Die HARTING Technologiegruppe mit Sitz im ostwestfälischen Espelkamp konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 481 Millionen Euro erreichen. Das bedeutet eine Umsatzsteigerung in Höhe von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (413 Milionen Euro). „Wir hatten uns viel vorgenommen für das Geschäftsjahr, und wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen", so Dietmar Harting auf der Bilanzpressekonferenz am 5. Dezember 2011 in Espelkamp.
Die Produkte und Lösungen des Espelkamper Familienunternehmens sind weltweit in allen Bereichen der Industrie im Einsatz. Der weitaus größte Umsatzbereich ist der Bereich Connectivity & Networks. Er umfasst die elektrischen und elektronischen Steckverbinder, die Geräteanschlusstechnik, die Netzwerkkomponenten und konfektionierten Systemkabel. Die Anwendungsbereiche der HARTING Lösungen reichen vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automatisierungstechnik, die Verkehrstechnik, die Energieerzeugung und -verteilung, die industrielle Elektronik, die Geräteanschlusstechnik und die Telekommunikation bis hin zur Medizintechnik und Anwendungen der Rundfunk-, Bühnen- und Veranstaltungstechnik.
Unter der weltweit bekannten Marke „Han“, die einen Standard im weltweiten Markt darstellt, entwickelt und vertreibt HARTING im Bereich Installation Technology Industrie-Steckverbinder und Installationskonzepte, die zur Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Daten, Signal und Power dienen. Im Segment Device Connectivity bietet HARTING unter der Marke „har-“ ein universelles und innovatives Produktportfolio für den Anschluss und den Aufbau von industriellen Geräten. HARTING Ethernet Netzwerkkomponenten und Verkabelungen für alle Unternehmensbereiche sowie die RFID-Systeme werden im Bereich Smart Network Infrastructure weltweit unter der Marke „Ha-VIS“ vermarktet.
Weltweite Umsatzsteigerungen – große Zuwächse in Deutschland
Die wegweisenden Entwicklungen der HARTING Technologiegruppe sind international sehr erfolgreich. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr in allen Regionen Umsatzzuwächse verzeichnet werden. Maßgeblich haben dazu positive Entwicklungen in den Branchen Maschinenbau, Energie, Robotik und Automation beigetragen.
Besonders erfreulich war für HARTING die Entwicklung in Deutschland, wo der Umsatz um 24,0 Prozent gesteigert werden konnte und insgesamt 181 Millionen Euro betrug (Vorjahr: 146 Millionen Euro). In Europa ohne Deutschland konnte der Umsatz von 140 Millionen Euro auf 163 Millionen Euro und damit um 16,4 Prozent gesteigert werden. In der Region Americas (USA, Südamerika und Kanada) wurden im vergangenen Geschäftsjahr 44 Millionen Euro erzielt, das bedeutet eine Steigerung um 18,9 Prozent (Vorjahr: 37 Millionen Euro). Auch in Asien konnte erneut ein Umsatzwachstum erreicht werden. Hier setzte HARTING insgesamt 93 Millionen Euro um (Vorjahr: 89 Millionen Euro) und steigerte den Umsatz um 4,5 Prozent.
Innovationsstärke und Kundennähe – der Schlüssel zum Erfolg
Eine besondere Stärke des Unternehmens ist die enge Zusammenarbeit mit seinen Kunden bereits in der Projektphase, aus der maßgeschneiderte kundenindividuelle Lösungen entstehen. „Wir sehen die Welt mit den Augen unserer Kunden", so Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks. „Unser klares Ziel ist es, mit jedem einzelnen Produkt einen echten Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Wir erzeugen einen konstanten Strom von Innovationen, um unsere Kunden in ihrem Wettbewerbsumfeld bestmöglich zu unterstützen."
HARTING hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere auf den Messen viele Innovationen vorgestellt, die weltweit allergrößte Beachtung gefunden haben. So stand im Mittelpunkt der Hannover Messe 2011 die Technologie smart Power Networks, mit der aus der Strom-Verteilung von heute ein intelligentes Energieverteilungs-Netzwerk von morgen wird. Für den Anwender bedeutet das Vorteile bei der Planung, Inbetriebnahme und Anlagenverfügbarkeit. Die neu entwickelte HARTING Technologie dient dazu, Einsparpotenziale zu erkennen, zu analysieren und dann auch konsequent umzusetzen. Das ist der Schlüssel zur Steigerung der Energieeffizienz.
Die Technologie smart Power Networks wird mittlerweile in der SmartFactoryKL des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) eingesetzt und erprobt. Die ersten Ergebnisse der Erprobung, bei der nach Angaben von Prof. Dr.-Ing. Detlef Zühlke, dem Leiter der SmartFactoryKL, punktuell Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht wurden, konnte HARTING schon Mitte November 2011 auf der Messe SPS/IPC/DRIVES in Nürnberg vorstellen.
Great Place to Work – weltweiter Personalaufbau – Ausbildung auf Rekordniveau – Ausbau der Technologiekompetenz im Mühlenkreis
HARTING hat im vergangenen Geschäftsjahr weltweit 301 neue Stellen geschaffen, von denen der weitaus überwiegende Teil im Mühlenkreis entstanden ist. Zum Stichtag 30.9.2011 hatte HARTING insgesamt weltweit 3.394 Mitarbeitende. Das bedeutet einen Aufbau von insgesamt 301 Mitarbeitenden im Vergleich zum Vorjahr (3.093 Mitarbeitende).
An den Standorten in Mühlenkreis beschäftigt HARTING mittlerweile 1.872 Mitarbeitende, das sind 212 mehr als im Vorjahr (1.660 Mitarbeitende). In den weltweiten Tochtergesellschaften stieg die Anzahl der Mitarbeitenden von 1.433 auf 1.522. Der Aufbau fand hauptsächlich in der Fertigung und in Forschung und Entwicklung statt. In den ausländischen Gesellschaften hat HARTING insbesondere im Bereich der Produktion neue Stellen geschaffen, um der konstant steigenden Nachfrage nach HARTING Lösungen vor Ort nachkommen zu können.
„Der Erfolg des vergangenen Jahres ist eine gemeinsame Leistung aller Mitarbeitenden, auf die wir sehr stolz sind“, betont Margrit Harting, Generalbevollmächtigte Gesellschafterin der HARTING Technologiegruppe. „Eine solche Leistung kann nur entstehen, wenn sich alle mit den gemeinsamen Zielen identifizieren.“ Wie hoch die Identifikation mit dem Espelkamper Familienunternehmen ist, zeigt die Auszeichnung, einer von „Deutschlands besten Arbeitgebern 2011“ zu sein, die HARTING im abgelaufenen Geschäftsjahr erhalten hat. Die HARTING Technologiegruppe hatte sich erstmalig an dem Wettbewerb Great Place to Work beteiligt. Die Bestätigung, einer der besten Arbeitgeber Deutschlands zu sein, honoriert die vielfältigen Bemühungen des Espelkamper Familienunternehmens, seinen Mitarbeitenden attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze in einem innovativen Hochtechnologieunternehmen zu bieten.
Die Ausbildung hat bei HARTING von jeher einen sehr hohen Stellenwert. Entsprechend gut sind die Ergebnisse. Das Familienunternehmen kann auf eine beeindruckende Zahl an ausgezeichneten Auszubildenden zurückblicken. Auch in diesem Jahr wurden vier der HARTING Auszubildenden für ihre herausragenden Leistungen durch die WAGO-Stiftung geehrt.
Das Unternehmen hat die Anzahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden bei HARTING insgesamt 90 Auszubildende auf ihr Berufsleben vorbereitet. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wird die Zahl noch einmal signifikant gesteigert, erstmals werden mehr als 100 Berufseinsteiger bei HARTING ausgebildet. Korrespondierend dazu hat HARTING auch die angebotenen Berufsbilder immer weiter ausgebaut. Mittlerweile bietet HARTING 17 unterschiedliche Ausbildungsberufe an. Die Anzahl der Auszubildenden in den technischen Berufen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 37 technische Auszubildende gestiegen.
Um die vielfältigen Möglichkeiten der Berufsbilder in technischen Unternehmen bekannt zu machen, arbeitet HARTING sehr intensiv mit den heimischen Schulen zusammen. Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist die Kooperation mit der Hauptschule Waldschule in Espelkamp. Das Ziel der Kooperation ist eine Steigerung der Qualifikation der künftigen Schulabgänger, um ihnen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Der Erfolg der gemeinsamen Bemühungen zeigt sich auch daran, dass mittlerweile drei Schüler der Waldschule ihre Ausbildung bei HARTING begonnen haben.
„HARTING ist einer der größten Arbeitgeber im Mühlenkreis. Wir sind uns dieser Verantwortung sehr bewusst“, so Dr. Michael Pütz auf der Bilanzpressekonferenz. „Mit unserer ausgezeichneten Ausbildung, aber auch mit unserer Leidenschaft für die technischen Berufsbilder möchten wir den Technologiestandort Ostwestfalen nachhaltig stärken.“
Neben der unternehmenseigenen Ausbildung und der Zusammenarbeit mit den heimischen Schulen, die das Unternehmen in zahlreichen Initiativen wie beispielsweise KiTec (Kinder entdecken Technik) unterstützt, tritt HARTING auch für die universitäre Ausbildung und die Förderung der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein. In dem von HARTING an der TU Berlin eingerichtete Graduiertenkolleg im Fachgebiet für Innovationsökonomie haben im vergangenen Jahr die ersten Doktoranden ihre Promotion abschließen können.
Investitionen in Technologien – neues Qualitäts-Center in Espelkamp – Umsatzerwartung auf hohem Niveau stabil
Die HARTING Technologien sind für ihre herausragende Qualität bekannt, und alle Mitarbeitenden der HARTING Technologiegruppe fühlen sich in ihrem täglichen Tun für die Umsetzung dieser hohen Qualitätsanforderungen verantwortlich. HARTING investiert im jetzt laufenden Geschäftsjahr insgesamt mehr als 8 Millionen Euro in den Neubau eines Qualitäts- und Technologie-Centers, das im Herzen des Werksgeländes in Espelkamp entstehen wird. Das ca. 3.500 Quadratmeter große Qualitäts-Center lehnt sich architektonisch an die bestehende Gebäudestruktur an und fügt sich damit harmonisch in das HARTING Betriebsgelände ein. Es ist die Wirkstätte der Mitarbeitenden des Zentralbereichs Qualität und Technologie, deren Aufgaben sich von der Entwicklung gänzlich neuer Technologien bis hin zur Produktqualifikation, also dem Test, der Analyse und der Freigabe von Produkten im eigenen zertifizierten Labor erstrecken.
Für das kommende Jahr hat sich die HARTING Technologiegruppe zum Ziel gesetzt, die weltweiten Umsätze auf dem derzeit hohen Niveau zu stabilisieren. „Die Weltwirtschaft unterliegt kontinuierlichen Schwankungen, auf die wir als Unternehmen schnell, flexibel und vor allem vorausschauend reagieren müssen. Mit diesen Schwankungen umzugehen und dennoch immer im Blick zu haben, welche Möglichkeiten sich uns in der Zukunft bieten und wie wir sie wahrnehmen können, das ist die Herausforderung, vor die wir tagtäglich gestellt sind“, so der Unternehmer Dietmar Harting.
Voraussetzung für die langfristig positive Entwicklung sind die Innovationen des Unternehmens. Auch im kommenden Jahr wird HARTING in großem Umfang investieren. Die kreative Kraft, die verbunden ist mit unbedingter Kundenorientierung und einem kompromisslosen Qualitätsversprechen, ist die Basis für Wettbewerbsfähigkeit und damit für eine erfolgreiche Zukunft.
HARTING mit deutlichem Umsatzsprung

Die Rodata Group AG und die Nordic ID haben ihre bisherige Zusammenarbeit nun auch vertraglich besiegelt. Rodata, führender und herstellerunabhängiger Systemintegrator für RFID und Barcode-Lösungen in der DACH-Region erweitert damit sein Produktportfolio in der Tiefe und Breite. Nordic ID, skandinavischer Hersteller von RFID Mobile Computern, Barcode Handgeräten und fixen RFID Lesern gewinnt im Gegenzug offiziell einen neuen internationalen Vertriebspartner für Deutschland, Österreich und die Schweiz.