sind kundenindividuell und je nach Anwendung auszuwählen. Unterschiede sind im Preis, in der Beständigkeit, Sicherheit und Lesbarkeit zu finden. RFID sehe ich zudem als eine Erweiterung der bewährten Technologien, wie beispielsweise Thermotransfer-Barcode- und Inkjet-Laser-Technik. Im Vordergrund stehen die zuverlässige Anwendung und die Integration in den automatisierten Prozess. Im Fall von RFID heißt das, dass nur 100 Prozent lesbare Tags verwendet werden dürfen.

...dennoch ist immer noch keine 100-prozentige Leserate in der Praxis, beispielsweise bei der Identifikation von Paletten und Kartons, gegeben. Wie lassen sich Ihrer Ansicht nach Fehler erkennen beziehungsweise reduzieren?

Entscheidend für das 100-prozentige Auslesen von RFID-Tags ist die genaue Planung und Vorbereitung auf das Projekt, das heißt die Auswahl des passenden Transpondertypen und die Platzierung dieses Tags auf den Produkten. Beispielsweise finden im UHF-Bereich beim Auslesen auf problematischen Untergründen wie Metall oder Flüssigkeiten leistungsstarke semi-passive oder Flag Tags ihren Einsatz. Das Applizieren des Tags auf das Produkt erfordert zudem eine weitere Überprüfung. Dies ermöglicht beispielsweise ein Druckspendesystem mit Bad-Tag-Reject-Einheit, welches fehlerhafte Etiketten ausschleust. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Fehlervermeidung ist die Zuordnung von Etikett und Produkt durch eine Just-in-time 1:1-Kennzeichnung.

In welchen Bereichen der Intralogistik ist eine vollautomatische Etikettierung sinnvoll?

Automatische Kennzeichnungen eigenen sich in Produktionsstätten, in welchen eine Fließband-Etikettierung vorherrscht. Ein aktuelles Projekt, bei welchem wir als Projektpartner involviert sind, ist die Kennzeichnung von Teilen für die Automobilindustrie, welche aus einer Spritzgussanlage entnommen werden. Das Produkt erhält durch diesen Vorgang seine Seriennummer und wird „intelligent“. Dadurch ist in der Produktionssteuerung nachvollziehbar wie die weiteren Produktionsschritte aussehen, beispielsweise mit welcher Farbe die Lackierung erfolgen muss oder - bezüglich des Qualitätsmanagements - wie oft es schon lackiert wurde.

Wie erklären Sie sich, dass die RFID-Technologie im Bereich der innerbetrieblichen Warensteuerung bisher noch keinen hohen Implementierungsgrad erreicht hat?

Der Einsatz von automatisierten Prozessen ist abhängig von der Warenbewegungsmenge. Wenn der Anteil an manuellen Prozessen sehr hoch ist, bringt es dem Unternehmen keinen Vorteil, wenn ein Produkt manuell ausgelagert, in eine automatische Etikettierung eingesetzt und dann wieder entnommen wird. In diesem Fall müssen auch die Prozesse hinter der Etikettierung automatisiert sein, um einen Benefit zu generieren.

Ein visionärer Ausblick: Wann gibt es den RFID-Tag per Injekt-Druckverfahren?

Wir verfolgen das Thema mit großer Aufmerksamkeit. Wir entwickeln auch Inkjet-Systeme und sind damit einer der wenigen im Markt, die beide Technologien auch von der Entwicklungsseite her begleiten. Sicherlich ist noch ein langer Weg zurückzulegen, bis ein RFID-Tag im Inkjet-Verfahren am Fließband des produzierenden Betriebs – sozusagen am „laufenden Band“ – erzeugt werden kann. Aber wenn es dann soweit ist, dann ist Bluhm Systeme sicher ganz vorne dabei.“

Herr Prahl, vielen Dank für das Gespräch.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Bluhm Systeme GmbHBluhm Systeme GmbH
Tel. (+49) 2224-7708 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.bluhmsysteme.com
Über Bluhm Systeme: Pressefach

Balluff: Krisensicher mit Weitsicht und Fachkompetenz

Dienstag, den 06. September 2011 um 15:15 Uhr
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Das Unternehmen Balluff feiert 90-jähriges Jubiläum. Motiviert durch erfolgreiche Projekte: Norbert Popp, Leiter Produkt ID-Systeme Marketing und seit 25 Jahren bei Balluff, blickt positiv in die Zukunft. Volle Auftragsbücher, ein gutes Krisenmanagement und Engineering Know-how bescheren dem Unternehmen ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2011.

Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

Montag, den 25. Juli 2011 um 15:40 Uhr
Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

„RFID im Blick“ trifft außergewöhnliche Menschen an außergewöhnlichen Orten. Dieses Mal Dominik Rotzinger und Jürgen Heim, die Geschäftsführer der Unternehmen Warok und Psion, auf der Nordseeinsel Sylt. Wind und Wellengang vermitteln, was auch Psion mit seiner „Open Source Mobility“ ausdrücken will: Offenheit, Innovation, Stärke und Mut. Chefredakteurin Anja Van Bocxlaer sprach mit Heim und Rotzinger über ihre Strategien und die besondere Partnerschaft.

Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 07:25 Uhr
Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Auf der Intralogistik-Messe CeMAT 2011 erhielt das Unternehmen Warok den „Skeye Distributor Award 2010“. Seine Partnerschaften mit namhaften Herstellern will der Villinger Distributor weiter ausbauen. Der Aufwind in der Intralogistik ist spürbar. Die Auftragslage verbessert sich merklich. Es ist viel Bewegung auf dem Logistik-Sektor, sagt Dominik Rotzinger im Gespräch mit „RFID im Blick“.

An die Grenzen der Physik

Freitag, den 17. Juni 2011 um 08:25 Uhr
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Steigende Nachfrage für robuste Datenträger und Sensoren

Die Januarumfrage des AMA Fachverband für Sensorik lässt auf ein Rekordjahr in der Sensor- und Messtechnik schließen. Die Branche geht von 13 Prozent Umsatzsteigerung aus. „Gerade in den Emerging Markets der Schwellenländer, wo sich die Lebensgewohnheiten ändern und Fortschritte erzielt werden, erwarten wir eine stärkere Nachfrage. Ganz vorn sehe ich unter anderem die Automobilbranche und die Nahrungsmittelindustrie", erklärt Norbert Matthes, Produktmanager Geschäftsfeld Sensorik bei Contrinex.

HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie

Dienstag, den 14. Juni 2011 um 09:09 Uhr
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Das Unternehmen Balluff im Interview mit RFID im Blick

„RFID im Blick" sprach mit Ralf Pfisterer, Produkt Marketing Manager RFID-Systeme bei Balluff, über aktuelle Branchentrends, HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie und Hochtemperatur-Datenträger. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf Applikationen zwischen 200 und 300 Millimeter Reichweite mit einem Reader, der Antenne und Schnittstelle beinhaltet. In diesem Bereich wird Balluff das Produkt-Portfolio noch sehr stark ausbauen.

 

Mojix: Passive RFID für die Langstrecke

Montag, den 30. Mai 2011 um 14:04 Uhr
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UHF-Lösung ist EPC Gen2-tauglich und funkt über 200 Meter

Im Gespräch mit „RFID im Blick“ erläutert Roelof Koopmans, Managing Director von Mojix Europe, die Funktionsweise des Mojix Star-Systems. Besonders starke Antennen ermöglichen das Auslesen passiver UHF-Tags über Entfernungen, die bislang nur aktive RFID bezwingen konnte.

Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

Donnerstag, den 28. April 2011 um 15:19 Uhr
Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

CO2-Emissionen verringern – vor zwei Jahren hat sich dieser Gedanke in der Rathgeber-Gruppe gefestigt. Nach einer einjährigen Analyse ist es nun soweit: das gesamte Unternehmen ist klimaneutral gestellt. Seit dem Jahr 2011 werden nun auch die CO2 Emissionen, die die Verbrauchsmaterialien bei der Herstellung verursachen neutralisiert. „Unser Engagement beruht auf dem Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997, welches für den CO2-Ausstoß verbindliche Zertifikate festlegt. Durch den Kauf dieser Zertifikate investieren Unternehmen gleichzeitig in Klimaschutzprojekte in Schwellenländern“, berichtet Andreas Schrägle, Inhaber der RATHGEBER-Gruppe.

Schreiner Group fördert Schulprojekt in Oberschleißheim

Montag, den 04. April 2011 um 12:37 Uhr
Schreiner Group fördert Schulprojekt in Oberschleißheim

Jeder verdient eine Chance

Die Schreiner Group unterstützt 30 verschiedene soziale Initiativen aus unterschiedlichsten Bereichen und Regionen. Dazu gehören unter anderem die Schülerförderung, die Zusammenarbeit mit Institutionen, Verbänden, Hochschulen und Universitäten sowie ein breites kulturelles Engagement. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen Partnerschaften zu sozialen Einrichtungen der Region und engagiert sich für die Nachwuchsförderung. Für Helmut Schreiner, geschäftsführender Gesellschafter der Schreiner Group, ist soziales Engagement Ehren- und Herzenssache.

Dynamic Systems und Schwarz Druck fokussieren verstärkt das Thema Produktschutz

Montag, den 21. März 2011 um 11:11 Uhr
Dynamic Systems und Schwarz Druck fokussieren verstärkt das Thema Produktschutz

„Man muss den Fälschern immer einen Schritt voraus sein“

„Das Thema Produktschutz und Fälschungssicherheit findet zurzeit größere Beachtung. Denn es wird aktuell mehr gefälscht als vor ein paar Jahren.“ Diese Auffassung vertritt Dr. Harald Lossau, Geschäftsführer von Dynamic Systems, und erläutert im Interview mit „RFID im Blick“ die aktuelle Ausrichtung des Unternehmens im Bereich „Safety“ und „Security“.

Feig Electronic setzt auf Weiterentwicklung vorhandener Standards in Bibliotheken

Donnerstag, den 17. März 2011 um 10:34 Uhr
Feig Electronic setzt auf Weiterentwicklung vorhandener Standards in Bibliotheken

„Die HF-Technologie hat sich etabliert“

Als Hardwarelieferant steht das Unternehmen Feig Electronic mit den Bibliotheksanbietern, welche RFID-Komponenten einsetzen, nicht in direktem Kontakt. Vielmehr kaufen Lösungsanbieter die Hardware in großen Stückzahlen und integrieren diese in entsprechende Systeme. „Wo diese Komponenten schlussendlich verbaut werden und zum Einsatz kommen, wissen wir in der Regel erst, wenn das Projekt abgeschlossen ist. Und das auch nur dann, wenn wir zusammen mit dem entsprechenden Lösungsanbieter einen Applikationsbericht erstellen“, erklärt Marketing-Leiter Andreas Löw von Feig Electronic, der sich zusammen mit Sales Manager Dennis Fuchs, den Fragen von „RFID im Blick“ stellte.

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