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RFID ist weit mehr als nur UHF

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Die Frequenz bestimmt die Anwendung

Von Peter Seeck, Prokurist bei der Fis Organisation GmbH

Jüngere Marktstudien haben ergeben, dass eine Vielzahl von Menschen den Begriff RFID unmittelbar mit UHF-Technik assoziieren, die mit ihrem geringen Marktanteil jedoch die Minorität der RFID-Technologien darstellt. RFID bezeichnet aber faktisch ein weit gefächertes Spektrum an Frequenzen, Bauformen und Einsatzgebieten. Anhand der Anforderungen an das zu taggende Gut und die erwünschte Leserate kann RFID in gängige Frequenzbereiche mit unterschiedlichen Eigenarten unterteilt werden. Bereits die Wahl des Frequenzbandes legt die späteren Optionen und Widrigkeiten fest. So kann beispielsweise im LF- und HF-Bereich heute nahezu jede erdenkliche Bauform kostengünstig realisiert werden. Im UHF-Bereich sind beeindruckende Lesedistanzen möglich, aber durchaus nicht in jeder Bauform und Umgebung.

Low Frequency (LF)

Frequenz: Kleiner 135 kHz (Typisch: 125 kHz)

Vorteile

LF-Transponder sind gut im Markt etabliert und werden in hohen Stückzahlen preiswert produziert. Sie sind extrem stabil und störresistent in ihrer Übertragung. Metallische und liquide sowie organische Umgebungen werden gut toleriert. Sie sind in vielen Standardbauformen erhältlich. Chiptypen wie EM4102 oder Hitag sind weltweit etabliert. Die Herstellung von Sonderlösungen ist einfach und preiswert auch für kleinere Stückzahlen möglich.

Nachteile

LF-Transponder erreichen nur kurze Lesedistanzen kleiner als 50 Zentimeter. Sie besitzen frequenzbedingt eine geringe Datenübertragungsrate und verfügen über sehr wenig Speicher beziehungsweise liefern nur eine vorcodierte Seriennummer. Die Miniaturisierung ist in geringerem Ausmaß als bei HF-Transpondern möglich, da viele Antennenwindungen erforderlich sind.

Klassische Einsatzgebiete

  • Personenidentifikation mittels Karte, Keyfob oder Smartclip
  • Tieridentifikation mittels Ear-Tag, Pansen-Bolus, Pigeon-Ring oder injiziertem Glastag
  • Güteridentifikation mittels Labels, Klebetags, Schraubtags, Kabelbinder oder Verguss im Gut selbst
Hitag-1-Transponder mit 125 kHz auf einem adhäsiv auf Glas haftenden Tag
Hitag-1-Transponder mit 125 kHz auf einem adhäsiv auf Glas haftenden Tag

High Frequency (HF)

Frequenz: 13,56 MHz

Vorteile

HF-Transponder haben einen guten Marktdurchsatz und daher einen relativ günstigen Preis. Sie bieten eine höhere Datenübertragungsrate als LF-Transponder, mehr und zum Teil segmentierbaren Speicher (bis acht Kilobyte) mit unabhängigen Schreib-/ Leserechten pro Segment. Chiptypen wie Mifare oder i-Code sind weltweit etabliert. Organische Umgebungen werden gut toleriert. Die Herstellung von Sonderlösungen ist einfach und preiswert auch für kleinere Stückzahlen möglich.

Nachteile

HF-Transponder erreichen nur kurze Lesedistanzen aufgrund der induktiven Kopplung von unter 80 Zentimetern. Die Lesereichweite wird durch metallische oder liquide Umgebungen deutlich beeinträchtigt.

Klassische Einsatzgebiete

  • Personenidentifikation mittels Karte, Keyfob, Wristband oder Smartclip
  • Tieridentifikation mittels Ear-Tag, Pigeon-Ring oder injiziertem Glastag
  • Güteridentifikation mittels Labels, Klebetags, Schraubtags, Nageltags, Kabelbinder, Plombentags oder Verguss im Gut selbst
Legic- und Mifare-Smartclips mit 13,56 MHz-Technik
Legic- und Mifare-Smartclips mit 13,56 MHz-Technik

Passive Ultra High Frequency (UHF)

Frequenz: 860 - 960 MHz (Europa = 868 MHz)

Vorteile

Passive UHF-Transponder nutzen elektromagnetische Wellen zur Übertragung, wodurch eine erheblich größere Lesedistanz als bei den induktiven Systemen ermöglicht wird. Die Lesedistanz kann je nach Umgebung durchaus mehrere Meter betragen. Passive UHF-Transponder sind preiswert und dank EPC-Standard weltweit etabliert.

Nachteile

Erhebliche Beeinträchtigung durch metallische, liquide oder organische Umgebung. UHF-Technik ist bei wechselnden oder unvorhersehbaren Umgebungsbedingungen äußerst volatil. Die Herstellung von Sonderlösungen ist nur dann einfach und preiswert, wenn hierzu das Antennenlayout nicht geändert werden muss.

Klassische Einsatzgebiete

  • Güteridentifikation mittels Labels, Klebetags oder Schraubtags
UHF-Label für Windschutzscheiben ermöglichen den Zutritt zu Parkanlagen.
UHF-Label für Windschutzscheiben ermöglichen den Zutritt zu Parkanlagen.

Aktive Ultra High Frequency (UHF)

Frequenz: 860 - 960 MHz (Europa: 868 MHz) / 2,54 GHz

Vorteile

Aktive UHF-Transponder verfügen über eine eigene Stromversorgung, welche eine erheblich größere Sendeleistungen ermöglicht. Die Lesedistanz kann je nach Umgebung durchaus mehrere hundert Meter betragen. Frequenzbedingt kann eine hohe Datenübertragungsrate erzielt werden.

Nachteile

Erhebliche Beeinträchtigung ergeben sich durch metallische, liquide oder organische Umgebung. Aktive Transponder benötigen eine Stromquelle, die periodisch erneuert werden muss. Sie sind in der Regel recht groß und können nicht miniaturisiert werden. 2,54 GHz-Transponder fallen nicht unter den EPC-Standard, wodurch die Bezugsfähigkeit und der Einsatz in unabhängigen Infrastrukturen erschwert wird. Sie sind in der Regel erheblich teurer als passive Systeme. Die Herstellung von Sonderlösungen ist möglich, aber generell auf die Gehäuseform ohne Veränderung der elektronischen Komponenten beschränkt.

Klassische Einsatzgebiete

  • Long-Distance Güteridentifikation mittels Schraubtags
  • Ortung und Verfolgung von Gütern und Fahrzeugen
Aktiver UHF-Transponder mit 2,54 GHz zur optischen Ortung von Containern
Aktiver UHF-Transponder mit 2,54 GHz zur optischen Ortung von Containern
„RFID“ more than „UHF“ only
"the idea of RFID directly UHF technologies. But with their slight market share the UHF represent only the minority of RFID technologies. Factual means RFID a wide diversified spectrum of frequencies, shapes and application areas.
RFID could be subdivided in common frequency areas and their different characters to get the desired reading rate and to hit all requirements for the properties which should been tagged.
The choice of the frequency already defines later on the possibilities and adversities. For example it’s actually no problem to realize nearly every shape in the LF and HF areas for economic. Getting impressing reading distances in the UHF areas isn’t really a problem but it is not possible in any shape and/or location."
Peter Seeck, Prokurist bei der Fis Organisation GmbH
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Fis Organisation GmbHFis Organisation GmbH
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Sick: Staplerbetrieb – aber sicher mit RFID

Freitag, den 30. Dezember 2011 um 07:00 Uhr
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Staplergerechte RFID-Systeme sind wesentliche Bausteine effizienter Lagersteuerungs- und Warenwirtschaftssysteme und steigern die Betriebssicherheit. Mit der Schreib-/Leseeinheit Interrogator RFH620/630 und standardisierten Transpondern in verschiedenen Bauformen bietet das Unternehmen Sick eine RFID-Systemlösung im Frequenzbereich 13,56 MHz für den rauen Staplerbetrieb an. Diese sorgt als Fahrer-Assistenzsystem für mehr Sicherheit in Schmalgängen und auf den Fahrwegen.

Frank Münch von Zetes über mobile AutoID-Lösungen und globale Herausforderungen

Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 13:19 Uhr
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Frank Münch ist ein Geschäftsführer und Ingenieur, der sich am wohlsten außerhalb des Tellerrandes fühlt. Mutig offenbart er Meinungen zu globalen Zusammenhängen, ruft Mitarbeiter zum kreativen Teamwork auf und ist gleichzeitig dankbar für den Halt, den er in seiner Familie genießt. Ein moderner Manager ohne Allüren, der sich nicht scheut auch Persönliches Preis zu geben und Offenheit als hohes Gut ansieht.

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Mittwoch, den 08. Juni 2011 um 10:39 Uhr
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Höhere Produktivität mit Datakey-Lösungen

Die AutoID- und MDE-Software Datakey ist das Herz der vielfältigen mobilen AutoID-Lösungen von B&M Tricon. In Anpassung an die Kundenwünsche werden laufend neue Datakey-Module entwickelt und gemeinsam mit den Kunden im Praxiseinsatz optimiert.

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Montag, den 14. Februar 2011 um 10:45 Uhr
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Funkende Pflanzensets im Forschungslabor

Wissenschaftler des Unternehmens Bayer CropScience testen in Monheim neue Wirkstoffe auf ihre Eignung als Pflanzenschutzmittel, indem sie diese nach einem definierten Verfahren vollautomatisiert auf Pflanzen sprühen. Für Transparenz und die eindeutige Identifizierung jeder Pflanze sorgt dabei das RFID-System BL ident von Turck.

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Montag, den 03. Januar 2011 um 10:08 Uhr
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Technologieunabhängige Plattformen ermöglichen optimierte Waren- und Materialflüsse

Viele der zum Teil revolutionären Prozessverbesserungen im Waren- und Materialfluss innerhalb eines Unternehmens wären ohne den Einsatz innovativer AutoID-Techniken unmöglich gewesen. Logistikplaner und Manager werden aber auch die zukünftigen Anforderungen an eine reibungslose und transparente Intralogistik nur dann profitabel umsetzen können, wenn für jeden Schritt in der Prozesskette auch die am besten geeignete AutoID-Technologie eingesetzt wird.

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Mittwoch, den 10. November 2010 um 09:39 Uhr
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„Kleidersortierung per Funk“

Der Modekonzern Hugo Boss beliefert seine Händler mit Damen- und Herrenbekleidung aus vier Modelinien. Dreh- und Angelpunkt seiner Logistik ist das Hängewaren-Distributionszentrum in Metzingen. Dort lagern 1,35 Millionen Kleidungsstücke. 100 000 davon werden jeden Tag kommissioniert und für den weltweiten Versand aufbereitet. RFID-Systeme beschleunigen die Ein- und Auslagerprozesse.

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Dienstag, den 31. August 2010 um 08:21 Uhr
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Vom Identifizieren zum Diagnostizieren

Die individuelle Kennzeichnung von Produkten mit eindeutigen Seriennummern durch (2D-)Barcode oder RFID gehört heute bei hochwertigen Industrieprodukten zum Standard. Dieser Beitrag konzentriert sich auf „high-end“ Qualitätssicherungs-Aufgaben, die über die eindeutige Kennzeichnung eines Produktes hinausgehen. Es geht um Lösungen, die zusätzlich zur Identifikation eine Anzeige von physikalischen Messdaten erlauben. Diese bauen entweder auf Basis spezieller Etiketten, passiver, semi-aktiver oder aktiver Transponder auf.

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Dienstag, den 03. August 2010 um 09:38 Uhr
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Intelligentes Auffinden von Karkassenwagen

Das Continental Werk in Aachen ist Pkw-Reifen-Zulieferer für namhafte Automobilkonzerne wie Volkswagen und Daimler. Das für die Pkw-Reifen tragende Gerüst, die Karkasse, wird in der Produktion auf entsprechenden Wägen gelagert. Auf den Gestellen war allerdings bisher nur die Karkassenart vermerkt, sodass ein Transporteur den Wagen suchen musste, um diesen der Reifenbaumaschine zuzuführen. Um diese Suchprozesse zu optimieren und die Karkassen nach dem FIFO-Prinzip weiterzuverarbeiten, hat Identec Solutions im Dezember 2009 im Werk Aachen ein Echtzeitortungssystem installiert, welches im Januar 2010 in den Live-Betrieb überführt wurde. „Von nun an werden dem Transporteur vom Karkassenverwaltungssystem eindeutige Karkassenfahrzeuge mit deren Positionen vorgegeben, sodass sich die Suchzeiten und Wartezeiten der Maschinen stark verkürzen, erklärt Herbert Hohmann, VP Sales Automotive, gegenüber „RFID im Blick“.

AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

Freitag, den 30. Juli 2010 um 08:21 Uhr
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Initiative für einheitliche Standards

Den Begriff AIDA kennen wir aus vielen Zusammenhängen, von der berühmten Verdi Oper bis zum Kreuzfahrtschiff. In diesem Fall ist aber die Automatisierungs-Initiative der deutschen Automobilhersteller gemeint. Die bekannten Marken Audi, BMW, Daimler und Volkswagen sind in einer entsprechenden Arbeitsgruppe überein gekommen, im Bereich der Geräteschnittstellen einen gemeinsamen Weg zu gehen. In diesem Sinne wird nun der Protokollstandard Profinet mit integrierter Personensicherheit eingesetzt, sofern im jeweiligen Einsatzfall die technischen Vorteile und der betriebswirtschaftliche Nutzen gegeben sind. Die Protokollspezifikationen sind verfügbar und können über die Profibus-Nutzerorganisation (PNO) bezogen werden.

Von Wolfgang Weber, Global Industry Manager für Verpackung, Geschäftsbereich Fabrikautomation, beim Unternehmen Pepperl+Fuchs.

Automatisierungslösungen in Verbund mit RFID-Systemen von UCS Industrieelektronik

Freitag, den 23. Juli 2010 um 12:30 Uhr
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„Integration ist das A und O“

Bei der Integration von RFID in Prozesse ist das Konzept entscheidend. Dieses beginnt nicht „von oben“, sondern fängt bereits auf der „unteren“ Steuerungsebene an. Nicht nur die Wahl der richtigen Transponder oder der Hardware ist dabei ausschlaggebend, sondern vor allem verlässliche Partner, die mit dem Prozess vertraut sind. Nur wer die Prozesse kennt, kann sie beherrschen und den richtigen Nutzen aus der RFID-Lösung ziehen.

Von Peter Schaffhausen

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