Mo 21 Mai 2012 22:23:31 CEST

You are here: Interviews „Das Interesse an RFID-Systemen ist deutlich gestiegen“

„Das Interesse an RFID-Systemen ist deutlich gestiegen“

Drucken

Rückblende LogiMAT 2011 – Interview mit Herbert Haberl, Leiter Vertrieb & Marketing der RFID Konsortium GmbH

Herr Haberl, welches sind Ihre Eindrücke von der LogiMAT 2011?

Herbert Haberl, RFID Konsortium
Herbert Haberl, RFID Konsortium
Für uns war die diesjährige LogiMAT die wohl erfolgreichste. Und dass gleich aus mehreren Gründen. Der erste und natürlich für uns der Wichtigste ist die sehr hohe Anzahl der Kontakte, die wir auf unserem Stand gewinnen konnten. Und zu einem großen Teil waren es Vertreter der Entscheidungsebene von Unternehmen wie Geschäftsführer und Abteilungsleiter, die sich für unsere Produkte und Lösungen interessierten. Aber auch die Qualität der Gespräche war sehr angenehm. Das lag vor allem daran, dass die Fachkompetenz der Interessenten hinsichtlich der RFID-Technologie spürbar höher war als auf den vergangenen Messen. Es ging nicht mehr um ein allgemeines Erkunden, warum RFID nützlich sei und welche Vorteile sich durch den Einsatz dieser Technologie ergeben, sondern die Anfragen betrafen bereits konkrete Anwendungs- und Projektideen wie beispielsweise zum Behältermanagement oder zu RFID-gestützten Wartungssystemen. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Interesse an RFID deutlich gestiegen ist.

Woran liegt das nach Ihrer Meinung?

Ich glaube, der Hauptgrund ist der, dass die Entscheider den Kopf wieder frei haben für Projekte, die dabei helfen, die Prozesse im Unternehmen zu verschlanken und zu beschleunigen. In den vergangenen zwei Jahren war man angesichts der Finanz- und in Folge Wirtschaftskrise zu sehr damit beschäftigt, das Überleben der Firma zu sichern beziehungsweise sich auf die veränderten Rahmenbedingungen so gut wie möglich einzustellen. Und da waren andere Thematiken wichtiger als die Einführung von AutoID und RFID. Ein anderer Grund ist meines Erachtens, dass mittlerweile die Unsicherheiten hinsichtlich dieser Technologien abgebaut werden konnten. Heutzutage ist mittels RFID (fast) alles möglich! Selbst Umgebungen mit Metallen und Flüssigkeiten können heute einwandfrei identifiziert werden. Ob Baggerschaufeln oder Weinflaschen, ob zur Wartung oder zur Kundeninformation. RFID wirkt.

Das RFID Konsortium zeigte den Besuchern anhand von Beispielen, wie einfach und mit welcher Wirkung RFID-Systeme funktionieren.
Das RFID Konsortium zeigte den Besuchern anhand von Beispielen, wie einfach und mit welcher Wirkung RFID-Systeme funktionieren.

Auf der Messe präsentierte das RFID Konsortium eine eigenständige stationäre RFID-Anwendung. War das nicht recht aufwendig?

Wir haben unsere Lösung für einen intelligenten Warenausgang auf dem Stand installiert, um zu zeigen, dass selbst komplette RFID-Systeme mit wenig Aufwand eingesetzt werden können. Außerdem wollten wir das Thema „Intelligenter bewegen“ auch visuell nachvollziehbar darzustellen. Den Besuchern wurde vorgeführt, wie einfach und mit welcher Wirkung RFID-Systeme funktionieren. Dabei wurden nicht nur einzelne Produkte durch unser Qualitätssteuerungs-Gate geschoben und identifiziert, sondern auch ganze Verpackungseinheiten wie Behälter oder Paletten. Und damit gleichzeitig gezeigt, wie beispielsweise Warenverfolgung und Behältermanagement funktionieren kann.

Warum haben Sie sich ausgerechnet für die Präsentation einer Warenausgangslösung entschieden?

Das hängt natürlich mit dem Thema der Messe und unserem Portfolio zusammen. Die LogiMAT setzt ihre Schwerpunkte auf Distribution, Material- und Informationsfluss. Wir als RFID Konsortium haben uns auf RFID Anwendungen im industriellen Bereich in Material- und Lagerwirtschaft, Fertigungssteuerung und Produktverfolgung spezialisiert. Und da ist der Warenein- und ausgang eine ideale Schnittstelle. Er bezeichnet einen typischen Übergangspunkt in der gesamten Wertschöpfungskette. Wenn in diesem Bereich eine RFID-Etikettierung erfolgt, ist zunächst eine einwandfreie Warenbelieferung möglich.

Aber damit eröffnen sich auch weitere Möglichkeiten der Optimierung der internen Betriebslogistik. Denn wenn ich mich schon dazu entschlossen habe, Behälter mit RFID-Etiketten zu versehen, kann ich damit genauso gut auch Lagerplätze ausrüsten und automatische Lagerbuchungen ermöglichen. Oder auch anschließend eine Inventur durchführen, bei der sich sämtliche Bestände selbst identifizieren. Wir haben damit auch deutlich gemacht, wie eine Investition in einen intelligenten Warenausgang auch für andere Anwendungen der Betriebslogistik weiter genutzt werden kann.

Auf dem Stand des RFID Konsortiums wurde ein intelligenter Warenausgang installiert.
Auf dem Stand des RFID Konsortiums wurde ein intelligenter Warenausgang installiert.
Hinzu kommt - der Warenein- und Ausgang ein sehr sensibler Punkt. Falsch- oder Fehllieferungen, egal ob durch den Menschen verursacht oder aus anderen fehlerhaften Abläufen resultierend, können schnell zu einem echten Problem werden. Nicht nur, dass der Kunde verärgert ist - auch kleinere Falschlieferungen können für dessen Unternehmenslogistik wiederum fatale Konsequenzen haben und Preisverhandlungen oder Vertragsstrafen nach sich ziehen. Das alles sind Risken, die sich mit einer intelligenten Warenein- und Ausgangskontrolle vermeiden lassen.

Wie war die Resonanz der Besucher?

Durchweg sehr gut. Auf unserem Stand gab es natürlich immer Bewegung und dass wir ständig irgendwelche Behälter hin- und hergeschoben haben, hat schon einiges an Aufmerksamkeit erregt und neugierig gemacht. Und die Demonstration der Abfolge einer Warenausgangskontrolle führte nicht selten zu der erstaunten Frage: Wie ist es möglich, dass sämtliche Informationen zu den Produkten und Behältern ohne menschliches Dazutun so plötzlich im gesamten Informationssystem auftauchen können? Abschließend bliebe noch zu sagen, dass die LogiMAT 2011 für das RFID Konsortium eine angenehme Erfahrung und ein Erfolg war. Ein Erfolg, den wir nicht zuletzt auch den Organisatoren, der EUROEXPO Messe- und Kongress GmbH zu verdanken haben, der wir an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit danken wollen. Wir freuen uns auf die LogiMAT 2012.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

RFID Konsortium GmbHRFID Konsortium GmbH
Herbert Haberl
Tel. (+49) 030-5659 222
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.rfid-konsortium.de
Über RFID Konsortium: Pressefach

Zeit für Durchblicker: COT über AutoID- und Druckerlösungen

Montag, den 21. Mai 2012 um 11:30 Uhr
Zeit für Durchblicker: COT über AutoID- und Druckerlösungen

„Gut, dass es Durchblicker gibt“, lautet die Kampagne von COT, mit der sich das Unternehmen neu ausrichten will: „Wir liefern nicht nur pragmatische Fakten, sondern gehen mit Spirit an die Öffentlichkeit“, erklärt Michael Kötter, Geschäftsführer von COT Computer OEM Trading, im Interview mit „RFID im Blick“. Klare Worte und eine klare Positionierung: „Wir wollen den Kunden unsere Stärken in den Bereichen zielführende Kompetenz, Lösungsfindung, Erfahrung und technisches Know-how vermitteln. Unser neuer Auftritt soll zeigen, dass wir ein dynamisches, starkes, am Puls der Zeit agierendes Unternehmen sind.“ Flagge zeigen will das Systemhaus für AutoID- und Druckerlösungen auch im Bereich RFID. Gemeinsam mit dem Partner Printronix wollen die Dieburger im Geschäft mit RFID-Highend-Druckern durchstarten.

AEG führt Reader-Applikation zum Erfolg

Donnerstag, den 03. Mai 2012 um 13:15 Uhr
AEG führt Reader-Applikation zum Erfolg

Die verfügbaren Schreib-/Lesesysteme und Transponder sind für die Branchen Industrie und Logistik bereits umfangreich standardisiert. Lösungen „von der Stange“ sind für zahlreiche Anwendungen heute schon erhältlich. In vielen Fällen reicht dennoch eine „Lösung von der Stange“ nicht aus. Oft erfordern die jeweiligen Applikationsumgebungen eine Individuallösung. Das Zusammenspiel aller Komponenten ist dabei entscheidend, wie Simon Arch, Vertriebsleiter AEG Identifikationssysteme, im Interview erklärt.

RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

Montag, den 12. März 2012 um 17:03 Uhr
RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

Laut Lothar Struckmeier, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung des RFID-Anbieters Nordic ID, rollt zurzeit eine RFID-Lawine an. Modeproduzenten, Modehändler und deren Logistikdienstleister machen sich die Technologie zunutze, um die gesamte Supply- Chain abzubilden, Waren zu sichern und beispielsweise Out-of-stock-Situationen zu vermeiden. Spätestens 2015 werden die Top-Ten der europäischen Fashion- Retailer mit einem RFID-Projekt gestartet sein, so die kühne Prognose des Unternehmers.

Balluff: Krisensicher mit Weitsicht und Fachkompetenz

Dienstag, den 06. September 2011 um 16:15 Uhr
Balluff: Krisensicher mit Weitsicht und Fachkompetenz

Das Unternehmen Balluff feiert 90-jähriges Jubiläum. Motiviert durch erfolgreiche Projekte: Norbert Popp, Leiter Produkt ID-Systeme Marketing und seit 25 Jahren bei Balluff, blickt positiv in die Zukunft. Volle Auftragsbücher, ein gutes Krisenmanagement und Engineering Know-how bescheren dem Unternehmen ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2011.

Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

Montag, den 25. Juli 2011 um 16:40 Uhr
Warok und Psion – eine langjährige Partnerschaft, die auf Offenheit und Innovation baut

„RFID im Blick“ trifft außergewöhnliche Menschen an außergewöhnlichen Orten. Dieses Mal Dominik Rotzinger und Jürgen Heim, die Geschäftsführer der Unternehmen Warok und Psion, auf der Nordseeinsel Sylt. Wind und Wellengang vermitteln, was auch Psion mit seiner „Open Source Mobility“ ausdrücken will: Offenheit, Innovation, Stärke und Mut. Chefredakteurin Anja Van Bocxlaer sprach mit Heim und Rotzinger über ihre Strategien und die besondere Partnerschaft.

Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 08:25 Uhr
Ein Netzwerk mit Auszeichnung: Warok erhält „Skeye Distributor Award 2010

Auf der Intralogistik-Messe CeMAT 2011 erhielt das Unternehmen Warok den „Skeye Distributor Award 2010“. Seine Partnerschaften mit namhaften Herstellern will der Villinger Distributor weiter ausbauen. Der Aufwind in der Intralogistik ist spürbar. Die Auftragslage verbessert sich merklich. Es ist viel Bewegung auf dem Logistik-Sektor, sagt Dominik Rotzinger im Gespräch mit „RFID im Blick“.

An die Grenzen der Physik

Freitag, den 17. Juni 2011 um 09:25 Uhr
An die Grenzen der Physik

Steigende Nachfrage für robuste Datenträger und Sensoren

Die Januarumfrage des AMA Fachverband für Sensorik lässt auf ein Rekordjahr in der Sensor- und Messtechnik schließen. Die Branche geht von 13 Prozent Umsatzsteigerung aus. „Gerade in den Emerging Markets der Schwellenländer, wo sich die Lebensgewohnheiten ändern und Fortschritte erzielt werden, erwarten wir eine stärkere Nachfrage. Ganz vorn sehe ich unter anderem die Automobilbranche und die Nahrungsmittelindustrie", erklärt Norbert Matthes, Produktmanager Geschäftsfeld Sensorik bei Contrinex.

HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie

Dienstag, den 14. Juni 2011 um 10:09 Uhr
HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie

Das Unternehmen Balluff im Interview mit RFID im Blick

„RFID im Blick" sprach mit Ralf Pfisterer, Produkt Marketing Manager RFID-Systeme bei Balluff, über aktuelle Branchentrends, HF- und UHF-Lösungen in der Automobilindustrie und Hochtemperatur-Datenträger. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf Applikationen zwischen 200 und 300 Millimeter Reichweite mit einem Reader, der Antenne und Schnittstelle beinhaltet. In diesem Bereich wird Balluff das Produkt-Portfolio noch sehr stark ausbauen.

 

Mojix: Passive RFID für die Langstrecke

Montag, den 30. Mai 2011 um 15:04 Uhr
Mojix: Passive RFID für die Langstrecke

UHF-Lösung ist EPC Gen2-tauglich und funkt über 200 Meter

Im Gespräch mit „RFID im Blick“ erläutert Roelof Koopmans, Managing Director von Mojix Europe, die Funktionsweise des Mojix Star-Systems. Besonders starke Antennen ermöglichen das Auslesen passiver UHF-Tags über Entfernungen, die bislang nur aktive RFID bezwingen konnte.

Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

Donnerstag, den 28. April 2011 um 16:19 Uhr
Die RATHGEBER-Gruppe unterstützt Umweltprojekte in Schwellenländern

CO2-Emissionen verringern – vor zwei Jahren hat sich dieser Gedanke in der Rathgeber-Gruppe gefestigt. Nach einer einjährigen Analyse ist es nun soweit: das gesamte Unternehmen ist klimaneutral gestellt. Seit dem Jahr 2011 werden nun auch die CO2 Emissionen, die die Verbrauchsmaterialien bei der Herstellung verursachen neutralisiert. „Unser Engagement beruht auf dem Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997, welches für den CO2-Ausstoß verbindliche Zertifikate festlegt. Durch den Kauf dieser Zertifikate investieren Unternehmen gleichzeitig in Klimaschutzprojekte in Schwellenländern“, berichtet Andreas Schrägle, Inhaber der RATHGEBER-Gruppe.

More: