Am Flughafen einer Großstadt in Südafrika setzt das Unternehmen Assion Electronic ein RFID-System zur Zutrittskontrolle ein. Das 2007 in der südafrikanischen Großstadt gestartete Projekt sorgt heute für Transparenz und Sicherheit. Seitdem sind Kriminaldelikte im Sicherheitsbereich deutlich zurückgegangen. Die Zufahrtskontrolle und die Personenidentifikation erfolgen seither in geordneten Bahnen. Das System bietet Funktionalitäten, die eine Ausdehnung auch auf andere Einsatzbereiche erlaubt. „RFID im Blick“ sprach mit Ewald Assion, Geschäftsführer von Assion Electronic.
„Die Sicherheitsbestimmungen in Südafrika erfordern andere Vorkehrungen als in Europa“, sagt Ewald Assion. „Für unseren Kunden haben wir das Gesamtkonzept für die Zufahrtskontrolle inklusive Hard- und Software übernommen und am Flughafen Johannesburg implementiert.“ Bei der Anwendung seien sowohl Dienstfahrzeuge als auch deren Fahrer und mitfahrende Personen für die sichere Identifikation mit Transpondern ausgestattet worden. „Die Fahrer erhalten einen Sicherheitsausweis und werden mithilfe des darin befindlichen Transponders sowie per Finger Print im Sicherheitsbereich nach der Anmeldung an der Zufahrt überprüft.“ Eine weitere Untersuchung erfolge in einem Sicherheitsraum mittels einer Sicherheitsschleuse. Gleichzeitig wurden die Fahrzeuge überprüft, welche durch speziell für die Windschutzscheibe segmentierte Transponder gekennzeichnet seien. Es erfolge ein Abgleich mit einem Referenzbild aus der Datenbank, dabei helfe auch eine Nummernschild-Kamera. „Den Abschluss der Identifizierung bildet eine visuelle Überprüfung“, erläutert Assion. „Nach Freigabe durch das Sicherheitspersonal darf der Mitarbeiter weiterfahren.“ Eine Overview-Kamera im Außenbereich helfe, den Gesamtüberblick über den Zufahrtsbereich zu behalten.
Erhöhung der Sicherheit
„Aufgrund des RFID-Systems konnte die Sicherheit am Flughafen dort nachweislich wesentlich erhöht werden“, so Assion. Delikte wie Diebstähle oder unberechtigte Zugänge seien de facto ausgeschlossen. Nicht lange vor der Implementierung seien bei einem Diebstahl hohe werthaltige Teile entwendet worden. Eine wichtige Rolle spiele auch das Abwenden von Terroranschlägen durch die verschärfte Personenkontrolle. Sofern der Sicherheitsdienst funktioniere, erhalte keine unbekannte Person Zutritt zum Gelände. „Sehr wichtig ist auch der dispositive Aspekt. Es gibt Vorgaben, außerhalb deren Toleranzfenster alle Abweichungen fundiert begründet werden müssen.“ Geplant sei zudem eine vorgegebene Route vom Ausgangsort bis zum adressierten Flughafengebäude. „Weicht ein Fahrer von dieser Route ab, wird ein Alarm ausgelöst. Dadurch können Bewegungsprofile erstellt und die Sicherheit weiter erhöht werden.“ Die Systeminstallation und Schulung des Personals erfolgte im laufenden Betrieb. Rund ein Dutzend Gates wurden innerhalb einer Woche ausgerüstet, davon sechs Zufahrten und Ausfahrten. 2 000 bis 3 000 Personenfahrzeuge wurden mit speziellen Transpondern ausgestattet. „Das System läuft bis heute sehr zuverlässig und es besteht die Aussicht auf eine Erweiterung“, sagt Ewald Assion. Weitere Flughäfen interessieren sich bereits für die Zufahrtskontrolle.
Anspruchsvolle Zutrittskontrollanwendungen lösen
Eine weitere Applikation für Zutrittskontrolle ist „ZEPO“ (Zentrale Elektronische Datenerfassung für Personen und mobile Objekte). Diese ist für den Anlagenbau und Großbaustellen entwickelt und bereits implementiert worden. In Verbindung mit dem AE1356i HF-Reader von Assion Electronic eignet sich diese aber auch für andere anspruchsvolle Zutrittskontrollanwendungen, sowohl Outdoor (IP 67) als auch Indoor (IP54). Die in der Datenbank gespeicherten Daten werden über und für mehrere Hierarchien erfasst und ausgewertet. Die Transponder sind frei programmierbar und lassen sich mittels geeigneter Kamera und Drucker mit Lichtbildversehen. Leistungs-, Fortschritts- und Qualitätsdaten können separat visualisiert und zu einem Leitstand für das Projektmanagement zur besseren Projektkontrolle abgebildet werden.
RFID optimiert Baustellenlogistik
Teil des Gesamtsystems ist auch die auf RFID-Technik basierende Werkzeug- und Gerätemanagementsoftware WODA2: „Im Bereich der Baustellenlogistik besteht eine wachsende Nachfrage, und wir haben schon mehrere Unternehmen mit Lösungen ausgestattet, die auch eine Inventarisierung des gesamten stationären und mobilen Bestands beinhaltet.“ Die Idee dabei sei, sämtliche Baustellen zentral zu kontrollieren und Inventarbewegungen zu tracken. Dabei sei auch eine automatische Aktualisierung und Administration von wartungsbedürftigen Aggregaten und Werkzeugen des nächsten Wartungstermines möglich. Durch die Integration von GPS- und aktiven/passiven RFID-Systemen kann außerdem eine bessere Übersicht des Inventars gewährleistet werden. Diebstähle sowie Vandalismus im Lager oder auf der Baustelle werden dadurch unmittelbar gemeldet.
Erkennung von Schwachstellen
„Eine gute Logistik, eine gute Software und eine gute Auswertungsmöglichkeit sind essenziell für die gesamte Logistik. So werden Schwachstellen aufgrund der numerischen und grafischen Auswertung leichter erkannt. Davon ausgehend können Maßnahmen ergriffen und eingeleitet werden, welche das System oder den Prozess verbessern. Logistik gewährleistet bessere Prozessüberwachung und -kontrolle und vermeidet beispielsweise den Gang unnötiger Wege. Es wird Benzin gespart, die Kilometerleistung des Fahrzeuges und die Personalkosten werden reduziert und der Verkehr wird weniger belastet.“
Zutrittskontrolle am Flughafen mit Assion Electronic
