Gemeinsam mit der Firma Felix Schoeller Supply Chain Technologies (Felix Schoeller SCT) und der Firma ebm aus Osnabrück wurde ein Sensor zur Ansteuerung von stationären RFID-Gates entwickelt. Dieser reagiert auf Änderungen des Erdmagnetfeldes durch die Anwesenheit magnetischer Objekte. Mit seiner Hilfe wird die Bewegung von Flurförderfahrzeugen an RFID-Identifikationspunkten erkannt und somit die Triggerung der Reader und die Ermittlung der Fahrtrichtung von Fahrzeugen zuverlässig realisiert.
Die ebm ist ein mittelständisches Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, ein Segment sind Leit- und Parkleitsysteme. Hier vertrauen Städte wie Hamburg, Münster, Osnabrück und Kassel auf die Leistungen der ebm. Aus der Intention in Parkleitsystemen ausschließlich Fahrzeuge zu erfassen, hat die ebm in ihrer Entwicklungsabteilung einen Magnetfeldsensor entwickelt, der ferromagnetische Materialien detektiert und deren Anwesenheit signalisiert.
Die Felix Schoeller SCT ist ein RFID-Systemintegrator, der mit 13 Mitarbeitern Supply-Chain-Monitoring-Projekte in verschiedenen Branchen wie der Holzwerkstoff-, der Folien- oder Automobilindustrie realisiert. Bei Projekten zur Verfolgung von Materialbewegungen entlang des Materialflusses eines Industrieunternehmens, stehen unter anderem automatische Materialumbuchungen durch RFID-Lesungen an stationären Identifikationspunkten im Fokus. Die zuverlässige Ansteuerung der RFID-Gates zwischen verschiedenen Lagerbereichen und an Verladerampen ist mit den üblichen Sensoren wie Radarsensoren oder Lichtschranken mit hohem Inbetriebnahme-Aufwand verbunden. Darüber hinaus stellt die Ermittlung der Fahrtrichtung durch ungeeignete Sensoren eine mögliche Fehlerquelle bei automatischen Umbuchungsvorgängen dar. Des Weiteren können optische Sensoren durch Gegenstände verdeckt oder mechanisch verstellt werden.
Hierzu wurde gemeinsam der äußerst zuverlässige und kostengünstige Erdmagnetfeldsensor ebm BW1 für das Industrieumfeld weiterentwickelt. Der ebm BW1 kann als Unterflur- oder als Deckensensor eingesetzt werden. Er erkennt beispielsweise die Überfahrt eines Gabelstaplers und aktiviert die RFID-Antennen. Darüber hinaus kann über eine entsprechende Logik die Fahrtrichtung des Objektes ermittelt und mit der RFID-Lesung in der Middleware verknüpft werden. Eine problemlose Detektion ist auch ohne „Sichtverbindung“ zum Sensor möglich. Selbst durch massive Stahl-Verladerampen wie Vorschubbrücken hindurch erfasst der ebm BW1 metallische Körper. So ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, Fahrzeuge aus dem Boden und von der Decke zu erfassen um ein gezieltes Datenlogging von RFID-Tags zu ermöglichen. Die wesentlichen Vorteile des Sensors sind die:
- vollautomatische Anwesenheitserkennung von Flurförderfahrzeugen und Lkw
- berührungslose Identifikation, ohne Sichtkontakt auch durch Beton oder Stahl
- zuverlässige Kompensierung von Umgebungsveränderungen (Temperatur, Metallgestelle, große metallischer Objekte in unmittelbarer Umgebung des Sensors)
- Möglichkeit der sicheren Fahrtrichtungserkennung und Vermeidung von Fehlbuchungen
- vielfältige Anwendungsmöglichkeiten als Bewegungsmelder von größeren metallischen Objekten oder als statischer Sensor zur Anwesenheits-Erkennung von Metall.
ebm auf der Hannover Messe 2011: Halle 2, Stand A23
Erdmagnetfeld-Sensoren für RFID-Anwendungen von Felix Schoeller im industriellen Umfeld
