Mo 21 Mai 2012 20:44:22 CEST

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Handhelds von Psion Teklogix optimieren Umschlagsprozesse am Nordlandkai

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„Mobile Datenerfassung ahoi!“

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) war im vergangenen Jahr, wie zahlreiche Unternehmen aus der Logistikbranche, von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen. Die Menge der umgeschlagenen Güter im Gesamthafen Lübeck, also bei der LHG und den anderen privaten Hafenbetreibern, sank im Vergleich zu 2008 mit 31,7 Millionen Tonnen um 17,1 Prozent auf 26,3 Millionen Tonnen. Die LHG selbst schlug 24,1 Millionen Tonnen um und liegt damit um 15 Prozent unter der Menge des Vorjahres. In diesem Zusammenhang kommt dem Kostenmanagement und damit verbundenen Prozessoptimierung beim Umschlag von Waren und Gütern durch den Einsatz moderner IT eine besondere Bedeutung zu.

Der integrierte Scanner im 7535 G2 erfasst Papierrollen aus unterschiedlichen Entfernungen.
Der integrierte Scanner im 7535 G2 erfasst Papierrollen aus unterschiedlichen Entfernungen.
Das Unternehmen entschloss sich bereits Ende 2008 in die Modernisierung seiner drahtlosen Datenerfassung zu investieren. Somit wurde seit Beginn des Jahres 2009 der Bestand an mobilen Handheld-Computern 7535 G2 von Psion Teklogix sukzessive auf derzeit 190 Geräte aufgestockt, um die Prozesse bei der Papierverladung an den Terminals Schlutup und Nordlandkai zu optimieren. Die LHG betreibt die öffentlichen Häfen in der Hansestadt Lübeck und ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee. Das 1934 gegründete Unternehmen ist Tochter der Hansestadt Lübeck – zu 74,9 Prozent – und RREEF PAN-EUROPEAN INFRASTRUCTURE TWO LUX S.á r.l. (25,1 Prozent). Zum Kerngeschäft gehören seit jeher Umschlag, Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Forstprodukten wie beispielsweise Papier und Zellulose. In diesem Zusammenhang bilden die Terminals Schlutup und Nordlandkai die Distributionszentren für den Papierumschlag aus Schweden sowie Finnland für das gesamte europäische Hinterland. Am Nordlandkai und in Schlutup (Nordlandkai alleine 1,7 Millionen) wurden im Jahr 2008 insgesamt 3,0 Millionen Tonnen Papier umgeschlagen. Mit fünf Anlegern und einer Hallenkapazität von 150 000 Quadratmetern verfügt die Anlage über ein großes Wertschöpfungspotenzial, das durch den Einsatz von mobiler Datenerfassungstechnik noch optimiert wird. „Unsere bis Anfang 2009 im Einsatz befindliche Lösung war in die Jahre gekommen und entsprechend anfällig für Defekte“, erklärt Torsten Lohse, Projektleitung Mobile Applications und Anwendungsentwicklung bei der LHG. Im Zuge der Ersatzbeschaffung wurden sowohl 190 Handheld-Computer 7535 G2 von Psion Teklogix implementiert als auch die Datenfunkübertragung von Schmalband auf WLAN umgestellt.
Die LHG betreibt die öffentlichen Häfen in der Hansestadt Lübeck und ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee.
Die LHG betreibt die öffentlichen Häfen in der Hansestadt Lübeck und ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee.

Trocken und warm wie ein Südwester

Die Einsatzumgebung der Mobil-Computer im Lübecker Hafen ist durchaus als rau zu bezeichnen. Deshalb ist Robustheit eine der Kernanforderungen an die neue Lösung. So nutzten die Mitarbeiter die Handheld-Computer bei Wind und Wetter genau so wie bei Sonne, Regen und Schnee. Dieser Tatsache mussten die alten Geräte nach vielen Jahren Tribut zollen, denn sie neigten verstärkt zu Fehlfunktionen. Daraus ergab sich an jedem Arbeitstag ein Zeitverlust von etwa einer Viertelstunde pro Mitarbeiter, nur um die Handheld-Computer – inklusive separat angebundener Scanner – einsatzfähig zu machen. „Zeit bedeutet bei uns im Transport- und Lagerwesen den Gewinn oder Verlust von barem Geld, sodass diese Situation so schnell wie möglich verbessert werden musste“, erinnert sich Lohse. Ähnliche Ansprüche gab es bei der Leistung des Displays und im Bezug auf die Ergonomie der Handheld-Computer. „Es ist wichtig, dass die Displays auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar sind“, erklärt Lohse. Auch die Bedienung des Geräts muss mit dicken Handschuhen im Winter jederzeit problemlos möglich sein. Entscheidend ist zudem, dass der im 7535 G2 integrierte Scanner Papierrollen aus unterschiedlichen Reichweiten zwischen einem und drei Metern erfassen kann. Dies erhöht die Effizienz bei Be- und Entladeprozessen auf Schiffen, im Lager oder auf LKWs.

Logistikprozesse: Schritt für Schritt nachvollzogen

Sobald die Papierrollen per Schiff im Lübecker Hafen ankommen, werden sie das erste Mal gescannt. Dies dient dazu, die einzelnen Güter zu identifizieren und den Reeder, nach vorgenommener Löschung, von den einzelnen Positionen zu entlasten. Durch die direkte Anbindung an das Integrierte Hafenlogistik-System (IHS) über WLAN findet zudem ein Abgleich der von den Papiermühlen avisierten und tatsächlich vorhandenen Papierrollen statt. Nach der Löschung werden die Waren in Hallen eingelagert bis sie beizeiten auf LKWs verladen und an die Endverbraucher, wie beispielsweise Druck- und Verlagshäuser, ausgeliefert werden. Bei jedem einzelnen Schritt, von der Löschung über die Einlagerung bis hin zum Beladen der LKWs, werden die Papierrollen gescannt, sodass im IHS jederzeit nachvollziehbar ist, wo sich die einzelnen Waren gerade befinden, welche Abteilung mit ihnen belastet ist und wann sie das Hafengelände verlassen sollen. „Da das Papier lediglich für die Auslieferung an den Endkunden in unseren Hallen eingelagert wird, sind alle Beteiligten daran interessiert, die Waren zügig weiter zu distribuieren“, erläutert Rolf Klein, Pressesprecher der LHG. In diesem Zusammenhang sind im IHS – einer Eigenentwicklung der unternehmenseigenen IT-Abteilung Port-IT – alle relevanten Informationen verfügbar. Das System wird zudem bei der Papier-Lager- und Umschlaggesellschaft in Rostock sowie im Port of Gdynia auch als mobile Version auf etwa 30 Handheld-Computern von Psion Teklogix eingesetzt.

Bei jedem einzelnen Schritt werden die Papierrollen gescannt, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, wo sich die einzelnen Waren befinden, welche Abteilung mit ihnen belastet ist und wann sie das Hafengelände verlassen sollen.
Bei jedem einzelnen Schritt werden die Papierrollen gescannt, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, wo sich die einzelnen Waren befinden, welche Abteilung mit ihnen belastet ist und wann sie das Hafengelände verlassen sollen.

Hohe Datenqualität und Effizienz als Ziel

Die Java-basierte Software-Eigenentwicklung des Hafenbetreibers wurde mithilfe des Software Development Kit von Psion Teklogix mit den MDEs verbunden und die Benutzeroberfläche grafisch angepasst. Somit können alle relevanten Arbeitsprozesse auf dem Display abgebildet werden. „Ziel war es, die Qualität der Daten zu verbessern und den kompletten Ablauf schneller und effizienter zu gestalten“, sagt Lohse. Darüber hinaus ist die Hochverfügbarkeit der Handheld-Computer ein wichtiges Kriterium. Dies bezieht sich sowohl auf die Leistungsfähigkeit der Akkus, die mindestens eine Arbeitsschicht von acht Stunden halten müssen ohne gewechselt zu werden, als auch auf die Ersatzbeschaffung bei Defekten. „Durch das Service-Programm I-Serv haben wir über das Online-Portal ‚Teknet’ jederzeit Einblick in die Reparaturhistorie jedes Geräts sowie Zugriff auf alle Informationen. Sollte ein Mobil-Computer einmal Fehlfunktionen aufweisen, wird er sofort per Kurierdienst abgeholt und innerhalb kürzester Frist ersetzt“, sagt Lohse. Dabei hat das Unternehmen immer die volle Kontrolle über die Kosten für Reparaturen innerhalb eines Zeitraums von mehreren Jahren, denn I-Serv verfügt über eine „All-Inclusive“-Option. Bei der Instandsetzung der mobilen Computer sind alle Lohn- und Materialkosten für Standardreparaturen inklusive, sodass die Total Cost of Ownership sinken und Servicekosten insgesamt transparenter und planbarer werden.

Verladung der Waren auf LKWs und Auslieferung an die Endverbraucher, wie beispielsweise Druck- und Verlagshäuser
Verladung der Waren auf LKWs und Auslieferung an die Endverbraucher, wie beispielsweise Druck- und Verlagshäuser

Fernbedienung für Handheld-Computer

Weiterer Effizienzgewinn ergibt sich aus der Nutzung des Mobile Control Center (MCC) von Psion Teklogix. Das MCC ermöglicht der LHG, Geräte und deren Status zentral zu überwachen, Bestands- und Aktivitätsberichte zu erstellen, Software zu installieren und zu aktualisieren sowie die Geräte von einem entfernten Standort aus zu steuern. Darüber hinaus können System-Probleme remote gelöst werden, das System, das Netzwerk und die Sicherheitseigenschaften gewartet und konfiguriert sowie die Geräte wenn nötig durch Sperrung gesichert werden. „Dadurch, dass die Handheld-Computer nicht mehr einzeln vor Ort konfiguriert und gewartet werden müssen, sparen wir extrem viel Zeit“, freut sich Lohse. Durch die Erhöhung der Effizienz auf verschiedenen Ebenen ergeben sich Produktivitätszuwächse, die sich positiv auf den Return on Investment auswirkt. „Derzeit gehen wir davon aus, dass sich unsere Investition im geplanten Zeitraum amortisieren wird“, erklärt Lohse.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Psion GmbHPsion GmbH
Tel. (+49) 2154-9282 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.psion.de
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