RFID trotzt Eisen!
Das Unternehmen UCS Industrieelektronik hat für einen namhaften Zigarettenmaschinenhersteller ein vollautomatisches Tablarlager mit circa 200 Stellplätzen realisiert. Der Hersteller betreibt seit 1995 ein Klima-Tablarlager für Tabak, Filter, Papier und Leim. Die steigende Produktivität der Zigarettenherstellungsmaschinen erforderte jedoch eine Erhöhung der Lagerkapazitäten. Um das Tabaklager zu erweitern, sollten daher Filter, Papiere und Leim separat in einem neuen Tablarlager untergebracht werden.
Da UCS bereits Erweiterungen und Servicearbeiten im Bereich der Hard- und Software sowie der Mechanik - Nachrüstung von automatischen Kippern - an dem vorhandenen Lager vorgenommen hatte, trat man auch mit dieser Aufgabenstellung an „Die Automatisierer“ heran. Die Herausforderung des Automatisierungsprojektes bestand in der relativ kleinen Größe des Lagers und der Anordnung der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten.
Elektromagnetische Lösung erwünscht
Das neue Lager sollte in einer frei gewordenen Etage im Bereich des vorhandenen Lagers eingerichtet werden, über mindestens 200 Stellplätze und je Tablar über Abmessungen von 500 x 700 Millimetern verfügen sowie für ein Gewicht von 70 Kilogramm ausgelegt sein. Die Ein- und Auslagerung erfolgt über einen Senkrechtförderer vom Erdgeschoss. Da die räumlichen Gegebenheiten kein aufwendiges Greifsystem für das Handling der Tablare zuließen und das angebotene „Equipment von der Stange“ den Anforderungen nicht entsprach, entschied man sich für eine elektromagnetische Lösung. Gemeinsam mit der ebenfalls im norddeutschen Wedel ansässigen Firma Webra Metalltechnik wurde UCS mit der Konstruktion, dem Bau, der Montage und der Inbetriebnahme eines „maßgeschneiderten“ Lagers mit Tablaren und AKL-Gerät beauftragt.
Ungestört auf engstem Raum
Um bei der Lagerung eine eindeutige Identifizierung der Tablare zu gewährleisten, wurden diese mit RFID-Transpondern auf 13,56 MHz-Basis ausgerüstet – und sind so über zwei im Erdgeschoss befindliche Antennensysteme erkennbar. Zuvor mussten jedoch noch Störquellen beseitigt werden – die zweite große Herausforderung für die Experten. Da sowohl die Fördertechnik als auch die Tablare aus Metall sind, ist eine entsprechende Anordnung und Abschirmung der Antennen sowie der Transponder für einen störungsfreien Betrieb des Kommissionierers unbedingt notwendig.
„Eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts war die eisenhaltige Umgebung, welche durch die Fördertechnik und durch massive Metallschutzzäune den Lesebereich der Antenne einschränkte.“
Peter Schaffhausen, UCS Industrieelektronik
Zollbestimmungen erfüllt
Die Antennen wurden daher links und rechts vom Senkrechtförderer auf den Kommissionierplätzen und die Transponder mittels speziell angefertigter Kunststoffhalter senkrecht am vorderen Tablarrand angebracht. Unterm Strich eine äußerst zufriedenstellende Leistung – netto wie brutto. Denn das erstellte Lager unterliegt den Zollverschlussbestimmungen, nach denen das Gewicht des Warenein- und ausgangs hundertprozentig dokumentier- und nachweisbar sein muss. Das bedeutete, dass das Gewicht der Transponder auch in das Nettogewicht der Tablare eingepflegt werden musste, welches in der Datenbank der Lagerverwaltung hinterlegt ist.
Kooperation mit Siemens
Als zertizierter RFID-Solutionpartner hat UCS die RFID-Hardwareplanung und -implementierung in enger, bewährter Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Siemens durchgeführt – zum Vorteil des Betreibers der vorhandenen S7-Anlage. Mit diesem Projekt hat UCS wieder einmal ihre Kompetenz als Systemintegrator im Bereich der Automatisierung bewiesen.
UCS Industrieelektronik: Tablarerfassung mittels HF-Transpondern beim Zigarettenmaschinenhersteller


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