Vor sieben Jahren trat ein Bus, ausgestattet mit medizinischer Technik, seine Reise durch entlegene Gebiete Indiens an. Er war der erste von 18 mobilen Kliniken, die Siemens entwickelt hat. Diese bringen medizinische Grundversorgung zu Menschen, die dafür sonst Hunderte Kilometer zu Fuß gehen müssten. In der Umgebung der Kleinstadt Bhimtal, in den Ausläufern des Himalaya im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand, liegen viele kleine Orte abseits von Arztpraxen und Krankenhäusern. Die dort Lebenden müssen kilometerlange Fußmärsche zur nächsten Krankenstation zurücklegen. Vor allem schwerkranke und ältere Patienten sind von der medizinischen Versorgung praktisch ausgeschlossen.
Wenn die Menschen nicht zu den Ärzten gehen können, dann müssen die Ärzte zu den Menschen kommen. Die Idee des Sanjeevan Mobile Clinic wurde geboren. Von außen sieht sie aus wie ein großer Reisebus. Im Inneren jedoch befindet sich eine zweckmäßig ausgestattete Arztpraxis. Diese verfügt über Diagnosemöglichkeiten wie Röntgen, Ultraschall, Mammographie oder Elektrokardiogramm. Neben einem weiteren Behandlungszimmer gibt es auch eine Dunkelkammer zum Entwickeln der Röntgenaufnahmen. Die fahrende Klinik ist mit einem Generator ausgestattet, der sie unabhängig vom Stromnetz macht.
Bevor eine mobile Klinik einen Ort anfährt, werden die Bewohner per Megaphon unterrichtet. Eine Frau mit ihren Kindern ist schon lange da, bevor die Sanjeevan Mobile Clinic eintrifft. Sie hat einen fünfstündigen Fußmarsch hinter sich – ein „Spaziergang“ im Vergleich zu den 200 Kilometern, die sie zurücklegen müsste, um in die nächste städtische Klinik für eine Röntgen- und Ultraschalluntersuchung zu gelangen. Wie sie leiden viele Menschen in der Region an Nierensteinen, Magenkrankheiten oder anderen Krankheiten der inneren Organe.
Allein die Mobile Clinic, die das Gebiet von Bhimtal in der Provinz Uttarakhand in Nordindien versorgt, konnte in sechs Jahren mehr als 800 „Medical Camps“ aufschlagen. 60 000 Patienten wurden versorgt. In den vergangenen sieben Jahren hat Siemens bereits 18 dieser mobilen Praxen ausgestattet.
Siemens AG macht Medizin für Indien mobil

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in der DACH-Region erweitert damit sein Produktportfolio in der Tiefe und Breite. Nordic ID, skandinavischer Hersteller von RFID Mobile Computern, Barcode Handgeräten und fixen RFID Lesern gewinnt im Gegenzug offiziell einen neuen internationalen Vertriebspartner für Deutschland, Österreich und die Schweiz.