Automatisierungsspezialist setzt sportliche Ziele für 2011
Ganz im Zeichen des Aufschwungs standen die Geschäftserwartungen, die Geschäftsführer Christian Wolf verkündete: So rechnet der Automatisierungsspezialist für das Geschäftsjahr 2010 mit einer deutlichen Umsatzsteigerung von über 30 Prozent. Der konsolidierte Umsatz der Turck-Gruppe dürfte damit am Jahresende 350 Millionen Euro übersteigen. Für Deutschland geht das Unternehmen von einem Umsatz von rund 80 Millionen Euro aus.

„Nach einem furiosen Jahr 2010 werden wir das Unternehmen nun nachhaltig für eine erfolgreiche Zukunft positionieren. Bereits für 2011 haben wir uns als ambitioniertes Ziel die Umsatzmarke von 400 Millionen Euro gesetzt.“
Christian Wolf, Geschäftsführer
Ausrichtung als Solution Provider
Zugleich dämpfte Wolf den Optimismus. Angesichts der krisenbedingten Entwicklungen seien Planungen immer unberechenbarer geworden. Um den Aufschwung zu bewältigen, sei „Solution Provider zu sein das einzige Mittel der Wahl“. Product-Push und kurzfristige Gewinnmaximierung alleine habe keine Chance. Denken „in ganzheitlichen Lösungen“ sei heute entscheidend. Mit einer Reihe von Maßnahmen will der Automatisierungsspezialist daher seinen Weg vom Komponentenanbieter zum Anbieter von Systemlösungen konsequent weitergehen. Neben der Definition regional-, branchen- und applikationsspezifischer Lösungsportfolios mit einem entsprechend aufgestellten Vertrieb plant das Unternehmen unter anderem ein 15-Millionen-Investment in die Fertigungs- und Entwicklungszentrale in Halver. Die Stärkung der Engineering-Kompetenz am Standort Deutschland sei, so Wolf, die wichtigste Zielsetzung für 2011.

„Für den Bereich RFID erwarten wir in den nächsten Jahren überproportionale Wachstumsraten von bis zu 50 Prozent. RFID ist eine ideale Ergänzung unserer Sensor- und Feldbustechnik, da wir auf bestehenden Bauformen aufsetzen können. Doch RFID wird nicht als Komponente gebaut, erst Application Engineering, die Entwicklung hin zu Lösungen, schafft die Voraussetzung für den Erfolg von RFID.“
Ulrich Turck, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Turck-Gruppe
Industrial Automation – zentrales Spielfeld für RFID
Ein RFID-Anwendungsbeispiel, in dem die Technologie zur Prozesssicherheit, Food Safety und Energieeffizienz in der Schokoladenindustrie beiträgt, präsentierte Dr. Bernhard Grimm (Turck) gemeinsam mit den Partnern Volker Krämer (Agathon), Harry Imhoff (Hildebrandt Industry) und Bernd Plies (Winkler und Dünnebier). Auf Basis von BLident-Schreib-/Lese-Komponenten von Turck wurde die erste „inline“ RFID-Applikation zur Prozessoptimierung und Formenverfolgung in einer Großanlage zur Schokoladenherstellung realisiert. Da die Schokoladenform – in jede ist ein Tag integriert – den Prozess steuert, würden beschädigte oder unvollständig gefüllte Formen zuverlässig aussortiert. Durch ein RFID-Hygiene Control-System für die Formenreinigung ließen sich sogar, so Imhoff, Energiekosten sparen. Gerade in der Nahrungsmittelherstellung sei Qualität ein entscheidendes Vertrauenskriterium, unterstrich auch Plies. Eine Erweiterung der Lösung durch die Einbindung von Sensorik sei bereits angedacht. Um weiteres Potenzial zu heben, setzen alle Unternehmen gemeinsam mit Turck ihr Engagement im Arbeitskreis ‚RFID in der Süßwarenproduktion‘ fort.
Turck-Pressekonferenz: Powerplay statt Preiskampf

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in...