„Sicheres und fehlerfreies Beschreiben von RFID-Transpondern“
Das Thema Mobile Computing ist heute in aller Munde, ohne dass die Worte direkt ausgesprochen werden. Alle wichtigen Informationen in „Real-Time“ vorliegen zu haben, ist in der heutigen Arbeitswelt schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ausschlaggebend dafür waren die Entwicklungen der Netzbetreiber und Handys im mobilen Telefonnetz. Auch in Produktion und Logistik ist es notwendig, arbeitsrelevante Daten permanent zur Verfügung zu haben. Diese Informationen müssen nicht nur auf einem Display sichtbar sein, sondern auch für weitere Prozesse gedruckt auf Papier oder einem anderen Material zur Verfügung stehen.
Die Lösung ist nicht allein dadurch erreicht, einen normalen Bürodrucker in ein WLAN-Netz zu integrieren. Vielmehr ist eher der Druck eines Paletten-Etiketts an einem beliebigen Ort in Lager oder eines Regaletiketts im Einzelhandelsgeschäft gefragt. An dieser Stelle kommen mobile Thermotransfer-Drucker ins Spiel. Dies kann entweder ein auf einem mobilen Wagen platziertes, über Standard-Akkus mit Strom versorgtes Tischgerät sein oder auch ein kleiner, extrem leichter Drucker, der aufgrund der kompakten Größe sogar am Körper getragen werden kann. Im Prinzip muss eine solche „mobile Drucklösung“ aus folgenden Komponenten bestehen:
1. Ein Scanner, der den Etikettendruck auslöst und verschiedenste Funktionen erfüllt. Zum einen kann dieser die gelesenen Daten an ein Hostsystem übertragen, welches dann die gelesenen Daten und die Druckdaten vereint und an den Drucker schickt. Abhängig vom Scanner kann aber auch der Scanner selbst die Aufbereitung der Druckdaten übernehmen und sie direkt über Funk an den Drucker senden.
2. Der Drucker, der mit einer zum System passenden Funk-Schnittstelle ausgestattet ist. SATO als Erfinder des Thermo-Transferdrucks und führender Hersteller von Barcode-Druckern bietet hier viele Lösungen an.
Fehlerfreie Verarbeitung gewünscht
Mobile Thermotransfer-Drucker ermöglichen den Druck eines Etiketts an einem beliebigen Ort im Lager.
Mobile Standard-Lösungen mit oder ohne RFID sind aus der Logistik nicht mehr wegzudenken. Wie oft muss ein Produkt oder eine Verpackungseinheit (Paket, Palette etc.) mit einem Barcode-Etikett versehen werden? Die Umsetzung der EU-Norm 178/2001, der Einsatz des EAN 128 basierend auf den GS1-Standards sowie das einfache Adress-Etikett für den Zusteller sind einfache Beispiele dafür. Hier kommen industrietaugliche Drucker auf Kommissionierwagen oder Staplern zum Einsatz, welche über eine WLAN-Verbindung ihre Druckinformationen empfangen. Da diese Aktionen immer unter Zeitdruck erfolgen, muss sowohl das WLAN-Netz als auch der Drucker schnell und fehlerfrei arbeiten. SATO-Drucker zeichnen sich hier durch eine äußerst schnelle Verarbeitung der Druckdaten und eine hohe Druckgeschwindigkeit aus. Auch das sichere und fehlerfreie Beschreiben eines RFIDTransponders ist eine wichtige Produkteigenschaft. Entscheidend für alle Lösungen ist aber, dass die Wegezeiten zu einer zentralen Druckstation entfallen. Gerade bei einer mobilen RFID-Slap&Ship-Lösung ist wichtig, dass bei einer 1:1-Etikettierung die Gefahr einer Fehletikettierung minimiert wird. Der Bediener bekommt nur das EPC-Etikett ausgedruckt, dessen NVE er gerade eingescannt hat. Kleine, im Drucker hinterlegte Basic-Programme ersetzen hier in vielen Fällen den Abruf von Daten aus dem übergeordneten Rechnersystem.
Mobiler Etikettendruck im Handel
Mobile Drucker, welche am Körper getragen werden können, finden ihren Einsatz unter anderem im Handel.
Ein weiteres großes Anwendungsfeld für den mobilen Etikettendruck ist der Handel. Hier gibt es gerade für die Preisauszeichnung durch den mobilen Etikettendruck eine Menge Vorteile. Der Handel ist heute gezwungen, sehr flexibel seine Preisauszeichnung durchzuführen, beispielsweise durch die immer wieder laufenden Preiskorrekturen, die sogar durch die Medien bekannt gegeben werden. Außerdem lässt der Handel permanent, das heißt teilweise täglich, die Preise des Wettbewerbs verfolgen und in entsprechende Datenbanken einpflegen. Da bestimmte „Kampfpreisartikel“ feststehen, müssen diese Preise auch entsprechend im Regal zeitnah angepasst werden. Wichtig ist natürlich auch, dass Preisänderungen in allen Filialen zeit- und preisgleich erfolgen. Dies ermöglicht nur ein zentraler Datenbankzugriff. Der Bediener, der vor dem Regal steht, muss somit zum einen die Verbindung zum ERP-System haben, aber auch einen möglichst kompakten Drucker in greifbarer Nähe. Im Store ist oft kein Platz für einen Wagen, mit dem sich der Bediener zwischen den Regalen bewegen kann. Die Lösung ist ein Drucker, der direkt am Körper getragen wird. Die Anforderungen an ein solches Gerät sind damit klar definiert:
1. Klein, kompakt und leicht,
2. Flexibel in der Funkanbindung,
3. Hohe Standzeiten, damit der Bediener ohne Akku-Wechsel lange arbeiten kann,
4. Ausreichende Etikettenaufnahme für große Intervalle des Materialwechsels,
5. Schnelle Datenverarbeitung und damit schneller Druck des Etiketts.
Umweltfreundliche Linerless-Etiketten
Die MBi-Drucker von SATO verarbeiten auch Linerless-Etiketten.
All diese Anforderungen erfüllen die SATO MBi-Drucker, welche auch noch ein weiteres wichtiges Merkmal mitbringen: die Verarbeitung von Linerless-Etiketten. Diese Materialien können sowohl im normalen Druckmodus als auch im Spendemodus gefahren werden. Dieses Material weist drei ganz entscheidende Vorteile auf. Zum einen hat man, verglichen mit herkömmlicher Rollenware wesentlich mehr Etiketten bei gleicher Rollengröße, da das Backingpaper entfällt und zum anderen entfällt der Umgang mit dem Trägerpapier während des Betriebs. Der dritte wichtige Vorteil von Linerless ist der deutlich geringere CO2-Ausstoß während der Produktion der Etiketten. Diesen Umweltgedanken sollte man in der heutigen Zeit nicht außer Acht lassen. Doch nicht nur in der Regalauszeichnung kommen diese Systeme zum Einsatz. Auch die sogenannte Mark-Down-Auszeichnung, welche insbesondere im Textilhandel verwendet wird, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hierbei handelt es sich um die Darstellung der beiden Preise „alt“ und „Angebot“. In früheren Zeiten wurde diesbezüglich viel mit Lösungen wie Filzstift oder Handauszeichnern gearbeitet. Dies ist zum einen nicht immer optisch besonders schön und macht zum anderen die Umzeichnung eines gleichen Artikels in verschiedenen Filialen sehr schwierig. Ein durch Thermotransfer oder Thermodirekt gedrucktes Etikett ist hier sicher von der Optik wesentlich ansprechender, lässt weniger Fehler zu und vereinfacht die Erstellung der Preisreduktion.
Potenzial noch nicht ausgeschöpft
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Markt auch dem Etikettendruck, egal ob Barcode oder sonstige Kennzeichnung, mehr Flexibilität abverlangt. Während vor zehn Jahren hier noch viele Stand-Alone-Lösungen zum Einsatz kamen, sind heute Anbindungen an ERP-, WMS- oder PPS-Systeme eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Entwicklung der verschiedenen Funknetzwerke haben dann auch die Entwickler dieser Drucker gezwungen, sowohl entsprechende Schnittstellen zu entwickeln als auch die Drucker selbst flexibler in der Handhabung zu gestalten. In anderen Ländern stehen im Bereich des Handels weitaus mehr Applikationen zur Verfügung. Daher ist davon auszugehen, dass noch große Potenziale für zukünftige Geschäfte weltweit bestehen.