Mo 21 Mai 2012 20:49:41 CEST

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„RFID jetzt richtig investieren“

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Ein Kommentar von Frithjof Walk, Feig Electronic

RFID kann in Unternehmen Prozesse effektiver gestalten, die Produktivität erhöhen und die Qualität insgesamt verbessern. Diese Vorteile sind seit längerer Zeit bekannt und auch die, teilweise fruchtlosen, Diskussionen der Vergangenheit haben daran nichts geändert. Genauso deutlich hat sich jedoch die Tatsache herauskristallisiert, dass RFID nicht bei jeder Anwendung in jedem x-beliebigen Unternehmen Effizienzpotenziale nutzbar macht. So hat es allgemein wenig Sinn, sich vorab auf eine bestimmte Technologie festzulegen, ohne vorher seine eigenen Prozesse analysiert zu haben. Genau so fahrlässig wäre es aber auch, RFID auf keinen Fall integrieren zu wollen, nur weil man einen Teil seiner Abläufe neu designen müsste. Technisch machbar ist in diesem Zusammenhang heute vieles, denn auch die größten Herausforderungen der Vergangenheit in Bezug auf Materialien, Lesereichweiten und Frequenzen konnten gemeistert werden. Interessanter ist die Fragestellung nach der Wirtschaftlichkeit und dem ROI – der für viele potenzielle Anwender das A und O bei der Überlegung über die Einführung von RFID ist.

Im Zusammenhang mit der Einführung der Technologie spielen naturgemäß die Kosten eine besondere Rolle und werden penibel beäugt. In diesem Kontext summieren manche Unternehmen nur die Materialkosten für die Transponder sowie die Anschaffungskosten der Hardware. Die Aufwendungen für die RFID-Integration selbst – inklusive Prozess- und Umgebungsanalyse – werden oft nicht berücksichtigt. Hier jedoch zeigt die Praxis etwa, dass bei manchen Projekten bis zu 50 Prozent der Integrationskosten auf die Software entfallen. Außerdem kann es notwendig sein, dass innerbetrieblichen Prozesse neuorganisiert werden müssen, um ein RFID-System sinnvoll zu implementieren. Manche Unternehmen versäumen es zudem, Ziele zu definieren.

Wirtschaftlichkeit als Maßstab

Technische Machbarkeitsstudien und Rentabilitätsprüfungen sind ebenso Faktoren, die Projekte letztlich entscheidend prägen. Damit ist jedes RFID-Szenario individuell zu betrachten und Lösungen von der Stange existieren per se nicht. Nur technische Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsprüfungen geben Aufschluss darüber, wie sich der Nutzwert eines Projekts darstellt und ob es überhaupt erfolgreich sein kann. Wirtschaftlichkeit resultiert stets aus einer Verbesserung der Produktivität, einer Reduzierung von Fehlern und einer Effizienzsteigerung von Prozessen. Daher muss das Engagement für die technische Integration der Technologie immer in einem angemessenen Verhältnis zum Return on Investment (ROI) stehen. Dieser ist genau so individuell zu betrachten wie jedes RFID-Projekt selbst. Grundsätzliche Aussagen und Verallgemeinerungen im Bezug auf ROIs sind im Allgemeinen weder zielführend noch seriös. Von wirtschaftlicher Reife kann jeweils nur bezogen auf den Einzelfall gesprochen werden.

Kosten-Nutzen-Analyse

Eine umfassende Aufschlüsselung aller Prozesskosten ist die Grundlage einer aufschlussreichen Kosten-Nutzen-Analyse. Sie erfordert eine neutrale, gemeinsam mit dem Kunden durchgeführte, Betrachtung. Zudem beinhaltet sie eine Prüfung der technischen Machbarkeit durch das Auslesen von Transpondern und die Ermittlung von möglichen Störsignalen in der Betriebsumgebung. Die Gesamtkosten für die Implementierung einer RFID-Lösung ergeben sich aus den Stückkosten für die neuen Hardware-Komponenten wie Transponder und Lesegeräte sowie aus den Kosten der Änderung und der Anpassung der betrieblichen Ablaufprozesse. Auch die Aufstockung oder Modifizierung der vorhandenen Software wie ERP-Lösungen sind entscheidende Faktoren. Zusätzlich erforderliche Qualifikationen der Mitarbeiter können ein weiterer Bestandteil der Gesamtinvestition sein. Bevor man RFID einführt und zur strategischen Geschäftskomponente erklärt, empfiehlt es sich, diese Fragen eingehend zu prüfen und in kleinen Pilotbereichen zu testen.

Frithjof Walk, Feig Electronic

„Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die RFID-Technologie immer stärker ihren Weg in den Alltag der Menschen bahnt. In diesem Zusammenhang stellt sich nicht mehr die Frage, wann sie sich durchsetzen wird – sie hat es bereits getan. Man sollte sich jedoch von der Vorstellung verabschieden, jedes Effizienzproblem wirtschaftlich mit RFID lösen zu können oder zu wollen.“

Frithjof Walk, Feig Electronic

 

Technische Herausforderungen gemeistert

Dies gilt ebenso für technische Fragestellungen. So stellte in der Vergangenheit beispielsweise der Einsatz von RFID im Zusammenhang mit Metall oder Flüssigkeiten immer eine Herausforderung dar. Diese sind heute weitestgehend gelöst, da unter anderem die Transponderhersteller ihre Produkte dahingehend modifiziert haben, dass sie besser mit der abschirmenden Wirkung der genannten Materialien zurechtkommen. Auf der anderen Seite wurden auch die Lesergeräte immer leistungsfähiger und konnten bessere Reichweiten und somit optimalere Leseergebnisse erzielen. Diese Entwicklung führte aber im Umkehrschluss nicht dazu, dass die Reader oder die Transponder deutlich teurer geworden sind. Jedoch ist eins sicher: Zum Preis eines Barcode-Labels wird ein RFID-Transponder nie zu erwerben sein. Ein Stück Silizium und eine metallische Antenne werden, auch wenn sie auf einem Stück Papier untergebracht sind, nicht so preiswert sein können wie eben ein Stück Papier ohne diese Technologie. Dies ist auch gar nicht notwendig, denn sowohl der Barcode als auch die RFID-Technologie werden künftig Hand in Hand operieren und im Zusammenspiel die Produktivität in Unternehmen steigern.

Die richtige Frequenz für die richtige Anwendung

Auch der angemessenen Frequenz kommt bei einer RFID-Lösung besondere Bedeutung zu. Low Frequency (LF, 125 kHz) beispielsweise ist die Technologie, welche passiven RFID-Systemen zum Durchbruch in den Bereichen der Automobilindustrie, bei Wegfahrsperren, bei der Tieridentifikation und bei Zugangskontrollen verholfen hat. LF ist eine robuste Technologie, entwicklungstechnisch ausgereift und gut geeignet für schwierige Umgebungen, in denen metallische Untergründe sowie Feuchtigkeit häufi g anzutreffen sind. Passive 13,56MHz Systeme wiederum operieren, genau wie LF-Systeme, nach dem Prinzip der induktiven Kopplung und bieten ebenfalls eine gute Leistung in metallischen Umgebungen, bei Feuchtigkeit und bei häufi g auftretenden Interferenzen. Bei Reichweiten bis zu 1,5 Metern und je nach Systemplanung – bei akzeptablen Restriktionen auch darüber hinaus – kann man bereits sehr gut Lösungen für Anwendungsfälle in der Intralogistik, Produktionslogistik aber auch in der Personenidentifikation realisieren. High Frequency (HF) ist in diesem Zusammenhang bereits die Standard-Frequenz für Personenidentifikation beim ePassport, eID, bei Zugangskontrollen, Ticketing-Lösungen und in vielen anderen Bereichen. UHF-Systeme ihrerseits kamen erst durch den RFID Hype, welcher durch das Engagement des Handels ausgelöst wurde, vollständig ins Bewusstsein vieler Anwender. Hier wurde oft der Fehler gemacht, alle anderen Technologien als veraltet und weniger leistungsfähig abzutun. Passive UHF-Systeme eignen sich besonders für Long-Range-Lösungen bei denen insbesondere große Reichweiten von den Nutzern eingefordert werden. Versucht man UHF-Systeme nur für den Nahbereich einzusetzen, erfordert dies oft einen großen technischen Aufwand. Dies liegt daran, dass die sogenannten Überreichweiten minimiert werden müssen. Letztlich spielen Mikrowellensysteme fast ausschließlich als aktive oder semiaktive Systeme eine Rolle. Man benötigt also zusätzliche Energie, um diese Systeme unter den geltenden Rahmenbedingungen mit großen Reichweiten betreiben zu können. Dann jedoch sind sie sehr zuverlässig und in vielen Anwendungen, sei es für die Erfassung von Straßennutzungsgebühren, im Bahnumfeld oder auch bei der Verfolgung von Containern, im Einsatz.

Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die RFID-Technologie immer stärker ihren Weg in den Alltag der Menschen bahnt. In diesem Zusammenhang stellt sich nicht mehr die Frage, wann sie sich durchsetzen wird – sie hat es bereits getan. Man sollte sich jedoch von der Vorstellung verabschieden, jedes Effi zienzproblem wirtschaftlich mit RFID lösen zu können oder zu wollen. Hier gibt es eindeutige Vorgaben, die sich aus einer individuellen Analyse der Gegebenheiten beim Anwender ergeben. Sind jedoch alle wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen gegeben, befi nden sich implementierende Unternehmen auf dem Weg, einen echten Innovationssprung zu machen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

FEIG ELECTRONIC GmbHFEIG ELECTRONIC GmbH
Andreas Löw
Tel. (+49) 6471-3109 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.feig.de
Über FEIG: Pressefach

Zeit für Durchblicker: COT über AutoID- und Druckerlösungen

Montag, den 21. Mai 2012 um 11:30 Uhr
Zeit für Durchblicker: COT über AutoID- und Druckerlösungen

„Gut, dass es Durchblicker gibt“, lautet die Kampagne von COT, mit der sich das Unternehmen neu ausrichten will: „Wir liefern nicht nur pragmatische Fakten, sondern gehen mit Spirit an die Öffentlichkeit“, erklärt Michael Kötter, Geschäftsführer von COT Computer OEM Trading, im Interview mit „RFID im Blick“. Klare Worte und eine klare Positionierung: „Wir wollen den Kunden unsere Stärken in den Bereichen zielführende Kompetenz, Lösungsfindung, Erfahrung und technisches Know-how vermitteln. Unser neuer Auftritt soll zeigen, dass wir ein dynamisches, starkes, am Puls der Zeit agierendes Unternehmen sind.“ Flagge zeigen will das Systemhaus für AutoID- und Druckerlösungen auch im Bereich RFID. Gemeinsam mit dem Partner Printronix wollen die Dieburger im Geschäft mit RFID-Highend-Druckern durchstarten.

AEG führt Reader-Applikation zum Erfolg

Donnerstag, den 03. Mai 2012 um 13:15 Uhr
AEG führt Reader-Applikation zum Erfolg

Die verfügbaren Schreib-/Lesesysteme und Transponder sind für die Branchen Industrie und Logistik bereits umfangreich standardisiert. Lösungen „von der Stange“ sind für zahlreiche Anwendungen heute schon erhältlich. In vielen Fällen reicht dennoch eine „Lösung von der Stange“ nicht aus. Oft erfordern die jeweiligen Applikationsumgebungen eine Individuallösung. Das Zusammenspiel aller Komponenten ist dabei entscheidend, wie Simon Arch, Vertriebsleiter AEG Identifikationssysteme, im Interview erklärt.

RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

Montag, den 12. März 2012 um 17:03 Uhr
RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

Laut Lothar Struckmeier, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung des RFID-Anbieters Nordic ID, rollt zurzeit eine RFID-Lawine an. Modeproduzenten, Modehändler und deren Logistikdienstleister machen sich die Technologie zunutze, um die gesamte Supply- Chain abzubilden, Waren zu sichern und beispielsweise Out-of-stock-Situationen zu vermeiden. Spätestens 2015 werden die Top-Ten der europäischen Fashion- Retailer mit einem RFID-Projekt gestartet sein, so die kühne Prognose des Unternehmers.

Balluff: Krisensicher mit Weitsicht und Fachkompetenz

Dienstag, den 06. September 2011 um 16:15 Uhr
Balluff: Krisensicher mit Weitsicht und Fachkompetenz

Das Unternehmen Balluff feiert 90-jähriges Jubiläum. Motiviert durch erfolgreiche Projekte: Norbert Popp, Leiter Produkt ID-Systeme Marketing und seit 25 Jahren bei Balluff, blickt positiv in die Zukunft. Volle Auftragsbücher, ein gutes Krisenmanagement und Engineering Know-how bescheren dem Unternehmen ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2011.

Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

Montag, den 25. Juli 2011 um 16:40 Uhr
Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

„RFID im Blick“ trifft außergewöhnliche Menschen an außergewöhnlichen Orten. Dieses Mal Dominik Rotzinger und Jürgen Heim, die Geschäftsführer der Unternehmen Warok und Psion, auf der Nordseeinsel Sylt. Wind und Wellengang vermitteln, was auch Psion mit seiner „Open Source Mobility“ ausdrücken will: Offenheit, Innovation, Stärke und Mut. Chefredakteurin Anja Van Bocxlaer sprach mit Heim und Rotzinger über ihre Strategien und die besondere Partnerschaft.

Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 08:25 Uhr
Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Auf der Intralogistik-Messe CeMAT 2011 erhielt das Unternehmen Warok den „Skeye Distributor Award 2010“. Seine Partnerschaften mit namhaften Herstellern will der Villinger Distributor weiter ausbauen. Der Aufwind in der Intralogistik ist spürbar. Die Auftragslage verbessert sich merklich. Es ist viel Bewegung auf dem Logistik-Sektor, sagt Dominik Rotzinger im Gespräch mit „RFID im Blick“.

An die Grenzen der Physik

Freitag, den 17. Juni 2011 um 09:25 Uhr
An die Grenzen der Physik

Steigende Nachfrage für robuste Datenträger und Sensoren

Die Januarumfrage des AMA Fachverband für Sensorik lässt auf ein Rekordjahr in der Sensor- und Messtechnik schließen. Die Branche geht von 13 Prozent Umsatzsteigerung aus. „Gerade in den Emerging Markets der Schwellenländer, wo sich die Lebensgewohnheiten ändern und Fortschritte erzielt werden, erwarten wir eine stärkere Nachfrage. Ganz vorn sehe ich unter anderem die Automobilbranche und die Nahrungsmittelindustrie", erklärt Norbert Matthes, Produktmanager Geschäftsfeld Sensorik bei Contrinex.

HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie

Dienstag, den 14. Juni 2011 um 10:09 Uhr
HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie

Das Unternehmen Balluff im Interview mit RFID im Blick

„RFID im Blick" sprach mit Ralf Pfisterer, Produkt Marketing Manager RFID-Systeme bei Balluff, über aktuelle Branchentrends, HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie und Hochtemperatur-Datenträger. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf Applikationen zwischen 200 und 300 Millimeter Reichweite mit einem Reader, der Antenne und Schnittstelle beinhaltet. In diesem Bereich wird Balluff das Produkt-Portfolio noch sehr stark ausbauen.

 

Mojix: Passive RFID für die Langstrecke

Montag, den 30. Mai 2011 um 15:04 Uhr
Mojix: Passive RFID für die Langstrecke

UHF-Lösung ist EPC Gen2-tauglich und funkt über 200 Meter

Im Gespräch mit „RFID im Blick“ erläutert Roelof Koopmans, Managing Director von Mojix Europe, die Funktionsweise des Mojix Star-Systems. Besonders starke Antennen ermöglichen das Auslesen passiver UHF-Tags über Entfernungen, die bislang nur aktive RFID bezwingen konnte.

Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

Donnerstag, den 28. April 2011 um 16:19 Uhr
Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

CO2-Emissionen verringern – vor zwei Jahren hat sich dieser Gedanke in der Rathgeber-Gruppe gefestigt. Nach einer einjährigen Analyse ist es nun soweit: das gesamte Unternehmen ist klimaneutral gestellt. Seit dem Jahr 2011 werden nun auch die CO2 Emissionen, die die Verbrauchsmaterialien bei der Herstellung verursachen neutralisiert. „Unser Engagement beruht auf dem Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997, welches für den CO2-Ausstoß verbindliche Zertifikate festlegt. Durch den Kauf dieser Zertifikate investieren Unternehmen gleichzeitig in Klimaschutzprojekte in Schwellenländern“, berichtet Andreas Schrägle, Inhaber der RATHGEBER-Gruppe.

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