Die Tsunamikatastrophe 2004 in Sri Lanka hat das Unternehmen ifm electronic veranlasst, 2005 eine Patenschaft mit dem Arbeitskreises Sri Lanka e.V. in Münster einzugehen. Der Verein unterstützt in dem Heim an der Westküste Sri Lankas die Berufsausbildung straffällig gewordener Jugendlicher.
Einfach auf die Straße geworfen
„Der Anteil straffälliger Jugendlicher in Maggona liegt bei 40 Prozent“, berichtet der Vereinsvorsitzende Lutz Löher. „Viele dieser Kinder werden von der Polizei wegen belangloser Diebstähle aufgegriffen und wie Schwerverbrecher zum Heim gebracht. Die Armut lässt Familien oft keine andere Wahl, als die Kinder zum Betteln auf die Straße zu schicken.“ Rund 25 Prozent der Bevölkerung leben unter der hiesigen Armutsgrenze von 15 Euro pro Monat. Auch 26 Jahre Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen haben tiefe Wunden geschlagen und Kinder als Waisen heimatlos zurückgelassen. „Viele tamilische Kriegswaisen wurden einfach in Internierungslager gesteckt. Wir versuchen aktuell für diese mit der Aktion ‚1 Euro pro Tag für jedes Kind‘ lebenswerte Perspektiven zu schaffen. Der Teufelskreis der Armut kann nur mit einer Maßnahme durchbrochen werden: Kindern die Bildung näher bringen.“
Hilfe zur Selbsthilfe
„Für ifm war es wichtig, einen nachhaltigen Beitrag für die Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, sagt Simone Felderhoff, PR-Managerin bei ifm electronic. „Wir unterstützen das Projekt, damit die Ärmsten der Armen eine Chance auf ein sicheres Leben bekommen. Auch die ifm-Belegschaft ist beim Sammeln von Spendengeldern sehr engagiert“, erklärt sie weiter. „So wurde beispielsweise von Mitarbeitern ein Staffellauf vom Bodensee zur Hannover Messe organisiert oder diverse Feierlichkeiten zum Anlass genommen, für den guten Zweck zu sammeln. Und dabei machen die Azubis begeistert mit und organisieren regelmäßig den „ifm-Fan Shop“, bei dem durch den Verkauf von Werbeartikeln ebenfalls Geld gesammelt wird.“
Wieder zurück ins Leben
Der Arbeitskreis Sri Lanka entstand 1978 in der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef im Münster-Kinderhaus. „Unsere Hilfen dienen allen Menschen in Not, ohne Rücksicht auf ihre Religion, ihre ethnische Gruppe, ihr Geschlecht oder ihre Kaste“, erklärt der ehemalige Lehrer sein Engagement und das zahlreicher ehrenamtlicher Helfer. Ein Dutzend einheimischer Patres und Schwestern, Betreuer sowie eine Psychologin vor Ort betreuen die rund 150 Jungen von 10 bis 18 Jahren im St. Vincent‘s Home. Die Jungen leben in familienähnlichen Großgruppen, besuchen aber eine staatliche Schule in der Nachbarschaft. Ab circa 14 Jahren erhalten die Jungen eine handwerkliche Berufsausbildung.
Bildung durchbricht Teufelskreis
Das Heim verfügt über mehrere Werkstätten, wie eine Buchdruckerei und -binderei, Schweißerei, Dreherei, Tischlerei, Maurerei und Zimmerei. Durch die Partnerschaft mit ifm konnte beispielsweise für die Werkstätten eine hochmoderne Druckmaschine angeschafft werden. Auf dieser wurden Weihnachtsgrüße und die ifm-Mitarbeiterzeitschrift gedruckt. Darüber hinaus werden die Ausbildergehälter sowie seit Kurzem auch der Englischunterricht finanziert. „Wir haben zwei neue junge Lehrerinnen eingestellt. Die kommen bei den Jungs richtig gut an und motivieren sie zum Lernen.“
ifm electronic gibt Heimkindern in Sri Lanka eine Chance

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in der DACH-Region erweitert damit sein Produktportfolio in der Tiefe und Breite. Nordic ID, skandinavischer Hersteller von RFID Mobile Computern, Barcode Handgeräten und fixen RFID Lesern gewinnt im Gegenzug offiziell einen neuen internationalen Vertriebspartner für Deutschland, Österreich und die Schweiz.