Mo 21 Mai 2012 22:46:13 CEST

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Ganzmetall-RFID-Tags von Contrinex trotzen Faserzement und Wash-Down-Reinigung

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Nichts für schwache Datenträger

Beim Unternehmen Eternit im westfälischen Werk Beckum erfolgt die Fertigung der Fassadentafeln und Dachplatten aus dem gleichnamigen Material. Dabei wird der Rohstoff, im Wesentlichen ein Gemisch aus Zellulose, Kunststofffasern, Zement und Wasser, mit großen Schlauch- und Kreiselpumpen befördert. Diese verschmutzen prozessbedingt teilweise sehr stark und müssen zur Sicherstellung der Funktion und für Wartungszwecke daher regelmäßig mit Hochdruckreinigern gesäubert werden. Aufgrund der bei der Reinigung auftretenden starken mechanischen Belastung verwendet Eternit statt eines Typenschilds seit März 2009 Ganzmetall-RFID-Tags von Contrinex zur dauerhaften und eindeutigen Identifizierung der Pumpen.

Die an solchen Faserzementpumpen eingesetzte Technik muss verschmutzungs-, laugen- und wasserresistent sein sowie trotz Belägen lesbar bleiben.
Die an solchen Faserzementpumpen eingesetzte Technik muss verschmutzungs-, laugen- und wasserresistent sein sowie trotz Belägen lesbar bleiben.
Die rund einhundert im Beckumer Eternit-Werk eingesetzten Stoffpumpen haben unterschiedliche Funktionsweisen, Leistungsdaten und Spezifikationen. Allen gemein ist jedoch, dass sich die Aggregate durch das oben genannte Gemisch und weitere Zusatzstoffe schnell von außen und innen zusetzen. Die früher von Eternit eingesetzten Typenschilder mit der Pumpenbezeichnung und den dazugehörigen technischen Daten waren schon nach kürzester Zeit nicht mehr erkennbar. Zudem lösten sich die Schilder häufig beim Wash-Down-Verfahren, mit dem die Pumpen von den Ablagerungen befreit werden. Da bei der regelmäßigen Wartung eine Demontierung der Pumpen erfolgt, ist eine sichere Identifizierung jedoch zwingend nötig.

Funkende Pumpen

Die Anforderungen, die Eternit an eine funktionierende Kennzeichnungslösung stellte, waren hoch: Die Identifikationsmethode an den Ausrüstungen musste verschmutzungs-, laugen- und wasserresistent sein sowie trotz Belägen lesbar bleiben. Fündig wurden die Beckumer bei den Ganzmetall-RFID-Tags von Contrinex. Die Datenträger haben sich schon in diversen rauen Umgebungen als völlig unempfindlich gegen äußere Einflüsse wie Witterung, Öl oder Lauge erwiesen. Bei den verwendeten Pumpen kommen die RFID-Tags vom Typ RTM-0260-000 zum Einsatz. Diese nur sechs Millimeter flachen und im Durchmesser 26 Millimeter großen Datenträger sind mit einer mittigen M5-Senkschraubenbohrung versehen und lassen sich so einfach, fest und bündig mit dem Untergrund verschrauben. Bisher wurden circa 30 Pumpen mit der RFID-Technik ausgestattet.

In stählerner Rüstung

Das Gehäuse der Ganzmetall-RFID-Tags besteht aus einer glatten Oberfläche aus V2A-Edelstahl (Werkstoffnummer 1.4301) und ist mit der Schutzart IP68 äußerst robust und schmutzunempfindlich. Obwohl die Komponenten inklusive der aktiven Flächen metallummantelt sind, verfügen sie über vergleichbare Schreib-/Leseabstände wie herkömmliche Kunststoffgeräte. Möglich wird dies durch die patentierte ConIdent-Technologie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen sind die Ganzmetall-Datenträger außerdem vollbündig in Metall einbaubar, was die Komponenten zusätzlich vor mechanischer Beschädigung schützt und garantiert, dass die Datenübertragung auch im metallischen Umfeld problemlos abläuft.

Norbert Matthes„Bisher wurden circa 30 Pumpen beim Unternehmen Eternit mit der RFID-Technik von Contrinex ausgestattet.“

Norbert Matthes, Produktmanager, Contrinex Deutschland

 

Datenauslesung per Handheld

Bei Eternit erfolgt eine Auslesung und Erfassung der RFID-Datenträger mit den Pumpenspezifikationen mit einem Handschreib-/Lesegerät. In einem weiteren Schritt sollen diese zukünftig automatisch in das im Unternehmen eingesetzte ERP-System eingepflegt werden. Diesen zusätzlichen Vorteil des RFID-Verfahrens gegenüber klassischen Typenschildern hat Eternit ebenfalls erkannt: Es müssen keine Werte per Hand eingegeben werden, und Änderungen an den Spezifikationen lassen sich einfach auf den Tag übertragen.

Einsatz auch bei Hochdruckreinigung

RFID-Systeme kommen besonders in der Automobil- und der Lebensmittelindustrie sowie im Transportwesen zum Einsatz und sind somit nicht selten extremen mechanischen oder chemischen Beanspruchungen ausgesetzt. Da widrige Umgebungsbedingungen häufig mit großen Temperaturschwankungen verbunden sind, bietet Contrinex zusätzlich Ganzmetall-Schreib-/Leseköpfe und Tags an, die für einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis +125 Grad Celsius optimiert sind. Alle Ganzmetall-Datenträger entsprechen der Schutzart IP68 und funktionieren somit problemlos auch unter Wasser. Hinzu kommen Modelle, die zusätzlich die Schutzart IP69K aufweisen. Diese speziell im Lebensmittelbereich übliche hohe Schutzart ist auch für Hochdruckreinigung, erhöhte Temperatur (Heißwasser) und chemisch hoch aktive Reinigungsund Desinfektionsmittel (insbesondere Wasserstoffperoxid, aber auch andere alkalische und chlorhaltige Produkte) geeignet.

Faserzement setzt sich sehr schnell an den Pumpen ab und muss daher regelmäßig im Wash-Down-Verfahren entfernt werden.
Faserzement setzt sich sehr schnell an den Pumpen ab und muss daher regelmäßig im Wash-Down-Verfahren entfernt werden.

Vollbündig in Metall einbaubar

Die ConIdent-Technologie stellt sicher, dass die Datenträger und Schreib-/Leseköpfe trotz ihres einteiligen Gehäuses aus Edelstahl ähnliche Erfassungsabstände erreichen wie herkömmliche RFID-Systeme mit Kunststoffgehäusen. Dies bedeutet, dass die Komponenten sowohl kratz- und druckfest sowie abrieb- und korrosionsbeständig sind, aber trotz der relativ dicken Metallwand an der aktiven Fläche mit vergleichbaren Schreib-/Leseabständen wie Kunststoffsysteme arbeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen sind die Ganzmetall-Datenträger vollbündig in Metall einbaubar, was die Komponenten zusätzlich vor mechanischer Beschädigung schützt und garantiert, dass die Datenübertragung auch im metallischen Umfeld problemlos abläuft. Messungen mit vollbündig eingebauten Tags haben gezeigt, dass die erreichten Schreib-/Leseabstände vom Tag-Trägermaterial abhängig sind und somit variieren. Die ConIndent-Tags bleiben jedoch auch beim vollbündigen Einbau in alle möglichen Metalle funktionstüchtig.

Kombination von Ganzmetall und Kunststoff

Der Arbeitsbereich ist zudem abhängig von der Kombination Schreib-/Lesekopf und Datenträger. Grundsätzlich gilt, dass Schreib-/Leseköpfe mit aktiver Fläche aus Kunststoff sowohl auf Kunststoff- wie auch Ganzmetall-Tags größere Schreib-/Leseabstände erreichen als Ganzmetall-Schreib-/Leseköpfe. Eine Kombination zwischen Ganzmetall-Tags und Schreib-/Leseköpfen mit Kunststoffkappe stellt hingegen kein Problem dar, wobei der erreichte Abstand mit zunehmender Größe des Tags ebenfalls zunimmt. Sollte nur der Datenträger widrigen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein, ist es durchaus ratsam, Ganzmetall-Tags mit Standard-Kunststoff-Schreib-/Leseköpfen zu kombinieren. Die Ganzmetall-Kombination empfiehlt sich, wenn letztere ebenfalls den schwierigen Einsatzbedingungen standhalten müssen. In diesem Fall ist es ratsam, die Größe der Tags auf die eingesetzten Schreib-/Leseköpfe abzustimmen.

Ganzmetall-RFID-Produktfamilie von Contrinex RFID-Tags aus Ganzmetall

Die Ganzmetall-RFID-Produktfamilie von Contrinex besteht aus nichtbündig einbaubaren Schreib-/Leseköpfen in den Baugrößen M18 und M30 mit passenden nichtbündig und bündig einbaubaren Datenträgern mit Durchmessern von zehn Millimetern bis M30. Die Datenträger sind alle beschreib- und lesbar und verfügen über einen Schreib-/Lesespeicher von zwei Kilobit. Worte oder Speicherbereiche können mittels persönlicher Identifikationsnummer (PIN) oder Datenschutz-Bits schreib- und/oder lesegeschützt werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Contrinex GmbHContrinex GmbH
Tel. (+49) 2153-7374 0
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.contrinex.de
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