Interview mit Kurt Hoppen, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung von Bluhm Systeme
Eine allein erziehende Mutter kann das Schulessen für ihr Kind oder die Stromrechnung nicht bezahlen. Oft erreichen Kurt Hoppen solche Hilferufe. Der Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung von Bluhm Systeme nimmt sich die Zeit, um sich am Telefon die Nöte der Menschen anzuhören. „Hilfe nach dem Vier-Augen-Prinzip“ – das hat sich der „Bluhm Fonds – Verein zur Unterstützung Notleidender und Bedürftiger e.V. auf die Fahne geschrieben. Seit 1998 hat der Verein, der inzwischen 60 Mitglieder zählt, vielen Menschen und Familien über die Region hinaus in Notsituationen unter die Arme gegriffen. Kurt Hoppen ist Vorsitzender des Vereins. Für ihn und seine Vereinskollegen ist es ein ganz persönliches Anliegen, unbürokratisch und schnell zu helfen.
Herr Hoppen, was heißt für Sie soziales Engagement?
Nur mit Geld alleine ist Hilfe oft nicht zu bewerkstelligen. Daher haben wir ein Netzwerk aufgebaut, in dem der Bluhm Fonds sehr eng mit Organisationen und Personen zusammenarbeitet, die eine entsprechende Betreuung der Personen gewährleisten und damit auch einen zusätzlichen Einblick in die individuelle Lebenssituation der Betroffenen haben: Karitative Organisationen der Kirchen, gerichtlich bestellte Betreuer oder Schuldnerberatungen.
Worin besteht diese Hilfe konkret?
Finanzielle Hilfe für alles, was nicht von der öffentlichen Förderung abgedeckt wird. Dies fängt im Bereich der Krankenversorgung an, beispielsweise der Finanzierung von Brille oder Zahnersatz, geht über die Übernahme von Wasser-, Gas- und Stromkosten oder Mietrückständen bis hin zu Umzügen in kleinere Wohnungen, um einer Familie die Hartz IV-Kürzung zu ersparen. In vielen Fällen ist es ein einfacher und unkomplizierter Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten, weil der Kühlschrank leer ist. Im Rahmen des Projekts „Wir kümmern uns“ finanziert der Bluhm Fonds darüber hinaus ein Zeitkontingent, um Pflegebedürftigen mehr persönliche Zuwendung über den Pflegedienst zukommen zu lassen, was auch die Angehörigen entlastet.
Ist soziales Engagement aus Ihrer Sicht in Deutschland ein gelebter Grundsatz oder bräuchte es mehr unbürokratische Hilfe, wie Bluhm Systeme diese leistet?
Wir versuchen nur die Lücken zu füllen, die der Staat nicht schließt, beispielsweise eine ausreichende Kinderbetreuung, auf die vor allem Alleinerziehende angewiesen sind. Es kann nicht angehen, dass ein Bedürftiger seine Kinder nicht länger in der Schule lassen kann, weil er sich das Mittagessen nicht leisten kann. Hier ist die Gesellschaft mehr gefordert als der Spender, denn wir können nicht die Ursachen für Bedürftigkeit beseitigen.
Was treibt Sie persönlich an, beides unter einen Hut zu bringen: Das Engagement und den sicherlich terminbeladenen Arbeitsalltag?
Wenn wir von der Caritas oder der Diakonie hören, dass diese wirklich etwas bewegen konnten, das ist motivierend! Anfang des Jahres haben wir beispielsweise für die Tafel in Linz ein Kühlfahrzeug für die Beförderung der Lebensmittel fi nanziert und damit eine wichtige Versorgungslücke geschlossen. Mittlerweile werden 160 Familien bei der Tafel versorgt – ein toller Erfolg, der uns sehr freut!
„Tu Gutes und sprich darüber“ - Kann dieses Motto Vorbildcharakter haben?
Reden hilft natürlich sehr, um Unterstützer zu finden. Aber man muss auch etwas tun. Und jeder kann etwas tun. Ich bin nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Bürger, der mit den Leuten vor Ort spricht und die Not im eigenen sozialen Umfeld wahrnimmt. Gern würden wir mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und wir hoffen natürlich, dass der Bluhm Fonds viele weitere finanzielle Unterstützer findet, die wir dringend brauchen.
Weitere Informationen unter:
www.bluhmfonds.de
Bluhm Systeme sagt: „Wir kümmern uns“

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in...