„RFID in sicherheitsrelevanten Anwendungsbereichen“
Für die Arbeiten auf den Fahrzeugdächern kamen bisher Leitern zum Einsatz. Diese bergen bei den durchzuführenden Tätigkeiten nicht nur ein hohes Gefahrenpotential, sondern können nach erfolgter Freigabe anschließend noch beliebig versetzt werden. So wäre ein Einsatz an Gleisen möglich, die nicht für Dacharbeiten freigeben wurden beziehungsweise, über denen die Oberleitung noch eingeschaltet ist. Der Einsatz fahrbarer Hubarbeitsbühnen erleichtert die Arbeiten auf den Fahrzeugdächern und bietet zudem mehr Sicherheit. Ohne zusätzliche Maßnahmen kann jedoch auch hier nicht gewährleistet werden, dass diese nur an Gleisen mit abgeschaltetem Fahrdraht eingesetzt werden.
Erst nachdem das an der Arbeitsbühne installierte RFID-Lesegerät die an den Gleisen angebrachten Transponder von Harting erkennt, das Gleis zweifelsfrei identifiziert und dadurch die richtige Position der Arbeitsbühne sichergestellt hat, kann die Hubhydraulik der mobilen Arbeitsbühnen aktiviert werden. Die besondere Herausforderung lag in der Auswahl von Transpondern, deren Funktion unter den gegebenen Bedingungen zuverlässig und dauerhaft gewährleistet ist. Etwa 1 000 Ha-VIS RFID LT 86 (NT)-UHF-Transponder kommen zum Einsatz, welche Fetten, Ölen und verschiedenen Chemikalien standhalten. Um eine Abschirmung der Transponder durch den Schienenkopf zu verhindern, wurden die Transponder mit Spezialkleber auf einem Abstandskörper am Schienenhals befestigt.
Schweizerische Bundesbahn setzt UHF-Transponder von Harting zur Gleiserkennung ein
