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AIDA und RFID erschließen neue Anwendungsfelder in der Automobilindustrie

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Initiative für einheitliche Standards

Den Begriff AIDA kennen wir aus vielen Zusammenhängen, von der berühmten Verdi Oper bis zum Kreuzfahrtschiff. In diesem Fall ist aber die Automatisierungs-Initiative der deutschen Automobilhersteller gemeint. Die bekannten Marken Audi, BMW, Daimler und Volkswagen sind in einer entsprechenden Arbeitsgruppe überein gekommen, im Bereich der Geräteschnittstellen einen gemeinsamen Weg zu gehen. In diesem Sinne wird nun der Protokollstandard Profinet mit integrierter Personensicherheit eingesetzt, sofern im jeweiligen Einsatzfall die technischen Vorteile und der betriebswirtschaftliche Nutzen gegeben sind. Die Protokollspezifikationen sind verfügbar und können über die Profibus-Nutzerorganisation (PNO) bezogen werden.

Von Wolfgang Weber, Global Industry Manager für Verpackung, Geschäftsbereich Fabrikautomation, beim Unternehmen Pepperl+Fuchs.

Die Ident Control in AIDA-gerechter Ausführung mit zwei RJ45-Buchsen zur Kommunikation und Weiterleitung der Signale
Die Ident Control in AIDA-gerechter Ausführung mit zwei RJ45-Buchsen zur Kommunikation und Weiterleitung der Signale
Der Übergang von den Feldbussystemen zu Ethernet stellt einen beachtlichen Paradigmen-Wechsel dar. Dies ist aber nicht nur der weiten Verbreitung dieser Schnittstelle geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass mit der Festlegung auf Profinet eine Installationsrichtlinie zur Verfügung steht, in der auch Steckertypen, Leitungen und Anschlusslängen eindeutig beschrieben worden sind. Damit ist kompromisslos Kompatibilität realisiert, womit der Austausch von Geräten auch unterschiedlicher Hersteller jederzeit möglich ist und sich somit klare Vorteile bei der Instandhaltung ergeben.

Bei den Steckverbindern beziehungsweise Kabeldosen hat man sich auf eine rechteckige Bauform mit Push-Pull-Kupplung geeinigt. Bei der nachfolgenden Gerätebeschreibung kommen sowohl eine Ausführung für RJ45 (nach IEC PAS 61076-3-117) als auch als 5-poliger MSTB-Stecker jeweils mit der Schutzart IP 67 zum Einsatz. Bezüglich der Übertragungseigenschaften genügt der RJ45-Stecker der Kategorie CAT5 (IEC 11801:2002) beziehungsweise CAT5e (TIA 568B:2001) Das stabile Gehäuse in Zink-Druckguss gewährleistet zudem Stabilität und Zuverlässigkeit.

Ident Control folgt der AIDA-Richtlinie

Die Grundidee bei der Entwicklung der Ident Control bei Pepperl+Fuchs war die Realisierung einer System übergreifenden Standardkomponente. Eingangsseitig können die unterschiedlichsten RFID-Schreib- und Lesegeräte angeschlossen werden, während ausgangsseitig alle im industriellen Bereich üblichen Schnittstellen angeboten werden können. Dies gilt für die gängigen seriellen Anbindungen (RS 232, RS 485 und RS 422), aber auch für Feldbusse wie Profibus, DeviceNet oder Ethernet. In dem hier beschriebenen Fall ist es nun die Profinet-Schnittstelle mit ihrer zukunftsweisenden Ethernet-Grundstruktur. Dabei wurde durch die doppelte Auslegung der RJ45-Buchse und der Integration eines Switches auch das Weiterleiten der Signale ermöglicht. Obwohl Ethernet eigentlich eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung darstellt, kann dennoch eine lineare Busstruktur aufgebaut werden. Zudem stehen weiterhin viele Ethernetprotokolle zur Verfügung, wie SMTP, HTTP, TCP/IP, MODBUS und EtherNet/IP.

Webserver für Fernwartung

Der RJ45-Gerätestecker mit Push-Pull-Kupplung und Schutzart IP67
Der RJ45-Gerätestecker mit Push-Pull-Kupplung und Schutzart IP67
Die Ident Control bietet die Anschlussmöglichkeit von bis zu vier RFID-Schreib-/Leseköpfen oder alternativ zwei Readern und zwei Triggersensoren. Mit dem integrierten Bedienpanel mit vier Funktionstasten und einem zweizeiligen Display lassen sich Systemkonfigurationen und Parameter der angeschlossen Peripherie auswählen und einstellen. Der eingebaute Webserver erlaubt den Zugriff auf das Gerät via Browser und Internet zur Fernwartung oder Fehlerdiagnose.

Das stabile Aluminiumgehäuse genügt der Schutzart IP 67 und kann auf der DIN-Hutschiene im Schaltschrank montiert werden. Die rechteckige Bauform mit der geringen Einbauhöhe von 70 Millimetern wurde speziell dafür ausgelegt. Alternativ kann das Gerät auch im Feld montiert werden.

Offen für Anwendungen in der Fabrikautomation

Die RFID-Technologie erschließt heute ein Anwendungsfeld nach dem anderen. Die Möglichkeit, Daten nicht nur kontaktlos zu lesen, sondern auch zu schreiben, erhöht die Attraktivität gegenüber anderen Identifikationsmethoden. Das Spektrum reicht von der Werkzeugidentifikation, über die Teileverfolgung in den unterschiedlichsten Prozessen bis hin zum Fälschungsschutz. Die Varianz der Materialien ist genauso unbegrenzt, wie die jeweiligen Anforderungen der Umgebungsbedingungen. Die Identifikation eines RFID-Transponders in einem Metallteil stellt völlig andere Anforderungen an die Technik als die Identifikation einer Holzpalette auf einem Lkw in relativ großer Entfernung. Deswegen kommen zum einen unterschiedliche Frequenzen zum Einsatz, die typischerweise bei 125 kHz beginnen (LF), sich dann zu 13,56 MHz (HF) bewegen und schließlich mit 868 MHz (UHF) oder 2,45 GHz enden.

Individuelle Anpassungen

Der MSTB-Stecker zur Spannungsversorgung in analoger Ausführung zu den AIDA-RJ45-Steckern
Der MSTB-Stecker zur Spannungsversorgung in analoger Ausführung zu den AIDA-RJ45-Steckern
Jede dieser Frequenzen zeigt ihre ganz spezifischen Vor- und Nachteile bezüglich der Reichweiten und Datenübertragungsraten sowie der Verträglichkeit mit umgebenden Materialien. Dazu kommt, dass die jeweiligen Anforderung auch innerhalb eines Frequenzbandes unterschiedliche Ausprägungen des Antennendesigns erfordern, beziehungsweise auch die Kapselung von Transpondern zum Schutz vor aggressiven Umweltbedingungen. Dies führt zu einer schier unüberschaubaren Vielfalt von Transponderformen und auch Readern, die teilweise für die Anwendungen regelrecht maßgeschneidert werden müssen.

Vielfältige Anschlussmöglichkeiten

Umso segensreicher ist es, dass an die Ident Control Reader alle Frequenzen und unterschiedliche Bauformen auch in gemischter Zusammenstellung angeschlossen werden können. Und dies steckbar, praktisch in einem Plug-and-Play-Verfahren. Standardisierte Stecker und Schnittstellen ermöglichen dies und geben damit dem Anwender eine einmalige Investitionssicherheit, da seine Verbindung zu dem übergeordneten Steuerungssystem von der Auswahl der Reader unberührt bleibt. Die Integrationskomponente Ident Control sorgt somit dafür, dass selbst beim Austausch eines Readers und Wechsel zu einer anderen Frequenz die ausgangsseitige Verbindung zur Steuerung vollkommen unberührt bleibt. Dies spart im Fall des Falles im erheblichen Umfang Kosten und vermeidet den Verlust an Zeit.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Pepperl+Fuchs GmbHPepperl+Fuchs GmbH
Dr. Konrad Kern
Tel. (+49) 621-776 1111
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.pepperl-fuchs.com
Über Pepperl+Fuchs: Pressefach

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Von Peter Schaffhausen

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