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Logistische RFID-Systeme in Bibliotheken von Assion Electronic

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Virtuelle Bestandserfassung und mobile Sortiervorgänge von Büchern

Ein mit einer Leseeinheit ausgestatteter Bücherwagen erfasst die getaggten Medien und zeigt über ein Display an, an welchem Ort in der Bibliothek das Objekt platziert werden muss.
Ein mit einer Leseeinheit ausgestatteter Bücherwagen erfasst die getaggten Medien und zeigt über ein Display an, an welchem Ort in der Bibliothek das Objekt platziert werden muss.
Vielfach existieren innerhalb von Bibliotheken Medienbestände, die bisher nicht oder nur unzureichend erfasst wurden. Um diese teilweise im Privatbesitz befindlichen Medien in Form einer virtuell zusammengefassten Bibliothek zur Verfügung zu stellen, hat das Unternehmen Assion Electronic ein System zur Administration der Bücher entwickelt, das seit Sommer 2009 bei der Universität zu Köln, Center for Ambient Business, als Prototyp installiert ist. Zudem wird an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ein damit verbundenes mobiles Sortiersystem seit Frühjahr 2009 als Pilot getestet. Über die Eigenschaften der Systeme sprach „RFID im Blick“ mit Ewald Assion, Geschäftsführer von Assion Electronic.

Standortermittlung von Büchern

Um eine permanente Übersicht der Bücher, CDs und DVDs in den Regalen zu realisieren, sind im Testaufbau an der Universität zu Köln alle Objekte mit RFID-Labels ausgezeichnet. Diese sind in mit Lesegeräten ausgestatteten Regalen platziert. Darüber hinaus sind in den Zugangsbereichen von abgetrennten Räumen beziehungsweise Büros Lesegeräte installiert, um die Bewegungen der Medien nachvollziehen zu können. Aus der Erfassung der Bewegungen lassen sich Standort und Status eines Mediums ermitteln. Wird ein Buch aus einem Regal entnommen, dann erkennt das System, dass sich das Buch nicht mehr im Regal, aber im Büro befindet. Beim Verlassen des Büros wird das Objekt ebenfalls von einem Lesegerät erfasst und identifiziert, sodass der Benutzer nun weiß, dass das Buch entliehen ist. „Ist das Buch in einem Raum auf dem Schreibtisch liegen geblieben, dann wird es als ‚im Büro vorhanden‘ gekennzeichnet. Stellt der Benutzer das Buch aber wieder ins Regal, wird das Objekt sofort identifiziert und als ‚vorhanden‘ gekennzeichnet“, erklärt Ewald Assion.

Einsatz auf Holz und Metall

Alle Daten sind in einem Netzwerk integriert, welches über ein enstprechendes Terminal oder einen PC Auskunft darüber gibt, wo sich die Objekte befinden. „Zum Einsatz kommen spezielle HF-Transponder sowie Lesesysteme und Antennen, die es in dieser Form am Markt nicht gibt. Diese sind als Prototypen an der Universität zu Köln installiert. Demnächst werden wir weitere Pilotinstallationen vornehmen, um das System weiter zu optimieren“, so der Geschäftsführer. Der Einsatz des Systems sei sowohl auf Holz- als auch auch auf Metallregalböden möglich. So wäre auch eine Nachrüstung auf Metallgestelle denkbar.

Zielgenaue Sortiervorgänge

An der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ist als Ergänzung ein mobiles Identifikationssystem als Pilotinstallation im Einsatz. Die getaggten Bücher, die sich aus einem Verleihvorgang auf einem Tisch befinden, werden hierbei auf ein mit Leseeinheiten ausgestatteten Bücherwagen gestellt. Der Wagen erfasst die Bücher und zeigt auf einem integrierten Tablet-PC an, an welchen Ort der Bibliothek die Bücher platziert werden müssen. „Dieses System ermöglicht ein zielgenaues Einsortieren der Bücher. Zudem lassen sich Vorsortierungen durchführen, welche Wegeoptimierungen ermöglichen“, erläutert der Fachmann. Sobald der Bücherwagen an dem korrekten Regal vorbeifährt, zeigt dieser über LEDs an, welche Bücher in dieses Regal einsortiert werden müssen. „Die Marktfähigkeit der Systeme prüfen wir ab Januar 2010. Dann wird es erste Piloteinsätze in Bibliotheken geben. Ein Interessent ist beispielsweise ein Bibliotheksbetreiber in Sibirien. Mit deutschen Bibliotheken befinden wir uns zurzeit noch in Verhandlungen“, schildert der Geschäftsführer.

Stärkere Automatisierung gewünscht

„Allgemein möchten wir die vollautomatische Verbuchung der Medien und den Entleihvorgang im Bibliothekswesen stärker automatisieren. Weitere Möglichkeiten ergeben sich in der Erkennung von Ausleihungen bei Einzelpersonen, beispielsweise in einem engeren Kreis von Wissenschaftlern. Über den Ausleihvorgang von wissenschaftlichen Büchern ließe sich erkennen, welche Person ein spezielles Thema bereits bearbeitet hat und somit über ein Know-how auf diesem Gebiet verfügt. Hier müssten nur die Datenschutzregeln geklärt und das Einverständnis der jeweiligen Wissenschaftler eingeholt werden“, resümiert Assion.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Assion Electronic GmbHAssion Electronic GmbH
Ewald Assion
Tel. (+49) 2208-90056 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.assion.eu
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