Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und dem Return of Investment (ROI) ist ausschlaggebend für die Einführung von RFID. Wo muss eine Rechnung ansetzen, die alle Einflussfaktoren in ihrer spezifischen Ausprägung berücksichtigt? Um das Nutzenpotenzial und die Investitionshöhe eines RFID-Projektes gezielt bewerten zu können, hat IBM Business Consulting Services (BCS) im Auftrag von GS1 Germany ein modulares Rechenschema für die Kosten-Nutzen-Bewertung von RFID-Projekten entwickelt: den RFID-Kalkulator. Unternehmen können damit in zwei bis drei Wochen eigenständig ihr individuelles Kosten-Nutzen-Modell für den Einsatz der Kontaktlostechnologie erstellen, das die komplette Lieferkette abbildet. Damit liefert das Tool eine wichtige Entscheidungsgrundlage für künftige Investitionen.
Von Klaus Vogell, GS1 Germany
RFID im Blick | 09/2005
„RFID in sicherheitsrelevanten Anwendungsbereichen“
„Sekundenschnelle Inventur“
Hochtemperaturtaugliche RFID-Sensorik in der Stahlindustrie
Am Anfang stand ein großes Ziel: nämlich den Zustand von Schieberplatten automatisiert und lückenlos zu überwachen. Klingt einfach, wurde aber zum wahrhaft „heißen“ Projekt. Schieberplatten sind Verbrauchsgegenstände der Feuerfestindustrie, die - vergleichbar mit einem Ventil - zur Regelung des Durchflusses von flüssigem Stahl in Stranggussanlagen zum Einsatz kommen. Sie sind Temperaturen bis zu 1 540 Grad Celsius, mechanischen Belastungen von mehreren Tonnen flüssigen Stahls und chemischen Angriffen beispielsweise von Legierungselementen ausgesetzt. Je nach Stahlqualität, Gießparameter und Gießzeit müssen die Schieberplatten, sobald ein kritischer Grad der Abnützung erreicht wurde, ausgetauscht werden.
Transponder haben bei Verbrauchern einen schlechten Ruf. Negativschlagzeilen wie „Der Schnüffel-Chip im Joghurt-Becher“ oder „Der Spion im Einkaufswagen“ beschwören das Bild vom gläsernen Kunden. Auch die öffentliche Diskussion um elektronische Personaldokumente wird vom Großen Bruder überschattet. Zweifellos gilt: Hundertprozentige Sicherheit kann es beim RFID-Einsatz genauso wenig geben wie bei irgendeiner anderen Technologie.
„Behälter mit Verstand“
Über 50 verschiedene Fahrzeuggetriebe fertigt Getrag Ford Transmission in Köln-Niehl. Dabei unterstützt RFID-Technologie die Logistik auf der Produktionsstraße. Sämtliche Werkstückträger sind über RFID identifizierbar.