Mo 21 Mai 2012 23:01:08 CEST

You are here: Praxisberichte RFID-gestützte Palettenverfolgung von Deister Electronic bei Nolte Küchen

RFID-gestützte Palettenverfolgung von Deister Electronic bei Nolte Küchen

Drucken

Hier bleibt keine Küche kalt!

Nolte Küchen ist die zweitgrößte Küchenmarke in Deutschland. Das Unternehmen mit 1 100 Mitarbeitern hat sich auf den Entwurf und die Produktion von Kücheneinrichtungen spezialisiert. Täglich werden rund 700 individuell gefertigte Einbauküchen produziert. Um die enormen Materialbewegungen zwischen den Lägern zu optimieren, entschloss sich das Unternehmen im Dezember 2005 für eine innerbetreibliche Automatisierung. Ziel war die automatische Anbindung der Maschinenstraßen an das Hochregallager sowie die automatische Lkw-Beladung aus dem Hochregallager. Dafür integrierte das Unternehmen eine RFID-gestützte Lösung von Deister Electronic zur Palettenverfolgung. „Seit der Inbetriebnahme vor fünf Jahren hatten wir keinen einzigen Ausfall. Die Leserate liegt bei 99,99 Prozent“, lautet das positive Fazit von Dirk Rottenberger, verantwortlich für die Prozessdatenverarbeitung bei Nolte Küchen.

Nolte Küchen hat sich auf den Entwurf und die Produktion von Kücheneinrichtungen spezialisiert.
Nolte Küchen hat sich auf den Entwurf und die Produktion von Kücheneinrichtungen spezialisiert.

Serienmaterial auf Paletten

Auf einer Produktionsfläche von insgesamt 85 000 Quadratmetern an den Standorten Löhne und Melle entstehen Küchen nach Maß. Das Halbfertigteil-Werk in Löhne produziert Paletten mit Serienmaterial, deren Transport in die Montagewerke erfolgt, welche ebenfalls in Löhne beziehungsweise Melle stationiert sind. In den Montagewerken werden aus den Bauteilen Küchenmöbel gefertigt.

Versteckter Transponder

Täglich werden 500 bis 600 Stapel Korpus- und Frontmaterial ein- und ausgelagert. Als Ladehilfsmittel fungieren Flachpaletten aus Sperrholz. Mittels einer Bohrung wird in der Mitte der Palette je ein robuster Transponder aus Epoxy mit einem Durchmesser von 30 Millimeter eingesetzt. Das Loch ist mit einem Astlochdübel verschlossen. Die Entscheidung fiel auf RFID-Transponder, weil diese, im Vergleich zum Barcode, robust sind, sich in den Ladehilfsmitteln verstecken lassen und sich außerdem für die Ein- und Auslagerung der Warenströme eignen. Mit Barcodes, die immer gut sichtbar aufgeklebt sein müssen, hätte man für diese Vorgänge laut Aussagen des Unternehmens die dreifache Zeit für das Lesen der Daten benötigt.

 Die Verfolgung der Transportwagen für Frontteile soll zukünftig auch über RFID erfolgen.
Die Verfolgung der Transportwagen für Frontteile soll zukünftig auch über RFID erfolgen.

Verheiratung durch Lesegeräte

In Löhne stellen vollautomatische Abstapelautomaten hinter Maschinenstraßen die Rohbauteile in Stapeln auf den getaggten Paletten zusammen. Diese überprüft ein Mitarbeiter anschließend auf Qualität und bucht diese manuell an einem stationären Terminal ein. Dabei erhält der Mitarbeiter die Produktionsdaten aus dem PPS-System, gleicht die Soll-Stückzahl mit der Ist-Stückzahl ab und macht gegebenenfalls Korrekturen. Zudem wird noch einen Warenbegleitbeleg erzeugt, der bis zum Verbrauch der Materialien an der Palette verbleibt. „An Aufsetzpunkten erfolgt die Verheiratung der Informationen der Stapel aus dem PPS-System mit dem Transponder, indem der Ladungsträger ein Transponder-Lesegerät überfährt“, erklärt Georg Rupprecht, Leitung Betriebstechnik bei Nolte Küchen, gegenüber „RFID im Blick“.

I-Punkt überprüft Ladung

Die Palette fährt auf Rollenbahnen zum Hochregallager. Vor der Einlagerung wird sie vollautomatisch umreift und danach von zwei kurvengängigen Regalbediengeräten aufgenommen und eingelagert. Zuvor überfährt die Palette noch ein weiteres Mal ein RFID-Lesegerät, welche an einem festgelegten I-Punkt installiert ist, um zu überprüfen, ob die richtige Palette auf dem Weg in das korrekte Regalfach ist.

Georg Rupprecht„Die RFID-Lösung war eine sehr zuverlässige Investition, die sich nicht nur wirtschaftlich gerechnet hat, sondern auch quasi wartungsfrei ist.“

Georg Rupprecht, Nolte Küchen

 

Vollautomatisches Load-System

„Die Haupttätigkeit des Mitarbeiters im Lager ist die Zusammenstellung der Ladungen, die an unsere Montagewerke geliefert werden“, so Rupprecht. Nach Anforderungen der Werke lagern die Mitarbeiter Paletten aus und stellen diese in Lkw-Einheiten zusammen. Die Lkws besitzen eine eigene integrierte Fördertechnik und stehen an automatisierten Verladebahnhöfen bereit. Je nach Palettengröße erfolgt ein Transport von rund 28 bis 33 Paletten auf Rollenbahnen in einen Lkw. Dies geschieht über ein sogenanntes Load-System, welches die Paletten direkt in den Lkw hineinfährt. Das Entladen und die Wareneingangsbuchungen der Paletten in den Montagewerken erfolgt ebenso automatisch wie das Verladen.

Die Paletten werden an Aufsetzpunkten mit den Informationen aus dem PPS-System verheiratet.
Die Paletten werden an Aufsetzpunkten mit den Informationen aus dem PPS-System verheiratet.

Getaggte Transportgestelle

Seit Januar 2007 setzen auch Zulieferer von Nolte Küchen die erprobte RFID-Technologie ein. Somit ist nur eine definierte Sequenz lieferbar, die Lagerbestände sind reduzierbar und alle benötigten Teile sind „just-in-time“ vorhanden. Beispielsweise erhält Nolte Küchen von einem Zulieferer Einbau-Schubkästen, welche dieser in getaggten Transportgestellen anliefert. Im Wareneingang bei Nolte Küchen wird über ein stationäres Lesegerät der Tag erfasst und somit die Informationen über die Schubkästen per Datenfile in das ERP-System eingeschleust.

Ausblick

„Zurzeit überlegen wir, für den innerbetrieblichen Transport von Frontteilen RFID-Tags einzusetzen“, erklärt Rupprecht. Die Beförderung der Frontteile für Kücheneinrichtungen erfolgt aktuell über Transportwagen, welche mit einem Barcode-Label ausgestattet sind. Da rund 15 000 von den Bauteilen innerbetrieblich bewegt werden müssen, sei eine Verfolgung und Erkennung der Transportbehälter über RFID zeitsparender und effizienter.

Vorteile des RFID-Einsatzes

  • Überprüfung der Ladehilfsmittel
  • Reduzierung der Bestände in den Kommissionierlägern
  • Schnelles Be- und Entladen der Lkws
  • Wartungsfreies AutoID
  • Materialverfolgung über die gesamte Lieferkette
  • Erweiterung auf externe Lieferanten
  • Übertragung der Lieferdaten mit EDI
  • Automatische Warenausgangsbuchung in SAP bei Zulieferern
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

deister electronic GmbHdeister electronic GmbH
Joachim Gonschior
Tel. (+49) 5105-516 111
Email. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Website: http://www.deister.com
Über deister: Pressefach

Karbonfaserhersteller weitet RFID-Lösung von pco aus

Montag, den 21. Mai 2012 um 11:15 Uhr
Karbonfaserhersteller weitet RFID-Lösung von pco aus

Systemintegrator pco entwickelte für den Karbonfaserhersteller Saertex eine ganzheitliche RFID-Lösung zur Steuerung des Materialflusses. Zielsetzungen waren die Optimierung der Prozessqualität und eine höhere Prozesseffizienz. 2009 begann die Automatisierung der Verladekontrolle. Seit letztem Jahr kommt die RFID-Lösung auch bei der Rohwarenentnahme und im Wareneingang zum Einsatz.

Systemhaus pco

RFID-Lagerlösung der all in one GmbH: Staplerfahrer erfassen funkende Juterollen

Montag, den 02. Januar 2012 um 08:00 Uhr
RFID-Lagerlösung der all in one GmbH: Staplerfahrer erfassen funkende Juterollen

Jute ist einer der natürlichen Stoffe, aus denen bei Armstrong DLW in Delmenhorst seit 130 Jahren Linoleum hergestellt wird. Jute ist der Trägerstoff auf der Unterseite des Fußbodenbelags und wird in Rollen geliefert, gelagert und der Produktion zur Verfügung gestellt. Ein Projekt zur Bestandsmanagement Einführung einer RFID-basierten Lösung hatte folgende Ziele: besseres Lagermanagement, bessere Übersicht über die einzelnen Jute-Chargen in den Rohstofflägern und an den Produktionslagerorten und ein sicheres Bestandsmanagement.

Zutrittskontrolle am Flughafen mit Assion Electronic

Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
Zutrittskontrolle am Flughafen mit Assion Electronic

Am Flughafen einer Großstadt in Südafrika setzt das Unternehmen Assion Electronic ein RFID-System zur Zutrittskontrolle ein. Das 2007 in der südafrikanischen Großstadt gestartete Projekt sorgt heute für Transparenz und Sicherheit. Seitdem sind Kriminaldelikte im Sicherheitsbereich deutlich zurückgegangen. Die Zufahrtskontrolle und die Personenidentifikation erfolgen seither in geordneten Bahnen. Das System bietet Funktionalitäten, die eine Ausdehnung auch auf andere Einsatzbereiche erlaubt. „RFID im Blick“ sprach mit Ewald Assion, Geschäftsführer von Assion Electronic.

UPM RFID unterstützt Kampf gegen Cholera

Dienstag, den 27. Dezember 2011 um 08:00 Uhr
UPM RFID unterstützt Kampf gegen Cholera

Nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010 in Haiti hat sich die Non-Profit-Organisation Deep Springs International mit Technologiepartnern zusammengeschlossen, um die Verbreitung von Cholera durch schmutziges Trinkwasser einzudämmen. Neben dem Nokia Research Center (NRC) unterstützte auch UPM RFID das Projekt.

Leuze electronic: Turbo Gepäck-Logistik unter Zeitdruck

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 15:11 Uhr
Leuze electronic: Turbo Gepäck-Logistik unter Zeitdruck

Die Gepäcklogistik für das Check-in- und Transfer-Gepäck am Frankfurter Flughafen ist eine komplexe, flughafenüberspannende Anlage. Ein Sensoriksystem trägt dazu bei, dass das Gepäck der Passagiere schnell das Ziel erreicht.

IdentPro GmbH: Transportmanagement bei Just-in-Time-Produktion

Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 14:49 Uhr
IdentPro GmbH: Transportmanagement bei Just-in-Time-Produktion

Für das Monitoring seines von externen Speditionen durchgeführten Werkverkehrs setzt ein großer Möbelhersteller aus Baden-Württemberg aktive RFID-Technologie ein. Ziel ist eine verbesserte Transparenz und Optimierung der Prozesse. Produktionsprozesse, die auf der Just-in-Time-Strategie aufsetzen, sparen zwar Überfährt ein Lkw mit aktivem Transponder die Induktionsschleife, sendet der Transponder ID und Zeitstempel an das System. Lagerhaltungskosten, sind dafür jedoch auf eine absolut zuverlässige Logistik angewiesen – fehlt der Nachschub, steht die Produktion. Da sich das Lager quasi auf der Straße befindet, sind exakte Planung und eine permanente Kontrolle erforderlich, um auf Störungen schnellstmöglich reagieren zu können.

Pulverabsackung mit RFID-Paletten

Donnerstag, den 10. November 2011 um 08:39 Uhr
Pulverabsackung mit RFID-Paletten

Um die internen Logistikprozesse sowie das Paletten- und Produkthandling zu optimieren, rüstete Sachsenmilch den Bereich Pulverabsackung mit RFID-Paletten und Lebensmittellogistik mit UHF-Readern aus. Das Resultat: erhöhte Flexibilität, Ausschluss von Lesefehlern und lückenlose Chargenverfolgung.

Geschwindigkeitstest auf dem Nürburgring

Montag, den 25. Juli 2011 um 13:32 Uhr
Geschwindigkeitstest auf dem Nürburgring

High Speed RFID von Identec Solutions identifiziert Fahrzeuge bei Renngeschwindigkeit

Schon seit 1995 gehört der Umweltschutz zu den festen Unternehmensgrundsätzen des Nürburgrings und im Jahre 1998 wurde die „Grüne Hölle“ erstmals nach der EU-Öko-Audit- Verordnung zertifiziert und dieses Zertifikat im Jahre 2010 erneut für drei Jahre verlängert. Dies ist für eine Rennstrecke bis heute weltweit einzigartig.

B&M Tricon: 1A WLAN-Qualität für 1A Full-Service-Logistik bei der Geis Gruppe

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 15:16 Uhr
B&M Tricon: 1A WLAN-Qualität für 1A Full-Service-Logistik bei der Geis Gruppe

Die Geis Gruppe verfügt über flächendeckende Logstiknetzwerke in Deutschland und ganz Europa. Die Leistungen der Geis-Gruppe gliedern sich in die drei Geschäftsbereiche Road Services, Logistic Services und Air+Sea Services. Von 84 Standorten aus werden pro Jahr gut vier Millionen Transportaufträge abwickelt. Mit der Einführung eines auf zentralen WLAN-Controllern basierenden Datenfunknetzwerkes von B&M TRICON wurde die IT-Administration vereinfacht und die Funkversorgung noch weiter verbessert.

ICS International steigert Produktivität bei Adam Hall um 30 Prozent

Mittwoch, den 23. März 2011 um 14:42 Uhr
ICS International steigert Produktivität bei Adam Hall um 30 Prozent

Optimierte interne Logistikprozesse durch mobilen Datenfunk

Um die erwartete Umsatzverdopplung in den kommenden Jahren mit gleichem Personal bewältigen zu können, lagert und kommissioniert das Handelsunternehmen Adam Hall in seinem neuen Logistikzentrum am Standort Neu-Anspach seit Herbst 2009 mithilfe einer mobilen Datenfunklösung des Unternehmens ICS International. Diese umfasst die komplette Datenfunkausleuchtung im Logistikzentrum über WLAN sowie den Einsatz der entsprechenden Hardware – und zwar sowohl in der Lager- als auch der Büroumgebung. „Durch diese Maßnahmen haben wir die Produktivität im Gesamtsystem in den ersten Monaten bereits um 30 Prozent gesteigert“, berichtet Sven Wagner, kaufmännischer Leiter bei Adam Hall.

More: