So 05 Feb 2012 05:58:11 CET
GS1 Germany GmbH
Bislang ist GS1 Germany bekannt durch seine Standards für die Konsumgüterwirtschaft. Kassensysteme, die ohne Barcode und GTIN funktionieren, sind hier nur noch schwer zu finden. Ab sofort erweitert GS1 den Einsatz der weltweit gültigen Standards auf weitere Branchen. Industrien wie der Maschinen- und Anlagenbau, Automotive oder auch der Schienenverkehr rücken in den Fokus von GS1.
Derzeit befinden sich verschiedene webfähige Plattformen im Aufbau, die sogenannten „Internet der ...“-Lösungen, seien dies Dinge, Dienste oder Energie. Um ein möglichst hohes Maß an Flexibilität sicherzustellen, ist es für die entwicklungsbegleitende Standardisierung wichtig, gerade im frühen Entwicklungsstadium zur Interoperabilität verschiedener Ansätze beizutragen. Hierbei zeigt sich laut GS1 Germany einmal mehr der Wert eineindeutiger Identnummern zur Adressierung der zu identifizierenden Elemente, wie sie das GS1-System bietet.
Das richtige Bauteil zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen – in der Automobilbranche stellt das eine besondere Herausforderung dar. Bislang bestimmen Insellösungen das Bild der Teile-Identifikation; Hersteller und Zulieferer kennzeichnen ihre Produkte mit einer Vielzahl unterschiedlicher Codes. Das bedeutet einen enormen Aufwand und bringt den Materialfluss nicht selten ins Stocken. Für mehr Tempo und Transparenz soll jetzt erstmals ein gemeinsamer globaler Standard sorgen. Im Auftrag des RFID based Automotive Network RAN treibt GS1 Germany die Entwicklung eines entsprechenden Identifikations-Schlüssels voran.
Unternehmen rund um den Globus müssen sicher sein können, dass das GS1-System in sich schlüssig und durchweg konsistent ist, aber auch mit den sich verändernden Märkten mitwächst. Denn gerade bei immer stärker verflochtenen Wertschöpfungsketten bieten sich ihnen Vorteile einer einheitlichen Herangehensweise, die ihre Investitionen in GS1-kompatible Systeme rechtfertigen.
Ist das Thema RFID im Retail-Sektor vom Tisch? Lange hatte es den Anschein, war es doch still geworden um die RFID-Aktivitäten der Handelskonzerne Rewe und Metro. Doch nun mehren sich die Zeichen, dass wieder Bewegung in die Handelsbranche kommt – wenngleich in verschiedene Richtungen.