„Behälter mit Verstand“
Getränkebehälter, sogenannte Kegs, werden von Brauereien und der Getränkeindustrie wie auch von der chemischen Industrie benutzt, um Flüssigkeiten oder Chemikalien von der Erzeugung zum Endkunden und zurück zu transportieren. Größere Unternehmen kommen leicht auf Kegbestände von einigen Hunderttausend bis zu mehreren Millionen, bei einem Preis von 75 Euro pro Keg und einer Lebensdauer des abgefüllten Produktes von zwölf Monaten. Probleme bereiten den Unternehmen zunehmend aber die Fragen nach Anzahl, derzeitigem Aufenthaltsort und Nutzer sowie dem Zustand der Fässer, die nicht mit Genauigkeit beantwortet werden können.
Robustheit ist gefragt
Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, ein Fass zu identifizieren. Zumeist sind dies entweder optische Verfahren wie Barcodes, 2D-Barcodes oder OCR, sowie RFID-basierende Lösungen. Unabhängig von der gewählten Lösung liegt der Schlüssel zu einer verlässlichen Identifizierung in der allgemeinen Robustheit und der Fähigkeit, verschiedensten mechanischen und chemischen Prozessen im Umlaufzyklus zu widerstehen. Ebenso wichtig ist die schwierige Manipulationsfähigkeit, das leichte Auf- oder Anbringen am Keg, eine lange Lebensdauer und die Leichtigkeit, mit der das Fass im Prozess identifiziert werden kann.
Den Bestand im Blick
Eine der Hauptvorteile bei der Anwendung von RFID-basierender Kegrückverfolgung liegt in der Robustheit des Systems und der Fähigkeit, den aggressiven Prozessen bei der Herstellung (Wasch- und Abfüllsysteme) und im weiteren logistischen Prozess ( Handling im Feld ) zu widerstehen. Die Lesbarkeit in diesem Prozess stellt einen weiteren Produktvorteil dar, da eine Sichtverbindung zum Transponder, im Gegensatz zu Barcodes, nicht notwendig ist und ein verschmutzter Tag nach wie vor gut lesbar ist. Mit der entsprechenden Datenbank im Hintergrund reicht die einfache Identifizierung des Behälters aus, um die gesamte Keghistorie zu erfahren. Es ist sofort bekannt, seit wann das Fass im Bestand ist, welche Flüssigkeit zu welchem Zeitpunkt zuletzt in den entsprechenden Behälter abgefüllt wurde, wann an wen die Auslieferung stattfand und voraussichtlich mit der Rückkehr des Kegs zu rechnen ist. Sollten Behälter deutlich länger bei einigen Kunden verweilen als die Lebensdauer des abgefüllten Produktes zulässt, kann dies den Missbrauch dieser Fässer bedeuten, indem ein unbekanntes Bier im Markenkeg angeboten wird, und letztlich der Marke erheblichen Schaden zufügt.Markenschutz inklusive
Über die Zeit lässt sich mit einer RFID-basierten Kegidentifizierung eine verlässliche Wissensdatenbank aufbauen, die das Fässermanagement vereinfacht. Die Vielzahl der gewonnenen Informationen kann für eine effektivere und effizientere Steuerung der Keg-Logistikprozesse herangezogen werden. Ein unnötiger Vorratskauf vor Großereignissen wie beispielsweise der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft entfällt ebenfalls. Zusätzlich wirkt ein solches System durch seine Transparenz auch abschreckend auf Produktpiraten. So sichern RFID-basierende Identifikationslösungen nicht nur den Invest des Kegbestandes, sondern können auch aktiv zum Markenschutz beitragen.
RFID-basierte Identifikation von Getränkebehältern von AEG Identifikationssysteme
