So wie es heute kaum mehr vorstellbar ist, dass ein PC ohne
Betriebssystem arbeitet, werden RFID-geführte Prozesse in Zukunft nicht
mehr ohne Operating Environment auskommen können. Gelingt es,
RFID-Prozesse mit geeigneten Softwaremodulen an die bestehende
Unternehmens-IT anzudocken und flexibel auf Optimierungsanforderungen
im Unternehmen zu reagieren, werden RFID-Implementierungen noch rascher
zum Erfolg führen.
Von Dominik Berger, RF-iT Solutions GmbH
RFID im BLick | 10/2006
Leo, Fipps oder Wuffi sind für die jungen Patienten im Wiener St. Anna
Kinderspital mehr als nur stille Tröster. Die Stofftiere enthalten
einen RFID-Chip und werden damit zum interaktiven Medium, über das sich
ein individuelles Fernsehprogramm auswählen lässt. Wird das Stofftier auf das RFID-Terminal gesetzt, übermittelt es den
Zugangscode an den Server. RF-iT Solutions entwickelte das
Plug-and-Play-fähige LAN-Terminal.Das ungewöhnliche
Pilotprojekt wurde in Österreich mit dem Innovationspreis des
Multimedia und E-Business Staatspreises 2006 ausgezeichnet.
Bisher kamen vorwiegend RFID-Transponder in Closed-Loop-Anwendungen zum
Tragen. Nun schreitet der Einsatz von Smart Labels in
Open-Loop-Anwendungen voran. Die RFID-Technologie erobert zunehmend die
Werks- und Lagerhallen und Logistikzentren des Handels. Eines ist
beiden Anwendungsfeldern gemeinsam: RFID hilft, die Produktions- sowie
Logistikprozesse noch wirtschaftlicher und transparenter zu gestalten.
Schweizer Fleischproduzent setzt in der Intralogistik auf die RFID-Technologie
Die Reader sollen leicht und kompakt sein, möglichst wenig Energie
verbrauchen und kostengünstig zu erwerben sein. Diese und andere Trends
sieht Dr. Knop von deister electronic als bestimmend für die Zukunft
an. Er spricht über die Potenziale von RFID, den UHF-Hype und einen
möglichen Masseneinsatz dieser Technologie. Besonders das Segment
Security und Safety hat einen hohen Bedarf an RFID-Produkten und bietet
diesen vielfältige Einsatzmöglichkeiten.