Drei Jugendliche im Alter von 12 bis 13 Jahren haben mit einer RFID-Lösung den Ersten Preis für „Schüler experimentieren“ in Nordrhein-Westfalen erhalten. Bei dem Projekt ging es um eine Hilfestellung für Blinde und Sehbehinderte für die Wahl ihrer Kleidung. Mit einem RFID-Reader lassen sich Hangtags an den Kleidungsstücken auslesen, die Informationen über Typ, Farbe, Schnitt, Muster und Material geben. Anhand dessen können zwei Kleidungsstücke miteinander verglichen werden.
Für das Projekt „Kleider machen Leute, der Kleiderschrank für Blinde und Sehbehinderte“ erhielten die beiden Schülerinnen Miriam Löcke und Verena Hunstig sowie der Schüler Lars Wortmeier zusätzlich den Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderung“. Sie hatten sich schon seit längerem mit der RFID-Technologie auseinander gesetzt. Für die aktuelle Lösung setzten die Jugendlichen einen Reader des Typs „Morphic“ vom Unternehmen Nordic ID ein. „Die Jugendlichen sind selbstständig auf uns zugekommen“, so Lothar Struckmeier, Managing Director von Nordic ID, im Gespräch mit „RFID im Blick“. Im Vorgängerprojekt hätten sie die Kleidungsstücke mit 125 kHz-Hangtags ausgestattet. Dann sei mit dem „Morphic“ die Umstellung auf UHF gelungen.
Vergleich der Kleidungsstücke
Die Tags der Kleidungsstücke werden beim Herausnehmen aus dem Schrank mit dem RFID-Reader gelesen. Der Reader vergleicht dann zwei Kleidungsstücke anhand verschiedener Merkmale wie Typ, Farbe, Schnitt, Muster und Material. Per Sprachausgabe erfährt der sehbehinderte Mensch, welche Kleidungsstücke er ausgesucht hat und ob sie zueinander passen. Die gültigen Kombinationen sollen online aktualisiert werden können, damit sich die Menschen entsprechend der aktuellen Mode kleiden können. „Wir sind begeistert von dem positiven Tatendrang der Jugendlichen und unterstützen das Projekt natürlich gerne“, sagt Struckmeier. Deshalb habe Nordic ID den Nachwuchsforschern den Reader nun geschenkt, auch um Weiterentwicklungen zu unterstützen.
Intelligente Programmierung
„Wir haben vom Unternehmen Deister die Textiletiketten gestellt bekommen“, so Struckmeier weiter. Die Jugendlichen hätten sich innerhalb kürzester Zeit die einschlägige Programmierung beigebracht. „Sie haben völlig selbstständig den Morphic programmiert und ein intelligentes Programm aufgespielt, das die Kleidung noch besser zusammenstellt. Dahinter steckt eine kleine Datenbank, die zum Beispiel weiß, welche Farben nicht zusammenpassen. Es wird dann angesagt, was der Blinde in der Hand hält und ob es zu dem anderen Teil passt.“
Weiterentwicklung folgt
Der Wettbewerb „Schüler experimentieren“ ist Teil von „Jugend forscht“ und richtet sich an Jugendliche bis einschließlich 13 Jahre. Ab einem Alter von 14 Jahren ist eine Teilnahme beim Hauptwettbewerb „Jugend forscht“ möglich. Hier wollen Miriam Löcke, Verena Hunstig und Lars Wortmeier noch hin, denn sie arbeiten bereits an einer Weiterentwicklung ihres Systems. Eine Sprachsteuerung soll folgen.
RFID-Projekt mit Nordic ID-Readern: Jungforscher ausgezeichnet


Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in der DACH-Region erweitert damit sein Produktportfolio in der Tiefe und Breite. Nordic ID, skandinavischer Hersteller von RFID Mobile Computern, Barcode Handgeräten und fixen RFID Lesern gewinnt im Gegenzug offiziell einen neuen internationalen Vertriebspartner für Deutschland, Österreich und die Schweiz.