Mo 21 Mai 2012 21:53:14 CEST

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RFID-Systemlösung von PCO reduziert Umbauzeiten bei KCA Deutag um bis zu 30 Prozent

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Funkende Ölbohranlagen

Das Kerngeschäft des weltweit operierenden Konzerns KCA Deutag besteht im Management und in der Herstellung sowohl von Offshore- als auch von Onshore-Bohranlagen für die Öl- und Gasindustrie. Dabei ist der Konzern für den Betrieb und die Wartung von weltweit mehr als dreißig Offshore-Ölplattformen verantwortlich. Für die Ölförderung an Land stehen dem Unternehmen mehr als sechzig Bohranlagen zur Verfügung. Im Zuge von Umbauarbeiten hat das Unternehmen seine Bohranlagen seit Ende 2009 mit passiven RFID-On-Metal-Tags gekennzeichnet und um eine Softwarelösung von PCO - Personal Computer Organisation ergänzt.

Die applizierten RFID-Tags ermöglichen eine genaue Zuordnung der auf den Lkw verbrachten Anlagenkomponenten zu den Fahrzeugen selbst.
Die applizierten RFID-Tags ermöglichen eine genaue Zuordnung der auf den Lkw verbrachten Anlagenkomponenten zu den Fahrzeugen selbst.
Als für KCA Deutag im Jahr 2008 die Häufigkeit der Umbauten innerhalb von Europa stark zunahm und in der Öl- und Gasindustrie immer häufiger Verträge mit Konventionalstrafen bei Überschreitung von Umbauzeiten Einzug hielten, entschloss man sich ein „Rig Move Optimisation Project“ umzusetzen. Mit diesem Projekt sollte der gestiegenen Bedeutung der Umbaukosten am Gesamtprojekt, der Just-in-Time-Lieferungen sowie des Informationsflusses während des Umbaus Rechnung getragen werden. Für die Umsetzung des Projektes entschied man sich für den Systemintegrator PCO aus Osnabrück.

 

RFID-Hardware für schwierige Umgebungsbedingungen

In der ersten Phase des Projektes wurden RFID-Transponder und -Reader hinsichtlich ihrer Performance auch unter extremen Umgebungsbedingungen getestet. Bei den RFID-Transpondern durfte sich der Einsatz auf Metall nicht negativ auswirken und die Lesereichweite musste mindestens zwei Meter mit einem mobilen RFID-Reader betragen. Zudem sollten die RFID-Transponder robuste Eigenschaften zeigen und auch bei schlechten Witterungsverhältnissen lesbar sein. Nach einer ausgiebigen Testreihe entschied man sich für Hard-Tags (On-Metal-Tags) aus dem Hause Intermec.

Tests ergaben Zeitersparnisse von 20 Prozent

Anfang 2009 wurden die Anlagenkomponenten einer ersten Bohranlage mit RFID-Transpondern gekennzeichnet und einem Funktionalitätstest unterzogen. Dieser Test erbrachte als Resultat eine positive Evaluation des bisherigen Projektes, denn es wurden Zeit- und Geldersparnisse von 20 Prozent erzielt. Im Zuge dessen wurden bis Ende 2009 sechs weitere Bohranlagen in Europa getaggt.

Die Anlagenkomponenten der Bohranlagen wurden mit passiven RFID-Tags ausgestattet.
Die Anlagenkomponenten der Bohranlagen wurden mit passiven RFID-Tags ausgestattet.

Optimierte Ressourcen- und Aktivitätenplanung

Bei einer Bohranlagen-Demontage erfolgt die Erfassung der getaggten Anlagenkomponenten mit einem mobilen Handheld-Computer mit integriertem RFID-Reader. Die Verladung einer Bohranlage ist eine logistische Herausforderung. Bis zu 90 Lkw werden benötigt, um eine komplette Öl-Bohranlage zu transportieren. Die RFID-Technologie ermöglicht eine genaue Zuordnung der auf den Lkw verbrachten Anlagenkomponenten zu den Transportern selbst. Die hierfür notwendige Software wurde für einen mobilen RFID-Reader entwickelt.

Dynamische Einteilung von Abbau- und Aufbausequenzen

Bevor sich ein Lkw mit Anlagenkomponenten auf den Weg macht, erfolgt eine Übersendung der Daten per E-Mail an die Aufbaulokation. Diese Informationen ermöglichen eine detaillierte und dynamische Einteilung der Abbau- und Aufbausequenzen auf Tagesbasis inklusive Planung von Ressourcen, Reparaturen und Inspektionen. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses können die Umbauten darüber hinaus hinsichtlich der Transportsequenz der Anlagenkomponenten und der Optimierung der Komponentendaten dokumentiert und kontrolliert werden.

Umbauzeiten von Bohrtürmen um 30 Prozent gesenkt

Für KCA Deutag hat sich der Einsatz der RFID-Technologie mehr als bezahlt gemacht. Seit Einführung des Rig Move Optimisation-Projektes konnten die Umbauzeiten von Bohranlagen um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Der Konzern KCA Deutag ist für den Betrieb und die Wartung von weltweit mehr als dreißig Offshore-Ölplattformen verantwortlich.
Der Konzern KCA Deutag ist für den Betrieb und die Wartung von weltweit mehr als dreißig Offshore-Ölplattformen verantwortlich.

Ganzheitliche RFID-Lösung für Europa

In den nächsten Schritten des Projektes sollen noch in diesem Jahr alle Bohranlagen innerhalb Europas mit RFID-Transpondern gekennzeichnet werden. PCO plant eine ganzheitliche Software mit SAP-Anbindung zu entwickeln, die mit einem GPRS-gestützten Track&Trace-System Materialien und Verbrauchsgüter entlang der Logistikkette lückenlos verfolgen wird. Zudem sind aktuell im Rahmen eines neuen Pilotprojektes in Europa, Russland und Kasachstan weitere RFID-Anwendungsmöglichkeiten in der Testphase.

Weitere RFID-Projekte in Planung

„Die Einführung von RFID zur Kennzeichnung unserer Anlagenkomponenten hat sich als ein sehr nützliches und unkompliziertes Werkzeug erwiesen und uns die Arbeit beim Anlagentransport- und -aufbau enorm erleichtert. Zurzeit wird innerhalb der KCA Deutag die Einführung von RFID auch für andere Einsatzgebiete geprüft. Wir denken, dass diese Technologie noch viel Potenzial hat und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der PCO, die uns stets kompetent zur Seite stand“, berichtet Said Kamrani, Rig Manager, Operations Europe bei KCA Deutag Drilling.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

pco GmbH & Co. KGpco GmbH & Co. KG
Karl-Ewald Junge
Tel. (+49) 541-605 1500
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.pco-autoid.de
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