Die im TecDAX gelistete SMARTRAC N.V. hat heute ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2010 veröffentlicht. Die RFID-Industrie ist im ersten Halbjahr 2010 dynamisch gewachsen. SMARTRAC hat diese Dynamik nicht nur erfolgreich genutzt, sondern ist insgesamt stärker gewachsen als der Markt. SMARTRAC erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010 einen Konzern-Umsatz von EUR 80,8 Millionen und erzielte damit eine Steigerung von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 59,1 Millionen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 48 Prozent von EUR 6,6 Millionen auf EUR 9,8 Millionen zu. Die EBITDA-Marge von 12 Prozent im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zu 11 Prozent im Vorjahr entsprach dabei nicht den Erwartungen und Möglichkeiten des Unternehmens. Der Konzern-Periodenüberschuss für die ersten sechs Monate 2010 lag bei EUR 5,8 Millionen im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 1,8 Millionen.
Konzern-Umsatz
Der SMARTRAC-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010 Umsatzerlöse von EUR 80,8 Millionen. Der Konzern-Umsatz stieg um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 59,1 Millionen. Der Anstieg war insbesondere auf die positive Entwicklung der Business Units eID, Cards und Industry & Logistics zurückzuführen. In der Business Unit eID wirkte sich die weitere Erholung der Nachfrage nach elektronischen Reisepässen im U.S.-Projekt positiv aus, in der Business Unit Cards führte eine anhaltend hohe Nachfrage nach Transpondern für kontaktlose Kreditkarten (e-Payment) zu einem erfreulichen Wachstum. In der Business Unit Industry & Logistics trugen die Erholung der Automobilindustrie sowie das starke Wachstum in den anderen Produktlinien der Business Unit zum Wachstum des Konzerns bei.
Im Security-Segment (Business Units Cards und eID) verzeichnete SMARTRAC im ersten Halbjahr 2010 einen Umsatzanstieg von 34 Prozent auf EUR 60,1 Millionen gegenüber EUR 45,0 Millionen im Vergleichszeitraum 2009. Der Anteil des Security-Segments am Konzern-Umsatz im ersten Halbjahr 2010 lag bei 74 Prozent im Vergleich zu 76 Prozent im ersten Halbjahr 2009.
Der Umsatz im Industry-Segment (Business Units Industry & Logistics und Tickets & Labels) stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 47 Prozent von EUR 13,6 Millionen auf EUR 20,1 Millionen in den ersten sechs Monaten 2010. Der Anteil am Konzern-Umsatz betrug damit 25 Prozent gegenüber einem Anteil von 23 Prozent im Vergleichszeitraum 2009.
SMARTRAC Finanzkennzahlen im Überblick:

Konzern-EBITDA
Das Konzern-EBITDA von EUR 9,8 Millionen im ersten Halbjahr 2010 stieg um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 6,6 Millionen. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 12 Prozent im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zu 11 Prozent im Jahr zuvor. Allerdings wurde die Profitabilität durch verschiedene Faktoren belastet. So erhöhte sich kundenbezogen der Anteil an Mikrochip-Umsätzen, was zu einer Verwässerung der Profitabilität führte. Darüber hinaus belastete der Aufbau der Produktion in Malaysia weiterhin das Ergebnis. Bereits zu Beginn des Jahres 2010 wurden Ineffizienzen in der Produktion erkannt. Diese wurden vor allem vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Auslastung der Hauptproduktionsstätten erwartungsgemäß deutlich. SMARTRAC hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet und im Laufe des zweiten Quartals die Verantwortung für die Produktion an ein neues Team übertragen, um im Laufe des dritten und vierten Quartals 2010 eine Verbesserung der operativen Kennzahlen zu erreichen.
Das EBITDA im Security-Segment stieg in den ersten sechs Monaten 2010 um 17 Prozent auf EUR 9,1 Millionen verglichen mit EUR 7,7 Millionen im Jahr 2009. Ein kundenbezogener, höherer Anteil an Mikrochip-Umsätzen insbesondere in der Business Unit eID und Anpassungen in der Produktion waren die Gründe für den unterproportionalen Anstieg.
Das EBITDA im Industry-Segment lag im ersten Halbjahr 2010 bei EUR 1,4 Millionen im Vergleich zu EUR 0,5 Millionen im Vergleichszeitraum 2009. Ausschlaggebend für die Profitabilität des Industrie-Segments war das sehr gute Ergebnis der Business Unit Industry & Logistics, wohingegen der Aufbau der Produktion in Malaysia weiterhin die Profitabilität des Segments und des Unternehmens insgesamt erheblich belastete.
Konzern-Periodenüberschuss
Der Konzern-Periodenüberschuss von EUR 5,8 Millionen entspricht einem Anstieg von 213 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 1,8 Millionen. Unter Berücksichtigung der Umrechnungseffekte bei Fremdwährungen ergab sich im ersten Halbjahr 2010 ein Gesamtergebnis von EUR 8,4 Millionen im Vergleich zu EUR 1,6 Millionen im Vergleichszeitraum 2009.
Finanzposition
Die Bilanzsumme der Konzern-Bilanz zum 30.06.2010 betrug EUR 220,6 Millionen. Sie lag damit 6 Prozent über der Bilanzsumme von EUR 208,3 Millionen am Bilanzstichtag 31.12.2009. Das Eigenkapital betrug EUR 133,3 Millionen und lag damit um 7 Prozent über dem Wert zum 31.12.2009 von EUR 124,6 Millionen.
Mit einer Eigenkapitalquote von 60 Prozent und einer Nettoverschuldung von EUR 21,9 Millionen besitzt SMARTRAC solide Finanzkennzahlen, um die Herausforderungen und Möglichkeiten des beschleunigten Wachstums zu bewältigen.
Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit lag in den ersten sechs Monaten 2010 bei minus EUR 1,7 Millionen gegenüber einem Minus von 1,5 Million im Vorjahr. Der gestiegene Konzern-Periodenüberschuss im ersten Halbjahr 2010 wurde dabei durch ein höheres Working Capital kompensiert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug zum Stichtag 30. Juni 2010 EUR 8,9 Millionen im Vergleich zu einem Mittelzufluss von EUR 1,6 Millionen im Vergleichszeitraum 2009. Maßgebliche Investitionen wurden für die Erweiterung der Produktionskapazitäten an verschiedenen Standorten sowie den Neubau am deutschen Produktionsstandort in Reichshof-Wehnrath getätigt.
Ausblick
Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 und insbesondere die weitere Belebung des Geschäfts im zweiten Quartal, zeigen deutlich, welche Wachstumsdynamik das dezidierte RFID-Geschäftsmodell von SMARTRAC besitzt. Der Vorstand ist aufgrund der gegenwärtigen Visibilität in das zweite Halbjahr und unterstützt durch den bereits begonnenen Ausbau der Produktionskapazitäten zuversichtlich für die weitere Entwicklung des Geschäftsjahres 2010.
Dementsprechend erhöht SMARTRAC heute die Umsatzerwartung für das Jahr 2010. Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2010 mit einem Umsatz von rund EUR 165 Millionen (bisher: EUR 140-150 Millionen), was einem Wachstum von 29 Prozent gegenüber dem Umsatz von EUR 127,9 Millionen im Jahr 2009 entspricht. Der Vorstand ist zuversichtlich, eine Verbesserung der Profitabilität im zweiten Halbjahr zu erreichen und bekräftigt die Erwartung, die EBITDA Marge gegenüber dem Vorjahr zu verbessern.
Im zweiten Halbjahr 2010 hat die Verbesserung der operativen Kennziffern höchste Priorität für das Management Team, um das viel versprechende Umsatzwachstum in eine steigende Profitabilität zu überführen. Neben den identifizierten Schwächen und Potenzialen und den bereits eingeleiteten Maßnahmen ist es Aufgabe des neuen Produktionsteams unter Leitung des neuen COO, weitere Potenziale auszuschöpfen und eine Verbesserung der operativen Kennzahlen im zweiten Halbjahr zu erreichen.
"Es war schon immer unser Ziel, auf Basis unserer führenden Position schneller als der RFID Markt zu wachsen”, erläutert Dr. Christian Fischer. “Wir beabsichtigen im vierten Quartal 2010 auch wieder zu alter Stärke bei der Profitabilität zurückzukehren. Wir sind davon überzeugt, dass die aktuellen Anpassungen und weitreichenden Veränderungen notwendige Schritte sind, um die nächste Stufe in der Unternehmensentwicklung zu erreichen.”
Der SMARTRAC Zwischenfinanzbericht zum 30. Juni 2010 wurde heute veröffentlicht und steht im Internet unter www.smartrac-group.com zum Herunterladen zur Verfügung.
SMARTRAC veröffentlicht Ergebnis für das erste Halbjahr 2010: Umsatzsteigerung um 37 Prozent und Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2010

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