Flughafen Lissabon erhöht Gepäckdurchsatz mit RFID
Aufgrund des stetigen Wachstums des Passagierverkehrs auf dem Flughafen Lissabon in Portugal und die damit verbundenen Beschwerden der Passagiere über die Verzögerungen bei der Kofferbeförderung hatte der Flughafen Lissabon gemeinsam mit Lygnsoe System entschieden ein Qualitätsmonitoringsystem auf Basis der RFID-Technologie einzuführen. Daher wurde Ende 2008 ein neues RFID-Gepäckabfertigungsystem in den Flughafen integriert. Bestandteil des Systems sind RFID-Koffertags von Bartsch International. „Im Jahr 2009 wurde das System erneut fein reguliert, indem die Lesegräte auf die Frequenz der eingesetzten Inlays optimiert wurden. Die durchschnittliche Dauer des Koffertransfers konnte auf circa zehn Minuten und die Anzahl der Gepäckbeförderungsfehler um 50 Prozent reduziert werden“, so Sérgio Miranda, Betriebsmanager der Gepäck-Terminals. Die Dauer des Prozesses lag vorher bei mindestens 30 Minuten.
Laut Miranda sind gedruckte Gepäckanhänger aus beispielsweise Afrika und Südamerika aufgrund der schlechten Qualität oft nur sehr schwer für Barcode-Scanner lesbar. Das RFID-System schließt die Überwachung der Gepäckstücke von der Entladung aus den Flugzeugen bis zu dem Transferterminal ein. Ein Koffer der bereits mit einem RFID-Tag ankommt, wird auf direktem Weg in das Beförderungssystem eingespeist, berichtet Herr Miranda. „Es passiert sehr oft, dass Koffer bereits einen RFID-Tag von einem anderen Flughafen tragen“, führt er aus. „Wenn dieser IATA-kompatibel ist, können wir ihn benutzen und beschreiben“.
Sollte ein Gepäckstück mit einem Tag ausgestattet werden müssen, wird es zu einer manuellen Codierstation (MES) geschickt, in welcher ein Angestellter die Fluginformationen und die Seriennummer des Koffers von dem applizierten Barcode-Label liest und diese Informationen mit einem RFID-Lesegerät auf den Tag schreibt.
Das Gepäckbeförderungssystem transportiert den Koffer anschließend zu dem ordnungsgemäßen Schacht für den richtigen Flug. In der automatischen Sortieranlage gibt es sechs Stationen, an denen die getaggten Koffer mittels RFID-Lesegeräten erkannt und sortiert werden. Je nach Sicherheistanforderungen können die Koffer für Sicherheitschecks umgeleitet werden. Die Lesegeräte wurden dabei so abgestimmt, dass diese nur über die Breite des Gepäckbandes die Objekte erfassen. Für diese Optimierung der Tag-Erkennung setzt der Flughafen Lissabon RFID-Antennen vom neuseeländischen Unternehmen Times-7 RFID ein. Antony Dixon, Geschäftsführer des Unternehmens, berichtet, dass die Herausforderung für den Einsatz der RFID-Technologie in der optimalen Platznutzung der Gepäckbeförderungsanlagen beziehungsweise Lesezonen lag, sodass letztendlich keine teure RF-Abschirmung vonnöten war.
Bild: Andrew Barker (fotolia.com)
Transparenz in der Koffersortierung mit RFID-Tags von Bartsch International

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in...