Interview mit Jürgen Heim, Managing Director, Psion Teklogix, zur Integration der RFID-Technologie in die Fashion-Branche
Die Integration der RFID-Technologie in die Fashion-Branche wird bereits seit Jahren erprobt. Die kooperative Zusammenarbeit von Händlern und Produzenten, die offene Logistikkette und die Herausforderung an große Handelsketten haben die Integration zu einer eher schleppenden Erfolgsstory gemacht. Gibt es aus Sicht eines Handheld-Herstellers auch Einstiegshürden oder sind die Geräte quasi sofort einsetztbar?
Worin liegen gerade für die Fashion-Branche die möglichen Vorteile?
Gerade bei Inventurarbeiten spielt die RFID-Technologie gegenüber dem Barcode ihre volle Leistungsfähigkeit aus. Die Vorteile ergeben sich aus der Möglichkeit, komplette Einheiten im Pulk zu erfassen, sodass kein direkter Sicht- sowie Berührungskontakt bei der Datenerfassung mehr notwendig ist. So kann extrem viel Zeit gespart werden. Darüber hinaus liefert RFID Informationen in Echtzeit darüber, welche Artikel noch in ausreichender Stückzahl am Lager sind und welche automatisch nachbestellt werden. Am POS werden diese Informationen mit Lesegeräten an den Kassen aufgenommen und direkt im Warenwirtschaftssystem verbucht. Nicht zuletzt dient RFID auch der Warensicherung, sodass künftig die klobigen Sicherungsmarken durch Textil-Tags ersetzbar sind, die wiederum von RFID-Gates ausgelesen werden.
Was müssen Anwender aus der Textilbranche bei der Integration von RFID-Lösungen beachten?
Grundsätzlich ist es so, dass Unternehmen zuerst ihre eigenen Prozesse genau analysieren sollten, bevor sie sich für eine bestimmte Technologie entscheiden. So kann es durchaus sein, dass für ein Unternehmen – allein aufgrund der bestehenden Prozessstruktur – der Einsatz von Barcodes deutlich effektiver ist als die Implementierung von RFID-Technologie. In diesem Zusammenhang ist dann auch die Multifunktionalität der eingesetzten Handheld-Computer von großer Bedeutung. Mit dem Workabout Pro G2 können Kunden beispielsweise sehr schnell ihre Reader-Einheiten von Scannern für Barcodes auf Lesegeräte für RFID umstellen. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, beide Reader-Einheiten vereint in einem Mobil-Computer zu betreiben. Dadurch erhält das Unternehmen eine Investitionssicherheit, die einen Technologiewechsel beziehungsweise eine -kombination reibungslos und ohne großen finanziellen Aufwand ermöglicht.
Vorteile in der Fashion-Branche
