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Qualitätssicherung von RFID-Inlays: Interview mit Ramin Hassan und Klaus Simonmeyer

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Qualität zahlt sich aus

Ausfälle von RFID-Etiketten wie aktuell im Bibliothekensektor bringen den guten Ruf der Technologie ins Wanken. Die Anspruchshaltung an Hersteller und Weiterverarbeiter von RFID-Inlays ist deshalb so hoch wie nie. „RFID im Blick“ sprach mit Klaus Simonmeyer von TagStar Systems und Ramin Hassan von Gera-Ident über ihren gegenwärtigen Blick auf die Technologie, über Erwartungen an ihre Lieferanten und Anforderungen ihrer Kunden.

Klaus  Simonmeyer,  Tagstar  Systems"RFID wird ja häufig mit dem Attribut der sicheren Kennzeichnung und Identifikation ohne Verwechslungsmöglichkeiten beschrieben. Unzuverlässigkeiten jeglicher Art bringen diesen Ruf ins Wanken."
Klaus Simonmeyer, TagStar Systems GmbH
Ramin  Hassan,  Gera-Ident"Von entscheidender Bedeutung ist nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Inlays selbst, sondern auch die Qualität des Deckmaterials und des Klebers. Diese beiden Komponenten können die Eigenschaften des Inlays verbessern oder verschlechtern."
Ramin Hassan, GERA-IDENT GmbH

Warum ist Qualität bei der Herstellung und Anwendung von Inlay- Produkten so wichtig?

Klaus Simonmeyer: Wer Inlays auf Kosten der Qualität möglichst preisgünstig einkauft, muss sich überlegen, ob das kaufmännisch sinnvoll ist. Denn bei der Anwendung treten bekanntlich häufig Schwierigkeiten auf. Ein aktuelles Beispiel bildet der Bibliothekensektor. Die Anwender berichten, dass im Laufe der Benutzung der Anteil der funktionierenden Etiketten schrumpft. Bei der Eingangskontrolle funktionieren noch alle, aber sie fallen relativ schnell aus.

Ramin Hassan: Für die Weiterverarbeitung bei uns ist die Anzahl defekter Inlays pro gelieferte Rolle von großer Bedeutung. Wenn beim Zulieferer etwa auf einer 5000er-Rolle 50 Inlays defekt sind, ist das für ihn überschaubar. Wir liefern unsere Produkte aber in geringeren Rollengrößen. Folgen in der Lieferung des Herstellers viele schadhafte Inlays aufeinander, bekommt der Kunde von uns Rollen, bei denen zehn oder 20 Prozent der Etiketten funktionsunfähig sind.

Hängen die Schwierigkeiten damit zusammen, dass die Inlay-Herstellung so kompliziert und hochtechnologisch ist?

Klaus Simonmeyer: Nein, wir beherrschen diesen Prozess sehr gut. Essenziell ist, dass die Ausschussrate durch die Verwendung von hochwertigem Antennenmaterial mit möglichst geringen Qualitätsschwankungen so gering wie möglich ist und die Inlays dadurch bei der Weiterverarbeitung unproblematisch sind. Aber bei jedem Produktwechsel muss die Maschine neu eingefahren werden. Bis die Herstellung stabil läuft, gibt es eine erhöhte Ausfallquote. Das ist ganz normal und lässt sich auch nicht vermeiden. Ausfälle solcher Art treten bei jedem anderen industriellen Prozess genauso auf. Um dem entgegen zu wirken, kommt es vor allem auf eine minuziöse Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung an, um sicherzustellen, dass ausschließlich einwandfreie und langzeitstabile Ware zur Auslieferung kommt.

Folgt auf solche Instabilitäten außer dem zeitlichen und finanziellen Aufwand nicht auch ein Imageverlust für RFID-Systeme bei den Nutzern?

Klaus Simonmeyer: Natürlich. RFID wird ja häufig mit dem Attribut der sicheren Kennzeichnung und Identifikation ohne Verwechslungsmöglichkeiten beschrieben. Unzuverlässigkeiten jeglicher Art bringen diesen Ruf ins Wanken. Das gilt nicht nur für den Bibliothekensektor.

Wie versuchen Sie, dem Kunden deutlich zu machen, dass die Qualität langfristig ein bedeutender Faktor ist und Ihre Preise gerechtfertigt sind, obwohl andere günstiger sind?

Ramin Hassan: Hohe Qualität hat immer ihren Preis. Dinge wie die gute Bedienbarkeit unserer Reader und die Anpassungsfähigkeit unserer Etiketten sind nicht immer direkt ersichtlich. Wir betonen, dass wir unsere Produkte fachgerecht testen. Den Teil, den der Kunde am Anfang mehr bezahlt, spart er später aufgrund der Funktionstüchtigkeit des Gesamtsystems ein.

Klaus Simonmeyer: Wir wissen zwar, dass unsere Inlays kaum mehr kosten als die der Konkurrenz und dabei qualitativ viel hochwertiger sind. Der Weiterverarbeiter sieht aber oft nur die kurzfristige Gewinnmaximierung. Aus unserer Position als Zulieferer heraus ist es bei Massenanwendungen sehr schwer, den Kunden zu überzeugen.

Wie robust müssen Inlays sein?

Klaus Simonmeyer: Bezüglich der mechanischen Stabilität von HF-Inlays ist eine gute Crimpung der Brücke und eine elektrisch und mechanisch stabile Verbindung zwischen Chip und Antenne wichtig.

Ramin Hassan: Von entscheidender Bedeutung ist nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Inlays selbst, sondern auch die Qualität des Deckmaterials und des Klebers. Diese beiden Komponenten können sowohl die elektronischen als auch die physikalischen Eigenschaften des Inlays verbessern oder verschlechtern. Das Material muss beispielsweise sauber durch den Thermotransferdrucker laufen können, ohne dass sich etwas aufbaut oder abschält, oder der Kleber muss den jeweiligen Lagerbedingungen beim Kunden standhalten. Bei jedem Auftrag stellen wir uns aber zunächst die Frage nach der benötigten Qualität. Sind die Produkte grob zu verarbeiten, reicht eine niedrigere Qualität meist aus. Je feiner die Prozesse werden, umso deutlicher trennt sich die Spreu vom Weizen.

Das Interview ist erschienen in Einblick in AutoID/RFID 2010".

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Identive Systems GmbHIdentive Systems GmbH
Tel. (+49) 8104-6495 100
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.identive-transponders.com
Über TagStar Systems: Pressefach

GERA-IDENT GmbHGERA-IDENT GmbH
Ramin Hassan
Tel. (+49) 365-830700 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.gera-ident.com
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