Hacken auch für Laien möglich?
Ein Kommentar von Dierk Früchtenicht, Entwicklungsleiter bei PAV
Sicherlich braucht die entsprechende Person IT-Know-how, um ein Sicherheitszutrittssystem zu knacken. Aber sobald jemand die Anleitung dazu öffentlich gemacht hat, ist es auch für Laien möglich, diesen Weg nachzuvollziehen. Eine Schlüssellänge von 256 Bit für eine bestimmte Verschlüsselung ist heute noch sicher, aber das gilt möglicherweise nicht mehr in zehn Jahren.
Sollten aber sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit in einem speziellen Bereich verlangt sein, dann sollte ein dann sollte ein Mikrocontroller-Chip eingesetzt werden, welcher selbstständig kryptografische Rechenoperationen durchführt und einen sicheren Zufallszahlengenerator hat. Diese Chips sind sozusagen echte kleine Computer mit eigenem Betriebsystem, welche in der Lage sind die aufwendigen komplizierten Verschlüsselungsprogramme umzusetzen. Es existieren zwei verschiedene Varianten: Mikrocontroller mit nativem Betriebssystem und vorgegebenen Operationen und auf Java-basierende Systeme, welche mit sogenannten Applets arbeiten. Letztere können dann sehr flexibel an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Da das Betriebssystem sich in einem nichtveränderlichen Speicher befindet, kann dieses nicht gelöscht werden, sondern es ist fest in den Chip integriert. Durch die Weiterentwicklung der Betriebssysteme und der Chips werden die Sicherheitsstandards immer weiter verbessert und so sollte ein über mehrere Jahre sicheres System gewährleistet sein.
Mikrocontroller-Chips schützen vor Kompromittierung von Hochsicherheitsbereichen

